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Metropol

von Eugen Ruge

Format:Hardcover

Nach dem internationalen Erfolg von "In Zeiten des abnehmenden Lichts" kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie - in einem herausragenden zeitgeschichtlichen Roman.Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen. Im Spätsommer bricht sie mit ihrem Mann und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Die Hitze ist überwältigend, Stalins Strände sind schmal und steinig und die Reisenden bald beherrscht von einer Spannung, die beinahe körperlich greifbar wird. Denn es verbindet sie mehr, als sich auf den ersten Blick erschließt: Sie sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den "Volksfeinden", denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann.Eugen Ruge folgt drei Menschen auf den schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat. Ungeheuerlich ist der politische Terror der 1930er Jahre, aber mehr noch: was Menschen zu glauben imstande sind."Metropol" ist eng mit Ruges Debüt "In Zeiten des abnehmenden Lichts" verbunden, aber auch mit einem Buch seines Vaters, das zeitlich zwischen beiden Romanen steht und die Lücke ausfüllt: Zusammen mit Wolfgang Ruges "Gelobtes Land. Meine Jahre in Stalins Sowjetunion" entsteht eine der wohl umfassendsten und ergreifendsten Erzählungen des deutschen Kommunismus im 20. Jahrhundert.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
432 SeitenHardcover
Erschienen an: 2019-10-08

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.4(12 ratings)
AstridRezension von Astrid

Ein richtiger Schmöker. Im ersten Drittel habe ich mich noch ein wenig schwergetan, am Ball zu bleiben - die lange, träge „Gefangenschaft“ der beiden Protagonist*innen im Luxushotel überträgt ihre Stimmung durchaus auch beim Lesen. Aber dem Autor gelingt es, gut recherchierte historische Tatsachen zu einer durchaus runden und spannenden Geschichte zusammenzufügen. Natürlich lässt mich das Thema ein wenig ratlos zurück. Warum frisst die Revolution derart brutal ihre Kinder? Dass Diktatoren im Sinne ihres Machterhaltes nicht davor zurückschrecken, Oppositionelle zu ermorden, ist - obgleich grausam - nachvollziehbar. Aber welchen Sinn hatte es, im Namen von Stalin überzeugte Stalinist*innen zu beseitigen?

emmavlklRezension von emmavlkl

Ein sehr schöner Roman, um die Geschichte der Revolution in der Sowjetunion zu verstehen. Die Gedanken der Protagonisten sind nachvollziehbar und lässt einen eintauchen in die damalige Zeit

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