Empfehlungen basierend auf "Regelkreis des Singens von der Naturstimme zum Kunstgesang"

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von Selma Meerbaum-Eisinger

Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.

von Mascha Kaléko

Zum 100. Geburtstag der Dichterin am 7. Juni 2007: ein attraktiver Geschenkband mit den schönsten Gedichten aus ihrem Gesamtwerk.

von Else Lasker-Schüler

Gottfried Benn nannte sie »die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Ihre Gedichte beschwören in üppiger, prunkvoller und zugleich zarter Sprache die Poetisierung des Lebens in sich verdunkelnder Zeit. Die jüdischen und orientalischen Phantasien, ihre Masken und Rollen als Prinz Jussuf von Theben, Tino von Bagdad oder der ›Malik‹ haben jedoch nie ihre Klarsicht getrübt, bis hin zum letzten berühmten Gedichtband »Mein blaues Klavier«, 1943 im Jerusalemer Exil erschienen. Die vorliegende Edition stellt das lyrische Gesamtwerk Lasker-Schülers vollständig und in chronologischer Ordnung vor. Jedem Gedicht werden detailreiche Informationen beigegeben: über den (auto)biographischen Hintergrund der mit der Bohème und dem Berliner Kulturbetrieb der Weimarer Zeit vernetzten Dichterin wie auch zum breiten Anspielungshorizont der jüdischen Tradition. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin

von Jules Renard

»Manche Leute sind so langweilig, dass man mit ihnen in fünf Minuten einen ganzen Tag verliert«, notierte Jules Renard in seinem Tagebuch, das als sein literarisches Hauptwerk gilt. 46 Jahre alt ist der Dichter, Schriftsteller und gefürchtete Kritiker der Jahrhundertwende geworden, in seinem kurzen Leben hat er 54 Tagebücher gefüllt: Alltagsbeobachtungen und literarische Miniaturen, Gedankensplitter und Aphorismen, moralische Reflexionen und Naturbeschreibungen, die scheinbar unverbunden nebeneinander stehen. Mit spitzer Feder schreibt Renard über seine Zeitgenossen und die künstlerisch-literarischen Pariser Kreise, in denen er sich bewegt. Mal witzig, mal melancholisch - immer scharfsinnig. Die geistreichsten Notate hat Nikolaus Heidelbach für diesen Band zusammengestellt und illustriert.

von Erich Kästner

»Herz auf Taille«, Erich Kästners erstes Buch, brachte ihm über Nacht Erfolg und Anerkennung – und eine große, treue Leserschaft. Die hier versammelten Gedichte voller Biss, Witz und Wärme erzählen vom Tanz auf dem Vulkan im Berlin der Zwanzigerjahre und haben bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren – im Gegenteil!

von Selma Meerbaum-Eisinger

58 Gedichte (darunter sechs Übersetzungen) enthielt ihr handschriftlich überliefertes Album mit dem Titel »Blütenlese«, als Selma Meerbaum-Eisinger am 16. Dezember 1942 mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Arbeitslager Michailowka am Bug starb, wohin sie mit ihrer Familie und einem Großteil der jüdischen Bevölkerung ihrer Heimatstadt Czernowitz im Zuge der Räumung des Ghettos im Juni 1942 deportiert worden war. Als Dokument für das Verbrechen der Shoa bezeugen diese Gedichte dennoch die Unauslöschlichkeit eines Individuums, sind frühe Werke einer offenkundig zur Dichtung Begabten. Neu ediert nach der Tel Aviver Ausgabe und mit einem ausführlichen Nachwort versehen von Markus May, der das Werk u.a. in den Kontext der Lyrik der Bukowina stellt.

von Wolfram Groddeck

Interpretationen zu: Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehen ... - Fortgehn - Karussell - Orpheus, Euridike, Hermes - Archaischer Torso Apollos - Der Blinde - Der Ball - An Hölderlin - Die achte Elegie - Die zehnte "Duineser Elegie" und zwei der "Sonette an Orpheus" (I,11 und II,1).

von Dschelaladdin Rumi

Jahrhundertealte Inspirationen neu entdeckenIn seinem imposanten Prosawerk Von Allem und vom Einen zeigt sich Rumi, der große Mystiker des Islam, in einem neuen Licht: nicht nur als Meister der Poesie, sondern auch als geistiger Lehrer, als intellektuelle Autorität in der Auslegung des Koran – und als weiser Kenner menschlicher Lebensnöte. Es ist eine Sammlung zahlreicher Gespräche, in denen wir Rumi unmittelbar erleben und ihn als historische Figur begreifen. „Rumi lebte durchaus nicht immer auf den höchsten Wolken mystischer Kontemplation. Im Gegenteil, kein anderer persisch schreibender Dichter hat dem Volk so aufs Maul geschaut wie er.“ (Annemarie Schimmel)

von Dorothy Parker

Dorothy Parker verkörpert alles, was man gemeinhin mit New York in Verbindung bringt: Rastlosigkeit und Moderne, Esprit und Erfolg, aber auch Härte, Grausamkeit und Einsamkeit. Dorothy Parker ist die New Yorker Schriftstellerin schlechthin. Dorothy Parkers Gedichte sind stets ein Zusammenspiel aus Witz und Melancholie, aus Trauer und Scherz, aus Pathos und Spott. Ebenso wie ihre Erzählungen zeichnet sich ihre Lyrik durch einen charakteristischen Mix aus Selbstmitleid und Zynismus aus. Ein Abgleiten in Kitsch vermeidet sie durch Schnoddrigkeit und Ironie.