4.5

Porträt der Psychopathin als junge Frau

von Edward Lee, Elizabeth Steffen

Format:Softcover

Eine Journalistin und eine Serienmörderin auf Kollisionskurs – von ihrer erschreckenden Verbindung ahnen die beiden nichts. Sie fesselt ihre Opfer ans Bett, klebt ihnen die Augen zu, zersticht ihre Trommelfelle und näht die Lippen zusammen. Dann trennt sie ihnen die Glieder ab. Nun hören und sehen sie nichts mehr. Sie können nicht mehr schreien oder sich bewegen. Aber sie sind noch fähig zu fühlen. Und mit ihren Skalpellen, den Nadeln und der Knochensäge, gibt die junge Frau ihnen eine Menge zu fühlen … Solche Folterungen kann sich niemand vorstellen – außer der berüchtigte Kultautor Edward Lee. Mitautorin Elizabeth Steffen verrät nicht viel über sich: Sie arbeitet im Polizeidienst der USA und ist Expertin in der Analyse von Serienkillern. Andrew Harper: 'So hätte American Psycho sein sollen.' Richard Laymon: 'Edward Lee – das ist literarische Körperverletzung!' Edward Lee ist der führende Autor des Extreme Horror. Seine Werke enthalten überzogene Darstellungen von sexueller Gewalt. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Für Fans dagegen ist Edward Lee ein literarisches Genie. Er schreibt originell, verstörend und gewagt – seine Bücher sind ein echtes, aber schmutziges Erlebnis.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
400 SeitenSoftcover
Erschienen an: February 4, 2016

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.5(2 ratings)
feder_magieRezension von feder_magie

Das Buch ist kein normaler Thriller, sondern geht weit über die normale Schmerzgrenze hinaus. Im Detail wird erklärt, wie die Psychopathin ihre Opfer auseinandernimmt. Aber auch die Flashbacks sind sehr emotional aufgeladen. Das Thema Kindesmissbrauch geht wohl wirklich jeden nahe. Dazu erfährt man ebenfalls die Geschichte der Journalistin Kathleen, die das Schicksal der Psychopathin teilt. So spannt sich die psychologische Tiefe über verschiedene Ebenen. Ich fand es einfach so spannend zu sehen, was Missbrauch in Menschen anrichten kann und wie abartig Menschen auch sein können. Das hohe Gewaltpotenzial ist an manchen Stellen schwer zu ertragen, besonders wenn es um Kinder geht. Trotzdem hatte es regelrechte Sogwirkung. Die Charaktere sind total interessant gestaltet. Auch Polizist Spencer, der homosexuell ist und eigentlich ein totaler Kotzbrocken, hat eine unglaublich realistische Art an sich gehabt. Er selbst erfährt viel Ablehnung und zeigt das auch nach außen. Zusammen mit Kathleen entsteht eine interessante Symbiose zweier Menschen, die beide für Gerechtigkeit kämpfen. Natürlich spielt auch S*x eine große Rolle. Es werden wirklich alle Auswirkungen des Missbrauchstraumas detailliert geschildert, auch die gestörte Se*ualität. Ein brutaler Thriller für Fans der härteren Gangart. Für mich ein faszinierendes Buch - ganz ohne die von Lee bekannten Horrorelemente.

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