Format:Hardcover

À quatorze ans, Virginie, Marie et Thomas sont arrachés à leurs familles sur ordre du gouvernement canadien. Avec les autres enfants innus du village, ils sont conduits dans un pensionnat, à près de mille kilomètres de chez eux, pour y être éduqués. Là-bas, il leur est interdit de parler leur langue, leurs cheveux sont rasés, leurs objets personnels confisqués. Ils ne sont désormais plus qu’un numéro. Soixante-dix ans plus tard, l’avocate Audrey Duval cherche à comprendre ce qu’il est advenu des trois jeunes Innus mystérieusement disparus… Écrivain et journaliste à Montréal, Michel Jean est issu de la communauté innue de Mashteuiatsh. Il est notamment l’auteur de Kukum , roman vendu à plus de 200 000 exemplaires au Québec, traduit en plusieurs langues et couronné des prix littéraires France-Québec, Vleel et Nature nomade.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
220 SeitenHardcover
Erschienen an: 2022

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.5(2 ratings)
HannaRezension von Hanna

Der Roman über das Schicksal der First Nations in Kanada verbindet zwei Zeitebenen miteinander. In der Gegenwart begleiten wir die junge, engagierte Anwältin Audrey Duval, die versucht ehemaligen Schüler:innen des kirchlich geführten Internats Fort George zu ihrer Entschädigung zu verhelfen. In Kanada gab es (ebenso wie in den USA) Internate, in denen man die Kinder der indigenen Bevölkerung "zivilisieren" wollte. Welche Gräueltaten (TW: Kindsmissbrauch, Suizid) dort unter diesem Vorwand passiert sind, erfährt man anhand der Geschichte dreier Inuit, die aus dem Leben bei ihren Familien gerissen wurden, um "eine bessere Zukunft zu haben". Die Begegnungen der Anwältin mit Inuit in der Gegenwart, zeigen jedoch sehr deutlich welch fatalen Folgen dieses brutale Vorgehen für das weitere Leben dieser Kinder hatte - Suchtprobleme, Entwurzelung und Einsamkeit. Zu Beginn fand ich die Geschichte ein wenig repetitiv und die Charaktere hätten wohl eine Spur besser entwickelt sein können, trotzdem hat mich das Buch nach ein paar Kapiteln in seinen Bann gezogen. Ich habe mir oft gewünscht, dass das, was ich lese, reine Fiktion ist, der Roman beruht jedoch auf historischen Tatsachen und ist auch Verwandten des Autors gewidmet, die dieses Internat besucht haben. Die an den indigenen Völkern Amerikas verübten Verbrechen sind ein komplexes Thema, dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen und daher auf jeden Fall viel mehr Aufmerksamkeit verdienen!

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