Empfehlungen basierend auf "Nun habe ich Ihnen doch zu einem Ärger verholfen: Briefe, Texte, Erinnerungen"
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von Selma Meerbaum-Eisinger
Nur wenige Dutzend Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger handschriftlich in ihrem Album »Blütenlese« überliefert. Was das jüdische Mädchen aus Czernowitz bedichtete, war die Liebe zu einem jungen Mann. Herausgekommen ist nicht weniger als ein Stück Weltliteratur. »Es ist eine Lyrik, die man weinend vor Aufregung liest: so rein, so schön, so bedroht«, urteilte Hilde Domin. Unter ihr letztes Gedicht schrieb Selma Meerbaum-Eisinger: »Ich habe keine Zeit gehabt zuendezuschreiben«. Sie starb 1942 im Alter von 18 Jahren im Arbeitslager Michailowka am Bug an Typhus.
von undefined Catull
Catull lebte in einer Zeit des Übergangs (etwa 84-54 v. Chr.), am Ende der römischen Republik. Er stand unter dem Einfluss hellenistischer Dichtung, aber trotz mannigfacher inhaltlicher und formaler Anklänge ist seine charakteristische Individualität, sein respektlos-zarter, »moderner« Ton in allen bedeutenden Gedichten vernehmbar. Und es ist kein Wunder, dass er in der europäischen Literatur viele (heimliche) Nachahmer fand - und seit über 2000 Jahren immer wieder neue (junge) Leser. Sprachen: Deutsch, Latein
von Mascha Kaléko
Jetzt liegt das Buch in einer schönen kleinen Ausgabe gebunden neu wieder vor. Gedichte lohnen sich immer!
von Mascha Kaléko
Die ›Liebesgedichte‹ der Dichterin Mascha Kaléko treffen mitten ins Herz.
von Jörg Fauser
»Nicht jeder Autor taugt dafür, dass man sich noch einmal und mit zeitlichem Abstand seine Texte vornimmt. Bei Fauser lohnt es sich.« (Jürgen Ploog)
von Erich Fried
Frieds Liebesgedichte zählen in ihrer Zartheit und Ehrlichkeit zu den schönsten der deutschen Sprache.
von Jules Renard
»Manche Leute sind so langweilig, dass man mit ihnen in fünf Minuten einen ganzen Tag verliert«, notierte Jules Renard in seinem Tagebuch, das als sein literarisches Hauptwerk gilt. 46 Jahre alt ist der Dichter, Schriftsteller und gefürchtete Kritiker der Jahrhundertwende geworden, in seinem kurzen Leben hat er 54 Tagebücher gefüllt: Alltagsbeobachtungen und literarische Miniaturen, Gedankensplitter und Aphorismen, moralische Reflexionen und Naturbeschreibungen, die scheinbar unverbunden nebeneinander stehen. Mit spitzer Feder schreibt Renard über seine Zeitgenossen und die künstlerisch-literarischen Pariser Kreise, in denen er sich bewegt. Mal witzig, mal melancholisch - immer scharfsinnig. Die geistreichsten Notate hat Nikolaus Heidelbach für diesen Band zusammengestellt und illustriert.
von Kay Borowsky
Diese zweisprachige Auswahl stellt 76 Poetinnen und Poeten mit je einem Gedicht vor – im Original und in einer textnahen Nachdichtung durch Kay Borowsky. Der Bogen spannt sich dabei vom 18. Jahrhundert bis in die allerneueste Zeit. Gezeigt wird exemplarisch die Vielfalt einer Lyrik, die in ihrer Formenfülle zu den reichsten in Europa zählt. Die kleine Anthologie enthält die vielen großen und berühmten Namen – wie Puškin, Tjutčev, Blok, Achmatova, Mandel’štam, Brodskij –, will aber auch die Neugier auf manche weniger bekannte Dichter und Dichterinnen wecken.
von Rose Ausländer
Bukowina II - Niagara Falls III - Jerusalem - Mein Venedig - Auf der Sichel reite ich - Alte Zigeunerin - Sibirisch - Schwüre tauschen - Neue Zeichen brennen am Firmament - Einsamkeit II - Schutzengel - Die Auferstandenen - Denn - Der Seher - Wo sich verbergen - Dennoch Rosen sommerhoch - Biographische Notiz - Sprache - Befehl - Bitte II - Luftschlösser - Gib mir - Treffen - Mutterland - Hoffnung IV - Stammeln - Papier - Wehrlos - Unbeschriebenes Blatt - Wege - Hoffnung II - Verlieren - Regenwörter - Chance - Worte - Ich bin schon lange verschollen - Hab alle Gesetze gebrochen - Keine Gedichte im Augenblick - Rad aus Wolkenherz - Raum II - Wer bin ich - Nie - Es bleibt noch - Löwenzahn - Schwüre - Wabe - Freund du warst - Ich gehe im Bett spazieren - Alles war schon - Frost - Im Regen - Nachtzauber - Im Augenblick - Meine Tochter - Trauer II - Und - Utopia - Unverläßlich - Geburtstag im Mai - Spinoza II - Mein Kind - Selbstporträt - Himbeerwald - Allee - Ganz bleiben - Almosen - Mein Atem - Schweigen II - Ich war ein Vogel - Ich lausche dem Monolog des Mondes - Sünder - Einverleibt - Brüder - Frühling I - Gemeinsam - Teilen II - Vertrag - Wachsen dürfen - Als gäbe es - Wort an Wort - Liebe V - Du bist die Stimme - Das Schönste - Altenheim - Porträt eines Greises - Spiegelbild - Weiß nicht - Ich denke - Noch bist du da - Zu kurz - Ich verzichte nicht - Auch deine Trauer - Alter - Zähl nicht II - Nur die Pause - Wer - Trennung - Verwandter Träumer - Wieder - Gib auf
von Juli Zeh
Poetik ist etwas für »Quacksalber, Schwächlinge, Oberlehrer, Zivilversager und andere Scharlatane«, so Juli Zeh 2013 in ihren Frankfurter Poetikvorlesungen: »Poetik klingt immer so, als wüsste der Autor, was er da tut – dabei weiß er bestenfalls, was er getan hat.« Diese Erkenntnis im Kopf lässt es sich befreit aufspielen und wunderbar poetologisieren, über die Bedeutung der Erinnerung für das Schreiben zum Beispiel: »Ein Ereignis ist nicht das, was passiert ist, sondern das, was erzählt werden kann.« – Eine »Anti-Poetologie« – frech, klug und witzig.