Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd am Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den ungewöhnlichen Jungen. Doch nutzen sie ihn aus, wann immer sich die Möglichkeit bietet. Martin jedoch verfügt über ein reines Herz und einen wachen Verstand, der ihn Verbrechen erkennen lässt. Als der schwarze Reiter aus den alten Legenden auftaucht und ein Mädchen raubt, steht für Martin fest, dass er diesem Spuk ein Ende setzen muss. Mit seinem Kumpan, dem Maler verlässt er sein Dorf und bricht auf zu einer Odyssee, auf der er nicht nur menschlichen Abgründen nachspürt, sondern auch seinen Fähigkeiten.
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Junge mit schwarzem Hahn
Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd am Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den ungewöhnlichen Jungen. Doch nutzen sie ihn aus, wann immer sich die Möglichkeit bietet. Martin jedoch verfügt über ein reines Herz und einen wachen Verstand, der ihn Verbrechen erkennen lässt. Als der schwarze Reiter aus den alten Legenden auftaucht und ein Mädchen raubt, steht für Martin fest, dass er diesem Spuk ein Ende setzen muss. Mit seinem Kumpan, dem Maler verlässt er sein Dorf und bricht auf zu einer Odyssee, auf der er nicht nur menschlichen Abgründen nachspürt, sondern auch seinen Fähigkeiten.
Aktuelle Rezensionen(3)
Ich hatte von dem Buch eigentlich gar nicht viel erwartet und habe es nur gekauft, weil mein Quartalskauf bei der Büchergilde anstand, aber am Ende war es eines meiner bisherigen Jahreshighlights – und das, obwohl es nur knapp 220 Seiten hat. Es ist eigentlich das perfekte Buch für einen düsteren Herbsttag, eher nicht für den Hochsommer. Im Mittelpunkt stehen der elfjährige Martin und sein bester Freund, ein schwarzer Hahn, den viele für den Teufel halten. Die Geschichte spielt im Mittelalter (vermute ich, die Geschichte selbst bleibt hier vage) zu Zeiten des Krieges und hat eine ganz eigene, fast märchenhafte Düsternis. Und trotzdem steckt sie voller Wärme, denn Martin hat einen absolut reines Herz, auch wenn seine Wegbegleiter es ihm nicht einfach machen. Stefanie vor Schulte schreibt in einer Sprache, die sich stellenweise fast wie Poesie liest. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch seinen Weg zu mir gefunden hat.
Ein eher dunkles, historisches „Märchen“. Sehr intensiv in der Sprache. Man ist findet sich recht schnell mitten drin in der Geschichte.
Ein Auszug davon läuft mir über den Weg und hält sich auf eigentümliche Weise in mir fest. Also lese ich das Buch über den einsamen Jungen Martin und seinen (sprechenden) Hahn. Die gewählte Erzählform des Märchens im Präsenz, die kurzen Sätze, die einfache Wortwahl (das Dorf, die Kirche, der Maler) ist wunderlich-Neugierde weckend. Schnell geht es hinein und es wird roh, brutal, aber auch rührend und weise. Es herrscht Krieg in dem durch Leid, Hunger und Hoffnungslosigkeit feudalistischen Land. Und Martin und sein Hahn ziehen als wundersame Helden durch die Geschichte und verbreiten auf ihre Art Gutes unter den Menschen. Am Ende findet er, wonach er sich die ganze Zeit gesehnt hat. Ich klappe das Buch zu.