Empfehlungen basierend auf "Nur der Pudding hört mein Seufzen."
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von Orna Donath
Darf man es bereuen, Mutter zu sein? Das Buch der wegweisenden Autorin Orna Donath jetzt im Taschenbuch»Regretting Motherhood« thematisiert, was bisher kaum ausgesprochen wird: Dass viele Frauen in der Mutterschaft nicht die »vorgeschriebene« Erfüllung finden. Dass sie ihre Kinder lieben und trotzdem nicht Mutter sein wollen. In ihrem bahnbrechenden Buch lässt die engagierte Soziologin Orna Donath Mütter selbst zu Wort kommen und analysiert anhand vieler Interviews mit Frauen, die bereit waren, ihre ambivalenten Gefühle offenzulegen, die Dimension des Tabus.
von Lisa Marie Presley
Lisa Marie Presley, Tochter der amerikanischen Musiklegende Elvis und aufgewachsen in Graceland, erzählt erstmals ihre ganze Lebensgeschichte. Eine einzigartige und ungeschönte Autobiografie, die von ihrer Tochter Riley Keough aufgeschrieben wurde.Ende 2022 bat Lisa Marie Presley ihre Tochter Riley Keough, ihr bei der Fertigstellung ihre lang erwarteten Memoiren zu helfen. Nur einen Monat später verstarb Lisa Marie überraschend - und konnte ihre Geschichte, die sie in ihren eigenen Worten erzählen wollte, nicht mehr vollenden. Ihre Tochter Riley fürchtete, dass nun niemand die vielen Seiten dieser liebevollen, lebensfrohen und fürsorglichen Frau kennenlernen würde, um deren Tod sie nun trauerte.Doch Riley erhielt die Tonbandaufnahmen, die ihre Mutter während der Arbeit an ihrem Buch aufgenommen hatte. Sie legte sich in ihr Bett und lauschte Lisa Maries Stimme, die eine Geschichte nach der anderen erzählte: wie sie als Kind in Graceland mit Golfwagen Unfälle baute, wie sie die grenzenlose Liebe ihres Vaters spürte und wie die beiden sich im ersten Stock des Anwesens vor der Welt zurückzogen. Darüber, wie sie schreiend aus dem Badezimmer gezerrt werden musste, in dem sie den leblosen Körper ihres Vaters gefunden hatte. Über ihr Leben in Los Angeles mit ihrer Mutter, die Reihe an Schulen, von denen sie wieder und wieder flog, wenn es Ärger gab. Über die einzigartige, lebenslange Bande zu Rileys Vater Danny Keough und über die Ehe mit Michael Jackson. Darüber, was es heißt, Mutter zu sein. Über den Schmerz, der sie nie verließ. Riley wusste, dass sie der Welt die Memoiren ihrer Mutter, so herzzerreißend sie auch waren, nicht vorenthalten durfte. Dass die Welt ihre Mutter endlich kennenlernen musste.Dieses außergewöhnliche Buch vereint die Stimmen von Lisa Marie und Riley in einem Gespräch zwischen Mutter und Tochter, das den Tod und den Schmerz überwindet. From Here to the Great Unknown – Von hier ins Ungewisse ist tief berührend, erschütternd und intim – das letzten Zeugnis des einzigen Kindes einer wahren Legende.
von Barbara Schmitz
»Die Frage nach dem lebenswerten Leben ist eine Grundfrage des Menschen. Sie ist Ausdruck dessen, dass Menschen ihr Leben nicht nur leben, sondern auch bewerten wollen und können. Somit ist sie Teil der menschlichen Selbstreflexion.« Was macht ein Leben lebenswert? Eine heikle, eine ungeheuerliche Frage – denn der Gedanke an ›unwertes Leben‹ oder ein ›verwirktes Recht auf Leben‹ liegt nicht fern. Jeder Versuch einer Antwort muss deshalb persönliche Empfindungen und Perspektiven mit einbeziehen. In ihrer philosophischen Reflexion geht Barbara Schmitz eindringlich von ihrem eigenen biographischen Erleben aus: Sie hat eine Tochter mit einer Behinderung und war von Suizid in der Familie betroffen.Ihr Essay liefert Denkanstöße für gesellschaftliche Debatten und für das eigene Leben: Welche ethischen Vorstellungen prägen unsere Normen? Wie gehen wir mit den Bildern eines lebenswerten Lebens um? Wer der Autorin auf verschiedenen philosophischen Pfaden folgt, wird am Ende seine ganz eigene Antwort auf diese große Frage finden können.
