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Papa, was ist ein Fremder? Gespräch mit meiner Tochter.

von Tahar Ben Jelloun

Format:Softcover

«Papa, was ist ein Fremder? Wieso haben manche Menschen schwarze Haut und andere Menschen weiße Haut? Sind Ausländer anders als wir? Ist Rassismus normal? Könnte auch ich zu einer Rassistin werden? Was können wir denn tun, damit die Menschen einander nicht hassen, sondern gern haben?» Diese und andere schwierige Fragen stellt die zehnjährige Mérièm ihrem Vater, dem berühmten französisch-maghrebinischen Schriftsteller Tahar Ben Jelloun. Und der Vater erklärt der Tochter in einem einfachen und anschaulichen Gespräch, wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entstehen und welche Folgen sie haben: wie Vorurteile in Diskriminierungen münden können; wann Rassismus und Kolonialismus zu Sklaverei und Völkermord geführt haben; aber auch, daß niemand als Rassist geboren, sondern erst durch die Verhältnisse dazu gemacht wird.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
109 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2000-05-01

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.2(4 ratings)
TaniaRezension von Tania

In dem Buch erklärt Tahar Ben Jelloun kindgerecht was „Rassismus“ und „Fremdenhass“ sind und noch viele viele andere Dinge rund herum. Es geht um Antisemitismus, Kolonialismus, veraltete Rassentheorien und mehr. Die Idee für das Buch kam Jelloun nachdem er zusammen mit seiner Tochter gegen einen französischen Gesetzesentwurf demonstrierte, der die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern in Frankreich erschweren sollte. Seine Tochter hatte viele Fragen, die er in diesem Buch zu beantworten versucht. Das Buch ist von 1998. Es ist daher in einigen Punkten und Ansichten ein wenig veraltet, dennoch empfinde ich es als wichtiges Buch, das die teils sehr harten Fragen zu beantworten versucht. In vielen Punkten sogar sehr gut und kindgerecht. Dennoch hier ein paar Punkte, die ich heute kritisieren würde: - Rassismus und Fremdenhass bzw. Xenophobie werden gleichgesetzt. Heute wissen wir, dass Rassismus ein weitaus komplexeres Phänomen ist und nicht das selbe wie Fremdenhass. - Es werden rassistische Slur-Words aufgezählt, die Menschen benutzen, um verschiedene Volksgruppen zu degradieren. Es wird zwar eingeordnet, dass diese nicht okay sind, aber ich halte es für unnötig alle Beleidigungen mit Angabe der gemeinten Volksgruppe aufzuführen, um den Punkt zu machen, warum diese nicht ok sind. - Das Z-Wort und I-Wort werden als Bezeichnung genutzt, um Sinti und Roma bzw. indigene Völker zu bezeichnen. Beim N-Wort wird bereits darauf verzichtet und von Schwarzen Menschen gesprochen, ausschließlich einmal wird das N-Wort bei den Slur-Words aufgeführt. Das Buch wird vom Autoren als Buch für 8-14-jährige empfohlen. Das würde ich so unterschreiben, jedoch unter der Voraussetzung, dass die aufgeführten Punkte klargestellt werden bzw. korrigiert. Wenn man davon absieht, empfinde ich das Buch dennoch als sehr wichtig, um ihnen das Thema näher zu bringen. In Frankreich soll es wohl Teil der Lehrpläne sein. Das finde ich super, wichtig wäre eben nur die klare Einordnung im Unterricht und was man heute so nicht mehr sagen würde.

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