Metamedialität und Materialität im Comic Zeitungscomic - Comicheft - Comicbuch
Wie alle Veröffentlichungen unterliegen Comics medialen Bedingungen, die sich direkt und indirekt auf ihre Ausdrucksmöglichkeiten auswirken. So präsentiert sich der Zeitungsstrip auf der Seite als Ganzes, während das Comicheft längere zusammenhängende Bildsequenzen auf Seiten auf- und verteilt, die die Kulturpraxis des Blätterns voraussetzen. Das Buch erscheint als dreidimensionales Objekt, das Comics außer gewisser sozialer Implikationen auch weitreichende gestalterische Möglichkeiten eröffnet. Comicautorinnen und -autoren reflektieren diese Bedingungen und machen sie nicht selten zum Gegenstand metamedialer Werke. Dabei werden die materiellen Eigenschaften der Trägermedien oftmals nicht nur thematisiert, sondern selbst zu Zeichen in einem hybriden semiotischen Gefüge. Raues Papier, ungewöhnliche Heftformate und bedruckte Buchdeckelkanten sind dann nicht bloß dekoratives Beiwerk oder gar paratextuelle Beliebigkeiten, sondern Elemente ästhetischer Strategien, die eines Zugangs jenseits der etablierten Interpretationsansätze bedürfen.
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Metamedialität und Materialität im Comic Zeitungscomic - Comicheft - Comicbuch
Wie alle Veröffentlichungen unterliegen Comics medialen Bedingungen, die sich direkt und indirekt auf ihre Ausdrucksmöglichkeiten auswirken. So präsentiert sich der Zeitungsstrip auf der Seite als Ganzes, während das Comicheft längere zusammenhängende Bildsequenzen auf Seiten auf- und verteilt, die die Kulturpraxis des Blätterns voraussetzen. Das Buch erscheint als dreidimensionales Objekt, das Comics außer gewisser sozialer Implikationen auch weitreichende gestalterische Möglichkeiten eröffnet. Comicautorinnen und -autoren reflektieren diese Bedingungen und machen sie nicht selten zum Gegenstand metamedialer Werke. Dabei werden die materiellen Eigenschaften der Trägermedien oftmals nicht nur thematisiert, sondern selbst zu Zeichen in einem hybriden semiotischen Gefüge. Raues Papier, ungewöhnliche Heftformate und bedruckte Buchdeckelkanten sind dann nicht bloß dekoratives Beiwerk oder gar paratextuelle Beliebigkeiten, sondern Elemente ästhetischer Strategien, die eines Zugangs jenseits der etablierten Interpretationsansätze bedürfen.
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