Empfehlungen basierend auf "Mein Streit mit Hirsch Rasejner. Paris 1948"

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von Meir Shalev

Endlich die neue Familiensaga von »einem der interessantesten und gleichzeitig provokantesten israelischen Autoren der Gegenwart«. Konrad Holzer/Österreichischer Rundfunk, Wien

von Dror Mishani

Mangelnde Fantasie kann tödlich sein. Wenn man nicht wagt, ihn sich vorzustellen, kann es niemals Frieden geben.

von Miklós Nyiszli

Nur wenige Häftlinge haben die Arbeit in den Sonderkommandos in Auschwitz überlebt, noch weniger vermochten je darüber zu berichten. Der jüdische Gerichtsmediziner Miklós Nyiszli gehörte zu denjenigen, die das Grauen nicht nur überlebten, sondern auch Zeugnis von der »finstersten Zeit der Menschheitsgeschichte« ablegen konnten. 1946 erstmals erschienen, schildert der Bericht des ungarischen Juden mit rumänischem Pass, der in Deutschland zum Gerichtsmediziner ausgebildet wurde, minutiös die Abläufe der Vernichtungsmaschinerie. Als Arzt in einem der Krematorien in Auschwitz eingesetzt, war er für zahlreiche Obduktionen verantwortlich und fertigte Berichte an, die meist der vorgesetzte SS-Arzt Mengele abgezeichnet hat. Es handelt sich um die erste Publikation eines Augenzeugen, die aus dem Inneren der Todesfabrik Auschwitz berichtete. 1992 erschien die Schrift erstmals in deutscher Sprache im Karl Dietz Verlag Berlin, jetzt liegt der Band in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe vor, ergänzt um Dokumente, die weitere Details aus Nyiszlis Leidenszeit enthalten, insbesondere über seine Inhaftierung im Lager Auschwitz-Monowitz vor seiner Überstellung nach Birkenau.

von Iris Krumbiegel

„Spring, Marie! Spring aus dem Fenster! Jetzt!“ Dieser eine Satz lässt Marie, die in einem Kinderheim aufgewachsen ist, auch in ihren Träumen nicht los. Sie ahnt, dass er mit ihrer Vergangenheit zu tun haben muss, von der sie bis heute nur wenige Bruchteile kennt. Und sie spürt die Angst, die diese Träume in ihr auslösen. Bis sie eines Tages auf Jo trifft, den Patienten ohne Namen, der nach einem Schädelhirn-Trauma auf ihre Station eingewiesen wird und seit diesem Tag im Wachkoma liegt. Keiner scheint den alten Mann zu kennen oder zu vermissen. Alles, was er bei sich trug, war dieses seltsame Tagebuch, aus dem Marie ihm Nacht für Nacht vorliest. „Lauf, Eli! Lauf!“ Als Jonah und sein jüngerer Bruder dem Transport nach Auschwitz entgehen, gibt er seiner Mutter das Versprechen, Eli zu beschützen. Doch er ahnt nicht, wie schwer es für ihn wird, dieses zu halten. Auf der ständigen Flucht vor den Nazis, gibt es nur wenige Menschen, die sich ihrer erbarmen. Aber auch ihnen gelingt es nicht, die Jungen vor dem gefürchteten Lager zu retten. Mit letzter Kraft kann Jonah verhindern, dass sein Bruder erhängt wird, nachdem ein SS-Arzt ihn für medizinische Experimente missbrauchte. Er verhilft Eli zur Flucht, die ihm selbst, allen Anschein nach, nicht möglich ist. Dabei hofft er bis zum Schluss, dass sie sich eines Tages wiedersehen und er sein Versprechen erfüllen konnte.

von aleida-assmann

Wir haben das 20.Jahrhundert verlassen, aber es hat uns nicht verlassen. Während es immer weniger Zeitzeugen und Überlebende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust gibt, sind wir mehr als sechzig Jahre nach den traumatischen Ereignissen weiterhin intensiv damit beschäftigt, dieser Vergangenheit eine Erinnerungsgestalt zu geben. Aleida Assmann untersucht in diesem klar und anschaulich geschriebenen Buch, das sich beherzt über Fächergrenzen hinwegsetzt, unterschiedliche Wege, die von individuellen zu kollektiven Konstruktionen der Vergangenheit führen, und geht den Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken nach. Ein unentbehrlicher Wegweiser für alle, die nach der Gegenwart und der Zukunft der Erinnerung fragen.

