3.9

Kissing Lessons

von Helen Hoang, Anita Nirschl

Format:Softcover

Hoang landet einen Volltreffer mit ihrem herausragenden Debüt … Die Figuren und der Stil machen diesen Liebesroman zu einem der besten des Genres.

Romance
416 SeitenSoftcover
Erschienen an: October 15, 2019

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.9(52 ratings)
JelaRezension von Jela

süsse Story für Zwischendurch- Handlung absolut absehbar. Kein Plot Twist vorhanden

EniRezension von Eni

4,5/5 ⭐️

Rezension von

Eine tolle Geschichte mit einem wunderbaren Schreibstil.

JackyRezension von Jacky

Ich bin begeistert ♥️ Pretty Woman mit vertauschten Geschlechterrollen. Liebenswerte, ehrliche Charaktere und viele unterhaltende Situationen. Ich freue mich schon auf Band 2 (Love Challange)

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Tatsächlich sticht der Roman eher heraus, weil gleich mehrere Konstellationen ungewöhnlich sind. Zumindest für einen Roman der einen Hype auslöst, wie es "The Kiss Quotient" in Amerika gelungen ist. 1. Die weibliche Hauptfigur ist Autistin: Es war Helen Hoang wichtig, wie sie im Nachwort schreibt, einen Blick auf eine Frau, die Autistin ist zu zeigen. Bei ihrer Recherche zum Thema, fiel ihr nämlich auf, das die gesellschaftliche Wahrnehmung diese quasi ausschließt und nur Darstellungen von Männern eine Rolle spielen. Einerseits ist Stella doch etwas passend zum Klischee in einem Beruf der viel mit Mathematik zu tun hat. Andererseits ist sie als Frau in einer sehr gut bezahlten Stellung. Letztendlich hat mir dieser Punkt gefallen, eben weil sie keine Arbeit hat, die ehrlich gesagt für Frauenfiguren in Liebesromanen gerne mal typisch ist. Ihre Eltern behandeln Stella hi und da wie ein rohes Ei, unterstützen sie aber in allem, was sie dazu bringt sich weiter zu entwickeln. Durch Stellas Blickwinkel, erfährt man viel über ihre Gefühls und Gedankenwelt, die für jemanden ohne Autismus schwierig nachzuvollziehen ist. Ich gebe zu, das ich fast fand, es tauchten etwas wenig Probleme auf. Die Annäherung an Michael ging mir hi und da etwas arg schnell. 2. Ein Mann als "Escortboy": Auch wenn er sich nur selbst einmal abfällig so bezeichnet in einer Situation, in der er sich selbst abwertet: Michael ist ein Mann, der sich prostituiert. Das wird schnell deutlich. Ich fand es gelungen, das die Autorin gerade auch bei Michael, mit mehr als einem Gender-Klischee bricht. Seine Familie ist großartig. Fast ein bisschen schade, das man von ihnen nicht noch ein klein wenig mehr liest. Ich fand das dieser Punkt hi und da wirklich etwas zu kurz kam. Außerdem fand ich seine Ausgangssituation zum Teil etwas überzogen. Meiner Meinung nach wurde da zu tief in die Tränenkiste gegriffen. Aber so als Figur fand ich ihn toll. Vor allem weil er keine dieser Figuren ist, die wegen ihrer Vergangenheit zum absoluten "Arschloch" mutiert sind und sich Frauen gegenüber unmöglich verhalten. Ich habe dadurch wirklich gut verstanden, weshalb Stella sich in ihn verliebt. Hi und da hätte ich aber etwas weniger "Sie ist die eine Frau auf der Welt, die ganz anders ist als alle andern" gewünscht. Es ist auch verständlich, weshalb Michael mit Stella so gut klar kommt. Er hat schon Erfahrungen mit Autismus gemacht und kann sie daher eben aufgrund dessen gut verstehen. Das fand ich gut, weil die Autorin so drumherum kommt, das Michael sich irgendetwas anlesen muss oder eine Figur ihn belehren muss. Dadurch kann sich die Geschichte so entwickeln, wie sie es am Ende tut. Außerdem begegnet er Stella immer auf Augenhöhe! 3. Dirty Talk kann Frauen einfach auch gefallen (wie es eben auch Menschen gibt, die das nicht mögen): Ich fand die Liebesszenen zwischen den beiden echt gut. Keine peinlichen Beschreibungen, keine Göttin-Erwache in-mir gequatsche oder bescheuerte Namen für Geschlechtsorgane. Außer in den Dirty-Talk-Sequenzen, die ich wirklich gelungen fand. Es gibt Menschen die das mögen und das darf man auch einfach mal schreiben. Für mich hat das an den Stellen, die erotische Komponente unterstützt. Außerdem übertreibt es Hoang auch nicht. Ich fand es war schön Ausgewogen. Es gibt genug Handlung drumherum, keine Angst. ;) Der Roman hat in den USA vor ein paar Jahren (er ist schon 2016 im Original erschienen) für einen ziemlichen Hype gesorgt. Sicher auch wegen der Hintergrundgeschichte. Helen Hoang fand während ihrer Recherche zu ihrer Romanidee heraus, das es starke Parallen zu ihrem eigenen Leben und dem, was sie über Autismus speziell Autistinnen las,gibt. Daraufhin lies sie sich untersuchen und dabei wurde Asberger diagnostiziert. Sie schreibt in ihrem Nachwort darüber, wie dies auch dafür gesorgt hat, sich selbst besser zu verstehen. Ihr Roman ist für sie ein Teil der Sichtbarmachung von Frauen und Autismus, da oftmals nur Männer im Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung stehen. Dort schreibt sie auch darüber, das sie nicht den Anspruch erhebt "den" einen Roman über Autistinnen zu schreiben. Stella und ihr Roman erheben nicht den Anspruch, alle Erfahrungen die Autistinnen machen, abzudecken. Es ist ein Blickwinkel, aber eben einer von vielen. Das fand ich echt gut. Insgesamt finde ich das der Roman wirklich eine schöne Liebesgeschichte erzählt, auch wenn ich vor allem Michaels Hintergrundgeschichte, als etwas zu überzogen empfunden habe. Zudem kam mir auch Stellas Familie etwas zu kurz. Gerne hätte ich sie auch mehr in Interaktion mit anderen Figuren erlebt, vor allem ihr Kollege Phillip wäre ein interessanter Konfliktpunkt gewesen. Außerdem fand ich auch, das sich manches zwischen Michael und Stella zu schnell entwickelt. Etwas langsamer hätte mir persönlich da besser gefallen. Ich persönlich fand, das man merkt, das die Autorin aus eigener Erfahrung heraus schreibt und sich zwar schon auch informiert hat. Aber die Probleme die Stella im Umgang hat, trotzdem wirklich versteht. Alles in allem fand ich "Kissing Lessons" aber wirklich gut!! Ich freue mich auf die beiden weiteren Romane, die 2020 von Hoang auf deutsch veröffentlicht werden.

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