von Carola Holzner
Carola Holzner ist als Notärztin im Einsatz und arbeitet als Oberärztin in der Notaufnahme. Nirgendwo sonst die Grenzen so schmal zwischen Glück und Unglück, Hoffnung und Verzweiflung, Leben und Tod. Sekunden entscheiden. Ein Herzschlag entscheidet. Carola Holzners Herz schlägt vor allem für ihre Patienten. Für sie ist sie unermüdlich im Einsatz, denn ihre Leidenschaft gilt der Akutmedizin. In ihrem Buch nimmt sie uns mit in ihre Welt zwischen Intensivstation, Schockraum und Straße. Sie gibt Einblicke, die fernab jeder Vorstellung liegen, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Authentisch und ehrlich erzählt sie über die Emotionen und Gedanken, die sie während einer 24-Stunden-Schicht begleiten. Und die nicht eine Halbgöttin in Weiß zeigen, sondern den Menschen unter dem Kittel. Vor allem aber zeigen die Einblicke, dass Wunsch und Wirklichkeit oft ziemlich weit auseinander liegen. Es sind aufrüttelnde, traurige, lustige, skurrile, teils verstörende aber auch mutmachende Geschichten, die am Ende immer auch einen Mehrgewinn beim Lesen bieten, weil die Notärztin Carola Holzner die Fragen aufgreift, die ihr im Einsatz am häufigsten gestellt werden. Was genau ist Diabetes? Wann rufe ich die 112? Sollte man eine Patientenverfügung machen? Was tun bei einem Krampfanfall? Wie sieht Sterben aus? Carola Holzner beantwortet diese und viele andere Fragen hilfreich und auf Augenhöhe. Wer noch mehr von Doc Caro lesen möchte: »Keine halben Sachen: Wie die Notaufnahme den Blick aufs Leben verändert«
von Katie Daynes
Warum bist du nicht mehr da?Was passiert, wenn jemand stirbt? Darf man traurig sein? Und wie bewahrt man sich schöne Erinnerungen? Unter mehr als 40 Klappen wird erstes Wissen über das Sterben und Abschiednehmen einfühlsam und gut verständlich erklärt.
von Dorothy Gallagher
Dorothy Gallaghers Ehemann starb 2010. Jahrelang litt der Publizist und Verleger Ben Sonnenberg an Multipler Sklerose, war zuletzt beinahe vollständig gelähmt, doch sein wunderbarer, spielerischer Geist blieb ungetrübt. In Und was ich dir noch erzählen wollte bewegt sich Gallagher frei assoziierend zwischen Gegenwart und Vergangenheit, beschwört die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann, seine letzten Tage, das Leben nach seinem Tod - allein, und in Gedanken doch immer bei ihm, in einer Welt, die heimgesucht wird von Erinnerungen, Erinnerungen, die ihr zugleich oft Trost bedeuten. Offen und unprätentiös spricht sie über die kleinen Dinge ihres Alltags in New York, den Umzug in eine neue Wohnung, wie sie sich dort einrichtet, auf der Dachterrasse Tomaten zieht, ihre zwei Hunde und die Katze Bones, wie sehr ihr die eleganten Anzüge ihres Mannes fehlen, aber auch seine zärtlichen, sehr britischen Liebesbekundungen. Gallaghers Mutter, am Ende besiegt von der Demenz, ist auch da, zusammen mit vielen Freunden, einer alten Schreibmaschine und einem Foto, nie aufgenommen, aber umso bedeutsamer für Gallaghers Beziehung zu ihrem verstorbenen Mann. Was Dorothy Gallagher hier erzählt, mag gewöhnlich erscheinen, doch wie sie es tut, lakonisch und tiefgründig, ist einmalig. Dieses schmale, zutiefst berührende Buch entfaltet die Beziehungsgeschichte eines Paares, Logik und Mysterium ihres Zusammenseins, erzählt von unheilbarem Verlust und unendlicher Liebe und destilliert so die Essenz des Lebens.
