3.4

Red Sky Burning (Bd. 2)

von Teri Terry

Format:Hardcover

Tabby ist auf der Flucht und entschlossen, das Geheimnis ihrer Herkunft zu entschlüsseln. Warum zieht das Meer sie fast schon gewaltsam an? Woher kommt dieses andere, wildere Ich, das manchmal die Kontrolle übernimmt? Und weshalb jagt “Der Kreis”, eine Gruppe von Umweltterroristen, sie so unerbittlich? Die radikale Geheimorganisation hält nicht nur Tabby, sondern die ganze Welt mit weiteren Klima-Anschlägen in Atem: verheerende Hurrikans, brechende Staudämme und brennende Kohlekraftwerke lassen die Menschen verzweifeln. Während sich der Himmel blutrot verdunkelt, tauchen Tabby und ihre Freunde Denzi und Jago immer tiefer ein in einen gefährlichen Komplott. Nicht ahnend, welche wichtige Rolle sie dabei noch spielen werden …

Science-Fiction & Fantasy
432 SeitenHardcover
Erschienen an: November 25, 2021

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.4(8 ratings)
JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/12/19/the-circle-trilogy-2-red-sky-burning/ Nach dem eher durchwachsenen, aber noch halbwegs soliden ersten Band Dark Blue Rising, den ich mit 2 von 5 Sternen bewertet habe, bin ich mit gemischten, aber dennoch hoffnungsvollen Erwartungen an Red Sky Burning herangegangen. Die Grundidee der Reihe, die Verbindung aus Klima-Thematik, wissenschaftlichen Experimenten und übernatürlichen Elementen, klang weiterhin vielversprechend. Umso enttäuschender war es für mich, dass der zweite Band diese Erwartungen nicht nur nicht erfüllen konnte, sondern mich über weite Strecken regelrecht gelangweilt hat. Handlung Inhaltlich passiert in Red Sky Burning eigentlich eine ganze Menge – zumindest auf dem Papier. Menschen sterben, die Protagonist*innen befinden sich auf der Flucht, es gibt korrupte Wissenschaftler, geheime Organisationen, politische Machtspiele und mysteriöse Fähigkeiten, die immer stärker in den Vordergrund rücken. Und dennoch wirkt die Handlung erstaunlich spannungsarm. Das größte Problem liegt für mich in der Struktur der Geschichte. Bereits nach etwa hundert Seiten verlor ich zunehmend das Interesse, da kaum Fortschritt erkennbar war. Nur sehr wenige offene Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet, stattdessen häufen sich neue Rätsel und Andeutungen. Grundsätzlich kann ein solches Vorgehen Neugier und Spannung erzeugen, hier hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass die Autorin selbst nicht genau weiß, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln soll. Der rote Faden ging vollständig verloren. Über weite Strecken drehen sich die Figuren im Kreis – sowohl räumlich als auch erzählerisch. Es passiert viel, ohne dass es wirklich relevant oder konsequent weiterführend wäre. Besonders die ersten zwei Drittel des Buches ziehen sich enorm, da es kaum klare Ziele, Wendepunkte oder emotionale Höhepunkte gibt. Die Handlung wirkt diffus und ziellos, was das Lesen sehr mühsam gemacht hat. Erst im letzten Drittel konnte mich die Geschichte wieder etwas mehr abholen. Die Spannung zog endlich an, es gab mehr Action und ein stärkeres Gefühl von Gefahr. Positiv hervorzuheben ist hier der Perspektivwechsel zwischen Tabby und Denzi, der einen besseren Überblick über den jeweiligen Wissensstand der Figuren ermöglicht hat. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich „mitten im Geschehen“ zu sein und nicht nur aus der Distanz darüber zu lesen. Leider kam diese Verbesserung viel zu spät, um den Gesamteindruck noch retten zu können. Charaktere Ein besonders schwerwiegender Kritikpunkt sind für mich die Charaktere. Auch im zweiten Band bleiben sie extrem unterentwickelt, flach und austauschbar. Vor allem die beiden Hauptfiguren Tabby und Denzi sind für mich kaum greifbar. Zwei Bücher lang begleite ich sie nun – und trotzdem könnte ich kaum beschreiben, wie sie als Personen eigentlich sind. Sie besitzen kaum erkennbare Persönlichkeitsmerkmale, Interessen oder Eigenheiten. Abgesehen von ihren besonderen Fähigkeiten und ihrer Beziehung zueinander erfährt man praktisch nichts über ihre inneren Konflikte, Wünsche oder Ängste. Dadurch wirken sie mehr wie funktionale Figuren, die von Szene zu Szene geschoben werden, statt wie echte Menschen mit Tiefe und Charakter. Wenn man es überspitzt formulieren möchte, scheint ihr einziges verbindendes Interesse das Schwimmen zu sein. Auch Nebenfiguren bleiben blass und austauschbar. Es gibt kaum emotionale Bindung, keine Figuren, mit denen ich wirklich mitfühlen oder um die ich bangen konnte. Selbst dramatische Ereignisse – inklusive Todesfällen – hinterließen bei mir kaum Eindruck, da mir die emotionale Nähe zu den Charakteren schlichtweg fehlte. Schreibstil und Atmosphäre Der Schreibstil der Autorin ist sehr schlicht und einfach gehalten, was grundsätzlich nicht negativ sein muss. In diesem Fall empfand ich ihn jedoch als auffallend juvenil, farblos und emotionslos. Viele Szenen werden sehr nüchtern erzählt, ohne Atmosphäre oder Spannung aufzubauen. Selbst gefährliche oder dramatische Momente wirkten dadurch überraschend belanglos. Zwar lässt sich das Buch flüssig lesen, doch genau diese Einfachheit trägt auch zur empfundenen Langeweile bei. Es fehlt an sprachlicher Tiefe, an eindringlichen Bildern und vor allem an emotionaler Intensität. Ich hatte selten das Gefühl, wirklich in die Geschichte hineingezogen zu werden. Themen und Potenzial Besonders schade finde ich, dass Red Sky Burning eigentlich eine sehr starke Grundidee besitzt. Die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel, den Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Natur und gesellschaftlichen Reaktionen wie Proteste und Demonstrationen ist hochaktuell und relevant. Diese Aspekte hätten dem Buch viel Tiefe und Bedeutung verleihen können. Leider bleiben diese Themen meist an der Oberfläche und werden nicht konsequent oder konkret genug ausgearbeitet. Statt klarer Aussagen oder durchdachter Entwicklungen gibt es viele Andeutungen, die jedoch nicht weiter vertieft werden. Das vorhandene Potenzial wird dadurch verschenkt. Fazit Red Sky Burning ist für mich eine große Enttäuschung. Trotz spannender Ansätze, einer aktuellen Thematik und eigentlich vielversprechender Elemente gelingt es dem Buch nicht, eine mitreißende Geschichte zu erzählen. Die Handlung verliert sich über weite Strecken im Unklaren, die Charaktere bleiben flach und der Schreibstil schafft es nicht, Emotionen oder Spannung zu transportieren. 1 von 5 Sternen!

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