Empfehlungen basierend auf "Jüdische Leben"
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von Tatiana Rosnay
Einer der ergreifendsten Romane über das Schicksal jüdischer Kinder im HolocaustParis im Sommer 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird nach der Deportation durch die französische Polizei von ihren Eltern getrennt. Nach angstvollen Tagen gelingt ihr die Flucht. Sie muss ihren kleinen Bruder retten, den sie zu Hause im Wandschrank versteckt hat – den Schlüssel dazu hält sie in der Hand ... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Julia heraus, dass die Pariser Wohnung ihrer Schwiegereltern einmal Juden gehört hat. Sie ahnt noch nicht, dass die Spurensuche ihr Leben vollkommen verändern wird.
von Barbara Yelin
"ERSCHÜTTERND, POETISCH UND SCHÖN." NORA KRUG Emmie Arbel überlebte als kleines Mädchen die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. David Schaffer entkam dem Genozid in Transnistrien, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Die Brüder Nico und Rolf Kamp versteckten sich in den Niederlanden dreizehn Mal vor ihren Mördern. Zusammen mit den Überlebenden haben drei international bekannte Zeichner:innen deren Geschichten in Graphic Novels erzählt, die unvergesslich vor Augen führen, was der Holocaust für Kinder bedeutete – und nicht nur für sie. Nur wenige Zeitzeugen des Holocaust leben noch. Die meisten von ihnen haben Verfolgung und Massenmord als Kinder traumatisch erlebt. Dieses Buch will die Erinnerung an den Holocaust in der Zusammenarbeit von Überlebenden und Zeichner:innen auf ungewöhnliche Weise bewahren und weitergeben, gerade auch an eine junge Leserschaft, indem es eingespielte Sehgewohnheiten und Bilder vom Holocaust aufbricht. Ausgewiesene Zeithistoriker:innen erklären in knappen, instruktiven Nachworten den Kontext der Geschichten, die aber auch ohne solche Erläuterungen unmittelbar und auf ergreifende Weise ein unfassbares Geschehen lebendig werden lassen.
von Anne Frank
ein sorgfältig dokumentiertes Stück Zeitgeschichte, das in jeden Bücherschrank gehört.
von Rashid Khalidi
Rashid Khalidi, Nachfolger Edward Saids an der Columbia University und einer der führenden Historiker des Nahen Ostens, stützt sich auf eine Fülle von unerschlossenem Archivmaterial und die Berichte von Generationen seiner Familienmitglieder. Er zeichnet die Geschichte eines hundertjährigen Kolonialkriegs gegen die Palästinenser nach.
von Miklós Nyiszli
Nur wenige Häftlinge haben die Arbeit in den Sonderkommandos in Auschwitz überlebt, noch weniger vermochten je darüber zu berichten. Der jüdische Gerichtsmediziner Miklós Nyiszli gehörte zu denjenigen, die das Grauen nicht nur überlebten, sondern auch Zeugnis von der »finstersten Zeit der Menschheitsgeschichte« ablegen konnten. 1946 erstmals erschienen, schildert der Bericht des ungarischen Juden mit rumänischem Pass, der in Deutschland zum Gerichtsmediziner ausgebildet wurde, minutiös die Abläufe der Vernichtungsmaschinerie. Als Arzt in einem der Krematorien in Auschwitz eingesetzt, war er für zahlreiche Obduktionen verantwortlich und fertigte Berichte an, die meist der vorgesetzte SS-Arzt Mengele abgezeichnet hat. Es handelt sich um die erste Publikation eines Augenzeugen, die aus dem Inneren der Todesfabrik Auschwitz berichtete. 1992 erschien die Schrift erstmals in deutscher Sprache im Karl Dietz Verlag Berlin, jetzt liegt der Band in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe vor, ergänzt um Dokumente, die weitere Details aus Nyiszlis Leidenszeit enthalten, insbesondere über seine Inhaftierung im Lager Auschwitz-Monowitz vor seiner Überstellung nach Birkenau.
von Victor Klemperer
„Die Tagebücher stellen alles in den Schatten, was jemals über die NS-Zeit geschrieben wurde.“ Die Zeit Der Weltbestseller, dessen Bedeutung nur noch mit dem Tagebuch der Anne Frank zu vergleichen ist, erscheint 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in neuer, bibliophiler Ausstattung und in revidierter Textgestalt.
von Lee Yaron
Die Chronologie des 7. Oktober der israelischen Journalistin Lee Yaron auf Basis von Interviews mit Überlebenden gehört schon jetzt zu den bedeutendsten Dokumentationen der Literaturgeschichte.
von Raul Hilberg
Neuauflage des monumentalen Werks über den deutschen Zivilisationsbruch, das deutsche Historiker einst verhinderten und an das kein anderes heranreicht.
von Abba Naor, Helmut Zeller
Als Abba Naor Am 2. Mai 1945 Bei Waakirchen Befreit Wird, Weiß Der Gerade 17-jährige Bereits Mehr Vom Tod, Von Verzweiflung Und Menschlicher Brutalität, Als Die Kampferprobten Amerikanischen Truppen. Er Ist 13, Als Seine Familie In Das Ghetto In Kaunas Umziehen Muss. Sein älterer Bruder Chaim Wird Dort Von Der Ss Erschossen. 1944 Wird Die Familie über Die Memel In Das Kz Stutthof Bei Danzig Deportiert. Abba Wird Von Seinem Vater Getrennt Und Muss Miterleben, Wie Seine Mutter Und Der Jüngere Bruder Nach Auschwitz-birkenau Abtransportiert Werden. Er Sieht Sie Nie Wieder. Abba Meldet Sich Freiwillig Für Das Lager Kaufering I, Weil Er Dort Seinen Vater Vermutet. Die Elf Außenlager Des Konzentrationslagers Dachau Bei Kaufering/landsberg Waren Die Fürchterlichsten In Süddeutschland. Ungefähr Die Hälfte Der 30.000 Jüdischen Zwangsarbeiter Für Die Deutsche Rüstungsindustrie Kam Zu Tode. Nach Der Befreiung Findet Er Seinen Vater Wieder. 1946 Beschließt Abba Naor, Nach Palästina Zu Gehen, Wo Er Nach Einem Illegalen Einwanderungsversuch Und Zwangsaufenthalt Auf Zypern 1947 Ankommt. Er Kämpft 1948 Als Soldat Im Unabhängigkeitskrieg Und Wird Später Mitarbeiter Des Mossad. Dort Ist Er In Den Achtziger Jahren An Der Rettung Der äthiopischen Juden Beteiligt.
von Günther Anders
Les deux lettres ouvertes de Günther Anders adressées au fils d'Adolf Eichmann constituent un petit traité, avec mode d'emploi, sur la condition humaine aujourd'hui, considérée sous l'angle d'une catastrophe à répétition, qui entraîne l'obsolescence toujours croissante de l'humain lui-même. L'homme apparaît ici, de nouveau, comme le détenteur d'une capacité de production infiniment supérieure à sa capacité de représentation, et tout aussi bien à sa capacité de sentir. Dans ce contexte, l'idée même de responsabilité se trouve profondément atteinte ou profondément pervertie, de sorte que nous sommes tous, d'une manière ou d'une autre, des enfants d'Eichmann. Plus exactement, nous sommes tous devant un choix comparable à celui auquel Günther Anders confronte le destinataire de ses deux lettres : le choix de la continuité ou de la rupture. Un choix d'autant plus urgent que se réduit de jour en jour la marge de jeu dont dispose l'humain dans le monde tel qu'il devient.