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Katzen, die wir auf unserem Weg trafen

von Nadia Mikail, Uwe-Michael Gutzschhahn, Nate Ng

Format:Softcover
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Der schönste Weltuntergang, seit die Erde existiertDie siebzehnjährige Aisha hat ihre Schwester June seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Und nun, da die Welt in neun Monaten untergeht – ein Meteorit fliegt geradewegs auf die Erde zu –, beschließen sie und ihre Mutter, dass es an der Zeit sei, sie aufzuspüren und die Wunden, die sie sich zugefügt haben, zu heilen. Zusammen mit Aishas Freund Walter und dessen Eltern (und Flohsack, dem streunenden Kater) machen sie einen Roadtrip vom Norden in den Süden Malaysias in einem wild dekorierten Wohnmobil – um mit der Vergangenheit abzuschließen, die Gegenwart zu bewältigen und trotz allem auf die Zukunft zu hoffen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
224 SeitenSoftcover
Erschienen an: August 14, 2025

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Aktuelle Rezensionen(3)

2.8(7 ratings)
ManuRezension von Manu

Die Welt wird untergehen, auf der ganzen Welt bricht Chaos aus und mittendrin Aisha mit ihrer Familie. Nach dem Tod des Vaters lebt sie mit ihrer Mutter zusammen, ihr Freund Walter geht mit ihr durch dick und dünn, und plötzlich hat ihre Mutter einen Wunsch: sie will nach June, ihrer Tochter und Aishas Schwester suchen. Diese hat vor drei Jahren das Zuhause verlassen und seitdem nichts mehr von sich hören lassen. Und schon startet ein Roadtrip in Begleitung einer curryfarbenen Katze, die Walter zugelaufen ist. Sie finden June, die plötzlich einen kleinen Jungen bei sich wohnen hat. Kommt es vor dem Weltuntergang noch zur Versöhnung? Zuerst sei mal gesagt: besagte Katze ist und bleibt die einzige Katze in diesem Buch, sie hat auch nur eine kleine Nebenrolle. Der Rest ist eigentlich gut geschrieben, schon von der ersten Seite an spürt man die Untergangsstimmung, die Hoffnungslosigkeit, die Leere. Doch leider wird nicht viel draus gemacht, das Ende bleibt relativ offen. Trotzdem ein gutes Buch, mit präzise gezeichneten Charakteren und dystopischer Grundstimmung.