von Jackie Azúa Kramer
Zur Bewältigung der Trauer über den Tod der Mutter kann derjenige, der tröstet, gar nicht gross genug sein, denn der Vater ist umhüllt von seiner eigenen Trauer. Der Trauerbegleiter in der Geschichte ist daher ein Gorilla, gross, mit zotteligem dunklem Pelz, der dem kleinen Jungen zur Seite steht. Er hat viele Fragen und alle Fragen, die er dem Gorilla stellt, beantwortet dieser geduldig und so, dass er sie versteht. Als der Vater und der Junge beginnen, sich an die Mutter zu erinnern und darüber zu reden, wie sehr sie sie vermissen, zieht sich der Gorilla zurück. Am Grab der Mutter pflanzen Vater und Sohn rote Blumen und der Gorilla lässt einen Schmetterling fliegen. Die zarten diffusen Aquarellbilder sind voller Poesie, sie lassen teilnehmen, aber immer mit einer respektvollen Distanz. Der Text ist sparsam eingesetzt, es sind kurze Aussage- und Fragesätze. Sie sind eine Unterstützung, um mit Kindern über Tod und Trauer zu reden. Empfohlen. Ab 4.
von Samantha Bloom, Cameron Bloom, Bradley Trevor Greive
»Wenn ›Penguin Bloom‹ Camerons Liebesbrief an seine Frau Sam war, dann ist ›Meine Geschichte‹ Sams kraftvolle, inspirierende Antwort.« Andrew LincolnDie wahre Geschichte von »Penguin Bloom«, dem australischen Flötenvogel, der eine Familie rettete, bezauberte Millionen Menschen in aller Welt. Jetzt erzählt Sam Bloom, die Mutter, die seit ihrem tragischen Unfall im Rollstuhl sitzt, ihre eigene Geschichte: Die Geschichte eines schüchternen australischen Mädchens, das sich seinen Traum erfüllt und Krankenschwester wird, das die Welt bereist und am liebsten nur surfen würde. Die Geschichte einer Frau, die eine Familie gründet – und deren Glück jäh zerstört wird, weil das Geländer einer Aussichtsplattform seinen Zweck nicht erfüllt und sie viele Meter in die Tiefe stürzen lässt. Sam Bloom verliert jeden Lebenswillen. Sie findet ihn erst wieder, als sie auf ein Vogelbaby trifft, das noch hilfloser ist als sie selbst. Hier erzählt sie, wie schwarz die Verzweiflung sein kann und warum es sich dennoch zu leben lohnt. Sams Geschichte ist herzzerreißend und dabei unglaublich inspirierend. Eine kluge, poetische Liebeserklärung an das Wunder Leben. Ein unvergessliches Buch. Ausstattung: Fotobuch, durchgehend vierfarbig
von Lize Spit
Eine der aufregendsten Stimmen der internationalen Literatur öffnet die Tür zu den dunkelsten Räumen ihrer Familiengeschichte: Lize Spit wächst mit einer alkoholkranken Mutter und einem unberechenbaren Vater auf. Einsamkeit, Unsicherheit und Scham schreiben sich früh in ihren Körper ein. Als ihre Mutter eine zerstörerische Diagnose erhält, riskiert Spit alles, um das toxische Erbe ihrer Eltern zu zerschlagen. In einer radikalen Selbstoffenbarung setzt sie dem langen Schweigen ihrer Familie ihre ganze Sprachgewalt entgegen. Denn machtlos ist sie schon lange nicht mehr.   
von Francesca Segal
Eine Mutter bangt um ihre zu früh geborenen Töchter. Francesca Segals Tagebuch verbindet die Zärtlichkeit eines Liebesgedichts mit dem zwingenden Tempo eines Thrillers und erschafft eine Hymne an das Elternsein und die tragende Kraft von Freundschaften.