von Helga Pollak-Kinsky, Hannelore Brenner

Aus dem Nachwort von Peter Gstettner: „Die Geschichte von Helga Pollak ist ein Modellfall der Erinnerung und des Gedenkens an das Schicksal der europäischen jüdischen Kinder. Ihre autobiografischen Azftzeichnungen sind vergleichbar mit dem Tagebuch der Anne Frank." Peter Gstettner, Professor für Erziehungswissenschaft und Historiker, Klagenfurt Mehr Infos auf der Website von Edition Room 28 www.edition-room28.de

von Andrea Löw

Die Erste Große, Vielstimmige Erzählung Über Die Erfahrungen Der Jüdinnen Und Juden, Die Während Des Nationalsozialismus Aus Dem Deutschen Reich Ins Besetzte Osteuropa Deportiert Wurden. Auf Basis Hunderter Briefe, Postkarten, Tagebücher, Video-aufzeichnungen Und Vieler Weiterer Quellen Verwebt Die Historikerin Andrea Löw Die Individuellen Geschichten Zu Einem Erschütternden Zeugnis. Ein Zeugnis, Das Umso Wichtiger Ist, Als Die Letzten Überlebenden Opfer Der Shoah Bald Nicht Mehr Selbst Erzählen Können. Ab Herbst 1941 Wurden Die Im Deutschen Reich Verbliebenen Jüdinnen Und Juden Systematisch Nach Osten Deportiert. Der Deportationsbefehl War Unerbittlich - Ein Koffer War Erlaubt, Es Blieb Kaum Zeit, Um Alles Zu Regeln Und Abschied Zu Nehmen. Dann Wurden Die Menschen Aus Ihrem Bisherigen Leben Gerissen. Wer Konnte, Schrieb Briefe An Verwandte, In Denen Sie Ihnen Und Sich Selbst Mut Machen, Aber Auch Ihre Sorgen Und Ängste Thematisieren. Auch Während Des Transports, In Den Ghettos Und Den Lagern Schrieben Die Menschen Briefe Und Postkarten, Es Sind Tagebücher Und Chroniken Überliefert, Die In Der Situation Selbst Entstanden Sind - Das Macht Diese Zeugnisse So Unmittelbar. Aus Den Stimmen Der Einzelnen Menschen Komponiert Andrea Löw Eine Erzählung, Deren Lektüre Die Ganze Ungeheuerlichkeit Des Verbrechens Emotional Bewusst Macht. Indem Sie Selbst Zu Wort Kommen, Werden Die Menschen Sichtbar - Als Mütter, Kinder, Großeltern, Als Liebende, Als Junge Und Alte. Sie Schildern Ihre Ängste Und Hoffnungen, Die Stationen Bis Zur Abreise, Den Transport, Das Überleben Im Ghetto. Die Meisten Erwartete Am Ziel Der Sichere Tod, Die Überlebenden Berichten Von Gefangenschaft, Flucht Und Rettung. Sie Alle Waren Menschen, Die Unfassbares Erleben Mussten - Dieses Buch Bringt Sie Uns Ganz Nah, Mit All Ihrem Mut Und Ihrem Leid. Wer Wissen Möchte, Was Sich Hinter Den Namen Und Orten Auf Den Vielen Stolpersteinen In Deutschen Städten Verbirgt, Findet Die Geschichten Der Menschen In Diesem Buch. Aus Berlin Und Hamburg, Leipzig Und München, Dresden, Stuttgart, Köln, Hannover, Wien, Breslau Oder Stettin Und Vielen Anderen Orten. Andrea Löw. Eine Kollektive Erzählung Auf Basis Hunderter Zeugnisse--dust Jacket Cover. Includes Bibliographical References And Sources (pages 332-356) And Index.

von Thomas Buergenthal

Rare Book

von Wiesław Kielar

Wiesław Kielar wurde 1940 mit dem ersten Transport aus dem Gefängnis Tarnów als politischer Häftling nach Auschwitz deportiert. Fast fünf Jahre lang war er unmittelbarer Zeuge des Verbrechens. Jahre später hat er über das Erlebte geschrieben. Sein Bericht stellt die Realitäten des Lagers und die Normalität der Brutalität in kompromissloser Schonungslosigkeit dar. Mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe beschreibt er die fürchterlichen Lebensbedingungen, die Hierarchien und Abläufe.Kielars vielschichtige Erinnerungen sind mehr als eine Chronik der Fakten, mehr als ein Blick in das System der national-sozialistischen Vernichtungslager: Sie sind ein wichtiges Dokument menschlicher Haltung inmitten menschlicher Niedertracht.Die Neuausgabe erscheint mit einem Vorwort von Siegfried Ressel.

von Carsten Schliwski

Diese kurze, aber konfliktreiche Geschichte des Staates Israel steht im Zentrum dieses Bandes, dessen Neuausgabe auch die aktuelle Diskussion um die Nahostpolitik des US-Präsidenten Donald Trump in den Blick nimmt.