Cassiopeia CLZRezension von Cassiopeia CLZ

"All diese Geschichten würden nicht weiterleben, dachte Aisha. Aber spielte das eine Rolle? Hier, unter diesem Nachthimmel wanden sich all die Worte zu den Sternen empor, und die Sterne würden sie bewahren, und die Sterne würden sie den Wellen erzählen, und die Wellen würden an Land spülen, sich zurückziehen und wiederkommen, auch wenn sie alle tot waren. Und auch wenn das nichts bedeutete und diese Geschichten nicht fortlebten, so lebten sie doch jetzt. Reichte das nicht? Es würde reichen müssen. Sie würden dafür sorgen, dass es reichte, wenn diese Ge-schichten jetzt lebten." Der Jugendroman Katzen, die wir auf unserem Weg trafen beginnt mit einer ebenso schlichten wie erschütternden Ausgangslage. Die Welt wird enden. Ein Meteoroit wird die Erde treffen und alles Leben auslöschen. Der Menschheit bleibt nur noch etwa ein Jahr. Im Zentrum der Geschichte steht Aisha, die eigentlich gerade am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Nach ihren bestandenen Prüfungen träumt sie von Freiheit, Studium und neuen Erfahrungen. Doch genau in diesem Moment wird ihr diese Zukunft genommen. Besonders eindrücklich ist die Szene, in der sie die Nachricht vom Weltuntergang erfährt. Ein unbeschwerter, fast romantischer Augenblick, mit ihrem Freund, kippt abrupt ins Verderben. Gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Freund Walter und dessen Eltern macht sie sich schließlich auf den Weg nach Kuching, dem Ort ihrer frühen Kindheit und zugleich dem Ort, an dem sie ihre verschwundene Schwester June vermuten. Entgegen der Erwartungen entwickelt sich die Geschichte jedoch weniger als klassische Reiseerzählung, sondern verlagert ihren Fokus schnell auf das Ankommen. June wird vergleichsweise früh gefunden und der eigentliche Kern der Handlung liegt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem bewussten Erleben der verbleibenden Zeit. Aisha ist eine emotional vielschichtige Protagonistin. Sie schwankt zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Versuch, sich vor weiterem Schmerz zu schützen. Ihre Angst vor Bindungen wirkt nachvollziehbar und macht sie greifbar. Walter hingegen bleibt über weite Strecken sehr konstant. Er ist ruhig, unterstützend und optimistisch. Das macht ihn zwar sympathisch, aber auch etwas eindimensional. Am Ende zeigt sich jedoch auch, dass Walter mehr Tiefe besitzt, als zunächst den Anschein hat, da er mit seinen eigenen Gefühlen deutlich reflektierter und reifer umgeht, diese jedoch bewusst nicht nach außen trägt. Thematisch konzentriert sich der Roman stark auf das Innenleben seiner Figuren. Der Weltuntergang bleibt eher Hintergrund als treibende Kraft der Handlung. Stattdessen geht es um Familie, Verlust, Versöhnung und die Frage, wie man mit begrenzter Zeit umgeht. Eine besonders eindrückliche Ergänzung ist die Darstellung einer hypothetischen Zukunft, also eines Lebens, das Aisha hätte führen können, das ihr jedoch verwehrt bleibt. Die zentrale Botschaft ist klar. Im Hier und Jetzt leben, Bindungen zulassen und die gemeinsame Zeit wertschätzen, auch und gerade weil sie endlich ist. Hoffnung zeigt sich hier weniger in der Möglichkeit zu überleben als im bewussten Miteinander. Das Ende bleibt offen. Ob die Welt tatsächlich untergeht, wird nicht eindeutig beantwortet. Dennoch fühlt sich die Geschichte abgeschlossen an. Die Familie ist vereint, Konflikte sind zumindest teilweise verarbeitet und Aisha hat eine spürbare Entwicklung durchlaufen. Insgesamt ist der Roman ein ruhiges, nachdenkliches Jugendbuch, das weniger durch Spannung als durch seine emotionalen und thematischen Schwerpunkte überzeugt. Auch wenn ich es nicht unbedingt aktiv weiterempfehlen würde, hat es mir insgesamt gut gefallen, insbesondere wegen seiner Botschaften über das Leben, die Zeit und den Wert von Beziehungen.

ChristinaRezension von Christina

Ich bin ein absoluter Katzenmensch. Daher war ich zunächst sehr begeistert von dem Cover und dem Titel dieses Buches. Zurecht (?) erwartete ich, dass die Geschichte auch viel von Katzen erzählt, im Kontext der Geschichte eventuell, wie solche Wesen uns in schweren Zeiten beistehen können. Stattdessen bekam ich eine Geschichte, in der zwar eine Katze vorkam, diese aber eher negativ beschrieben wurde, da die Protagonistin so gar nichts mit der Katze anfangen kann. Hätte ihr Freund diese Katze nicht gewollt, würde auch diese Katze aus dem Buch verschwinden. Die Geschichte handelt vor allem von dem Wunsch der Protagonistin, ihre Schwester wiederzusehen, vor allem da die Welt bald untergehen soll. So far, so good, würde ich sagen. Aber das ist auch der einzige Handlungsstrang, den es gibt. Dadurch wurde das Buch für mich sehr schnell langweilig und zog sich sehr in die Länge. Ich muss also leider sagen, dass ich sehr enttäuscht wurde von dem Buch und es nicht weiterempfehlen würde.

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