Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …
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NERVE - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen
von Jeanne Ryan, Tanja Ohlsen
Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …
Aktuelle Rezensionen(3)
Ich habe das Buch gelesen, weil ich den Film NERVE richtig gut fand – aber leider war das eine Enttäuschung. Obwohl es als Romanvorlage zum Film gilt, hat es kaum etwas mit dem Film gemeinsam. Der Film war für mich deutlich spannender und emotionaler. Wer den Film mochte, wird vom Buch wahrscheinlich eher frustriert sein. Gute Grundidee, aber leider schwach umgesetzt.
Es gibt da eine Aussage die ich sonst als Blasphemie beschimpfe, aber in diesem Fall ist es anders und es bringt mich fast um es zu sagen, aber . . .. der Film war sooo viel besser. Ich geh mich auspeitschen.
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/05/21/nerve-das-spiel-ist-aus-wenn-wir-es-sagen/ In Nerve begleitet man die schüchterne, zurückhaltende Vee, eine ganz normale Schülerin mit einer Leidenschaft fürs Theater. Sie lebt meist im Schatten ihrer extrovertierten besten Freundin Sydney und hasst es, im Mittelpunkt zu stehen. Doch eines Abends entscheidet sie sich spontan, bei Nerve mitzumachen – einem Online-Spiel, bei dem die Teilnehmer immer gewagtere Challenges erfüllen, um dafür Belohnungen zu erhalten. Alles wird dabei live gestreamt, und die Spielerinnen und Spieler riskieren nicht nur ihren Ruf, sondern teilweise sogar ihre Sicherheit. Die Grundidee des Buches ist zweifellos spannend und aktuell. Das Konzept, wie weit junge Menschen für Likes, Ruhm oder materielle Dinge gehen würden, regt zum Nachdenken an – insbesondere im Hinblick auf soziale Medien, öffentliche Selbstdarstellung und Gruppenzwang. Nerve greift diese Thematik auf unterhaltsame Weise auf und entwickelt sich schnell zu einer fesselnden Geschichte, bei der man durch die kurzen Kapitel und zahlreichen Cliffhanger immer weiterlesen will. Trotzdem hat mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugt. Die Herausforderungen, denen sich Vee stellen muss, wirken im Vergleich zur Grundidee und zur Dramatik der Handlung erstaunlich harmlos. Belohnungen wie exklusive Schuhe oder ein Friseurbesuch stehen in keinem Verhältnis zu dem, was die Figuren dabei riskieren. Hier hätte ich mir mehr Konsequenz und Tiefe gewünscht – gerade wenn das Buch auf Spannung und moralische Fragestellungen abzielt. Auch die Figuren bleiben leider eher blass. Zwar sind Vee und ihre Mitspieler wie Ian oder ihre Freunde Sydney und Tommy präsent, doch wirkliche emotionale Tiefe oder Charakterentwicklung bleiben aus. Besonders frustrierend fand ich, dass Vee sich bei fast jeder Challenge darüber beklagt, bei Nerve mitzumachen – und dann trotzdem weitermacht, ohne eine klare innere Entwicklung zu durchlaufen. Ihre Beweggründe bleiben vage, und die Handlungen wirken dadurch teilweise inkonsequent. Der Schreibstil ist jugendlich, direkt und angenehm zu lesen. Jeanne Ryan verzichtet größtenteils auf lange Beschreibungen, stattdessen dominieren Dialoge, die das Erzähltempo hochhalten. Gerade jüngere Leser*innen dürften den Stil als zugänglich und mitreißend empfinden. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch, besonders durch die überraschenden Wendungen und das offene Ende, das zum Nachdenken anregt und eine interessante Verbindung zum Prolog herstellt. Fazit: Nerve ist ein unterhaltsames Jugendbuch mit einer spannenden Grundidee, das sich gut für zwischendurch eignet. Die Thematik rund um Kontrolle, Privatsphäre und Selbstdarstellung ist aktuell und relevant, bleibt aber in der Umsetzung oberflächlich. Die Charaktere wirken austauschbar, die Challenges zu harmlos, um echtes Mitfiebern auszulösen. Dennoch sorgt der flüssige Stil und das hohe Tempo für gute Unterhaltung – ideal für Leser*innen, die ein leichtes, spannendes Buch suchen, ohne zu hohe Erwartungen an Tiefe oder Komplexität zu haben. 3 von 5 Sternen!