4.0

Keine besonderen Auffälligkeiten

von Sophie Sumburane

Format:Softcover
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Oktober 1989, ein Dorf in Brandenburg. Eine Frau wird in einer Kleingartenanlage getötet, der Mörder kann entkommen. In den nächsten Monaten bringt er vier weitere Frauen und ein Baby um. Angst und Verdächtigungen erschüttern die Dorfgemeinschaft, während fünfzig Kilometer weiter östlich die Mauer fällt. Die Polizei ist überfordert, dezimiert durch Abwanderung nach Westen und aufgeflogene Stasimitarbeiter. Die Sensationspresse scheint im wiedervereinten Deutschland ausloten zu wollen, wie weit man mit dem Leben von Menschen gehen kann, bevor die Berichterstattung selbst zum Verbrechen wird. Im Dorf leben auch die beiden Freundinnen Hedi und Gabi. Während Hedis Verlobter sie zu Hause isoliert, nimmt Gabi die Sache selbst in die Hand: Sie bewirbt sich als Reporterin bei der Bild-Zeitung und erhält so Einblick in die Ermittlungen … »Keine besonderen Auffälligkeiten« ist ein packender Kriminalroman nach einem wahren Fall, mit dem Sophie Sumburane die Mechanismen des Genres True Crime hinterfragt. Parallel zum Erscheinen des Buches wird die dreiteilige Doku »Rosa Riese« in der ARD-Serie »Crime Time« zu sehen sein, die Sophie Sumburane bei ihren Recherchen und bei Interviews vor Ort begleitet hat (Ausstrahlung in der ARD am 23. Februar 2026 sowie in der Mediathek).

Mystery, Thriller, Horror & Crime
Softcover
Erschienen an: March 2, 2026

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.0(3 ratings)
Jacqueline RömerRezension von Jacqueline Römer

True Crime Die Geschichte basiert auf einer Mordserie in Brandenburg zwischen Herbst 1989 und 1991. Die ersten beiden Morde sind zunächst in den Wendewirren fast gänzlich untergegangen. Auch Mord Nr. 3 droht eine Randnotiz zu werden. Erst die nächste Mordtat schafft es, Aufmerksamkeit zu erregen. Später schreibt der Fall Geschichte aufgrund der hemmungslosen Art und Weise, wie die Boulevardpresse über die Fälle berichtet. Der Krimi wendet sich nicht nur dem Täter zu, betrachtet nicht nur die Taten. Er nimmt einerseits die Opfer in den Blick, aber auch die Menschen aus dem Umfeld der Opfer. Die Autorin bedient sich hierzu einiger fiktiver Charaktere. Und es wird auch die unrühmliche Rolle der Presse dargestellt. Die Erzählweise mit ihren verschiedenen Perspektiven fand ich sehr interessant und abwechslungsreich. Ich-Erzählerinnen wechseln sich ab mit personalem Erzähler und dem Inhalt von Polizeiprotokollen. Ich bin ja sonst keine große Krimileserin, aber das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich denke, ich werde mal wieder zu True Crime greifen.

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