In dem kleinen abgelegenen Städtchen Björnstadt dreht sich alles ums Eishockey. Als die Juniorenmannschaft vor einem wichtigen Spiel steht, keimt Hoffnung auf, auf eine bessere Zukunft und neue Sponsoren. Doch es geschieht etwas Unglaubliches, das das Leben der Menschen für immer verändert.
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Kleine Stadt der großen Träume (Beartown, #1)
von Fredrik Backman
In dem kleinen abgelegenen Städtchen Björnstadt dreht sich alles ums Eishockey. Als die Juniorenmannschaft vor einem wichtigen Spiel steht, keimt Hoffnung auf, auf eine bessere Zukunft und neue Sponsoren. Doch es geschieht etwas Unglaubliches, das das Leben der Menschen für immer verändert.
Aktuelle Rezensionen(3)
Die erste Hälfte des Buches war leider für mich langweilig, danach war es ganz gut. Auch muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass cirka jede Seite ein Perspektivenwechsel ist.
*4,5
Es gibt immer irgendwann einen Punkt im Leben, an dem man sich entscheiden muss auf wessen Seite man sich stellt und ob man der Mensch ist, der man sein will. Dieses Buch handelt von diesen Entscheidungen. Ich muss zugeben das mich dieses Buch regelrecht überrollt hat. Ich hätte nicht gedacht, das es mich so erwischen würde. Es gibt Themen die mir persönlich sehr am Herzen liegen und gerade dann bin ich besonders kritisch.* Ich finde das Backman mit so vielem sehr einfühlsam umgegangen ist. Gleichzeitig gelingt es ihm auch, realistische Figuren zu zeichnen. Es ist an vielen Stellen dadurch keine ganz einfache Lektüre für mich gewesen, weil ich sehr wütend wurde. Auch weil mir klar ist, das es gerade auch im Sport immer wieder genau solche Ereignisse gibt. Die Menschen in Björnstadt könnten in jeder Nachbarschaft wohnen, ihre Reaktionen und auch weshalb sich Menschen für die ein oder andere Seite entscheiden waren extrem realistisch. Vielen davon geht es um die eigene Stellung, die eigene Position innerhalb dieses Geflechts, das sich rund um den Eishockeysport gesponnen hat. Wie sich einzelne Figuren darin positionieren, zeigt sehr genau auf, das die Einschätzung von Wahrheit und Gerechtigkeit allzu oft an den Menschen hängt, die davon profitieren, wenn sie selbst diese so auslegen, wie es ihnen selbst am besten von Nutzen ist. Das eigene Moralempfinden wird davon all zu oft überlagert und plötzlich ist man sehr schnell dabei, sich der Meinung anzuschließen, die einem selbst am wenigsten weh tut. Unabhängig davon, ob die Person die diese Meinung vertritt die Wahrheit sagt oder nicht. Einige der Figuren haben mich dabei sehr beeindruckt, vor allem weil sie beschließen für andere einzustehen und sie nicht im Stich zu lassen. Und sogar ihre Freundschaften hinterfragen, selbst wenn es bedeutet das der beste Freund keiner mehr ist. Andere haben mich mit am Ende ziemlich enttäuscht, auch weil sie mir im Grunde sympathisch erschienen waren. Aber auch das ist Teil der Realität. Menschen die man mochte, können einen enttäuschen. Das heißt nicht automatisch das sie zutiefst schlechte Menschen wären, das bedeutet oft einfach, das sie Entscheidungen treffen, die man selbst nicht mittragen kann. Was mich an diesem Roman aber am meisten beeindruckt hat, ist das ich mich trotz der harten Thematik oft extrem wohl mit der Lektüre gefühlt habe. Man kann tief in die Handlung eintauchen, ich war im Grunde in Björnstadt und vieles hat mich so berührt, das ich mich heute Nachmittag lange beruhigen musste, weil ich immer noch so wütend war. Trotzdem gibt es Menschen die Haltung zeigen und das hinterlässt dieses hoffnungsvolle Gefühl, dass das Buch trotz allem so positiv macht. Für mich definitiv ein Highlight!