Den Selbstmord des eigenen Vaters zu verkraften, das ist keine leichte Aufgabe für einen zwölfjährigen Jungen. Für Adrian bedeutet dies einen denkbar schlechten Start in die Pubertät. Er versucht, sein Trauma durch teilweise bösartige Streiche zu kompensieren. Ein Hauch von "Harold und Maude" schwingt da mit, jenes Kultfilms, in dem der Protagonist durch inszenierte Suizide Aufmerksamkeit sucht. So weit würde Adrian nicht gehen, bei ihm ist immer eine tief melancholische Strömung mit im Spiel. Er wirkt orientierungslos und versucht verzweifelt, etwas Leben zu spüren. Als dann ein gleichaltriges Mädchen verschwindet, wird ein Familiengeheimnis zutage gefördert ... Dem Norweger Lars Saabye Christensen gelingt es geradezu perfekt, Düsteres und geradezu Verstörendes in Worte zu fassen.
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Nachtschatten
Den Selbstmord des eigenen Vaters zu verkraften, das ist keine leichte Aufgabe für einen zwölfjährigen Jungen. Für Adrian bedeutet dies einen denkbar schlechten Start in die Pubertät. Er versucht, sein Trauma durch teilweise bösartige Streiche zu kompensieren. Ein Hauch von "Harold und Maude" schwingt da mit, jenes Kultfilms, in dem der Protagonist durch inszenierte Suizide Aufmerksamkeit sucht. So weit würde Adrian nicht gehen, bei ihm ist immer eine tief melancholische Strömung mit im Spiel. Er wirkt orientierungslos und versucht verzweifelt, etwas Leben zu spüren. Als dann ein gleichaltriges Mädchen verschwindet, wird ein Familiengeheimnis zutage gefördert ... Dem Norweger Lars Saabye Christensen gelingt es geradezu perfekt, Düsteres und geradezu Verstörendes in Worte zu fassen.
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