In diesen Erzählungen schildert A. Walser Menschen, die sich nach Beziehungen sehnen, erotische Begegnungen, die nur vordergründig Zusammengehörigkeit erzeugen. Meisterhaft beschreibt sie das emotionale Gefüge zwischen Frauen und Männern, Unschärfen, Schwebezustände, unklare Gefühlslagen. "'Immer ich' ist gebaut wie ein verspiegeltes Labyrinth. Man betritt eine Geschichte, landet aber plötzlich im Leben einer Figur aus einer anderen Geschichte, die wiederum ein völlig neues Licht auf die vorherige Geschichte wirft. Männer und Frauen, mit oder ohne Kind oder Kunstprojekt, selten auf Dauer liiert, eher suchend, sich begegnend und bald schon wieder melancholisch auseinanderdriftend. "Manchmal ist man zusammen und froh, oder man hält es aus, und es passiert was, und das hält man nicht aus. Und bleibt. Dann geht man. Kommt wieder. Haut ab." Und weil wir beim Lesen in derart verspiegelten Kammern uns selbst nicht völlig ausblenden können, schieben sich diese Fremd- und Selbstbilder permanent übereinander: mannshohe Figuren im Senkrechtformat, wie sie leichtfüßig, aber grübelnd die Orte wechseln, Galerien, Bahnhöfe, Schwimmbäder, Wohnzimmer. Oder Gesicht über Gesicht, bis wir ihr Denken hören können. "Für Mona ist ein Rätsel erst dann gelöst, wenn es zu einem nächsten Rätsel geführt hat." Das erklärt recht gut Konzept wie Charme dieser chimärenhaften Prosa" (FAZ)
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Immer ich
von Alissa Walser
In diesen Erzählungen schildert A. Walser Menschen, die sich nach Beziehungen sehnen, erotische Begegnungen, die nur vordergründig Zusammengehörigkeit erzeugen. Meisterhaft beschreibt sie das emotionale Gefüge zwischen Frauen und Männern, Unschärfen, Schwebezustände, unklare Gefühlslagen. "'Immer ich' ist gebaut wie ein verspiegeltes Labyrinth. Man betritt eine Geschichte, landet aber plötzlich im Leben einer Figur aus einer anderen Geschichte, die wiederum ein völlig neues Licht auf die vorherige Geschichte wirft. Männer und Frauen, mit oder ohne Kind oder Kunstprojekt, selten auf Dauer liiert, eher suchend, sich begegnend und bald schon wieder melancholisch auseinanderdriftend. "Manchmal ist man zusammen und froh, oder man hält es aus, und es passiert was, und das hält man nicht aus. Und bleibt. Dann geht man. Kommt wieder. Haut ab." Und weil wir beim Lesen in derart verspiegelten Kammern uns selbst nicht völlig ausblenden können, schieben sich diese Fremd- und Selbstbilder permanent übereinander: mannshohe Figuren im Senkrechtformat, wie sie leichtfüßig, aber grübelnd die Orte wechseln, Galerien, Bahnhöfe, Schwimmbäder, Wohnzimmer. Oder Gesicht über Gesicht, bis wir ihr Denken hören können. "Für Mona ist ein Rätsel erst dann gelöst, wenn es zu einem nächsten Rätsel geführt hat." Das erklärt recht gut Konzept wie Charme dieser chimärenhaften Prosa" (FAZ)
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