Den Verriss des Buches im "Spiegel" (14/08) kann ich nicht nachvollziehen. Nicht "reflektierende Passagen" fehlen, sondern Larmoyanz, Pathos und Egozentrik des in seinen Schemata und Themen erstarrten alten Feminismus. Es steht für feministischen Generationenwechsel, mit J. Hensel ("Zonenkinder", BA 2/03) für feministische Osterweiterung. Jahrgang 1976 und 1979, Töchter von Müttern der "Guten Morgen, du Schöne"- bzw. "Der kleine Unterschied"-Generation. Wie viele gleichaltrige Scheidungskinder, vermitteln die Autorinnen ihr Erfahrungswissen poetisch leise. Ihre Selbsterkundungen sind Sekundärliteratur zum Leben, transzendieren subjektives Lebensgefühl ("Eine Rolle ist ein Bild, das uns zunächst wie ein Selbstbild erscheint"), wenn sie erzählen über "typische Männer von heute. Sie waren schon einmal verheiratet und sind es nicht mehr" oder darüber, dass es "schwieriger geworden ist, von der Liebe zu träumen. Das ist der Preis für die Gleichberechtigung" oder über Politik und Arbeitswelt in Form desillusioniert hinterfragender Erforschung der Koordinaten der eigenen Geschichte - breit nachvollziehbar. (2)
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Neue deutsche Mädchen
von Jana Hensel, Elisabeth Raether
Den Verriss des Buches im "Spiegel" (14/08) kann ich nicht nachvollziehen. Nicht "reflektierende Passagen" fehlen, sondern Larmoyanz, Pathos und Egozentrik des in seinen Schemata und Themen erstarrten alten Feminismus. Es steht für feministischen Generationenwechsel, mit J. Hensel ("Zonenkinder", BA 2/03) für feministische Osterweiterung. Jahrgang 1976 und 1979, Töchter von Müttern der "Guten Morgen, du Schöne"- bzw. "Der kleine Unterschied"-Generation. Wie viele gleichaltrige Scheidungskinder, vermitteln die Autorinnen ihr Erfahrungswissen poetisch leise. Ihre Selbsterkundungen sind Sekundärliteratur zum Leben, transzendieren subjektives Lebensgefühl ("Eine Rolle ist ein Bild, das uns zunächst wie ein Selbstbild erscheint"), wenn sie erzählen über "typische Männer von heute. Sie waren schon einmal verheiratet und sind es nicht mehr" oder darüber, dass es "schwieriger geworden ist, von der Liebe zu träumen. Das ist der Preis für die Gleichberechtigung" oder über Politik und Arbeitswelt in Form desillusioniert hinterfragender Erforschung der Koordinaten der eigenen Geschichte - breit nachvollziehbar. (2)
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