3.3

Ich will doch leben! Nadine ist HIV-positiv

von Marliese Arold

Format:Hardcover

Es ist bestimmt keine schlechte Idee, Informationen über HIV und Aids in einen Roman zu verpacken. Angesprochen werden in erster Linie Mädchen, die ihre ersten sexuellen Erfahrung machen. Nadine hatte das Pech, vom ersten Jungen, mit dem sie schläft, angesteckt zu werden. Dieser ehemalige Freund, der inzwischen in Ägypten lebt, schreibt ihr, dass er selbst durch eine Bluttransfusion infiziert wurde. Die LeserInnen begleiten Nadine zum Arzt, der bezüglich Beratung vor und nach dem Test nicht überzeugt, vermutlich aber leider realistisch gezeichnet ist. Nadines Ängste werden dargestellt, die mitfühlenden Reaktionen ihrer Eltern und ihrer Mitschülerinnen. Man ist auch dabei, wenn sie sich bei der Aids-Hilfe beraten lässt und bei ihrem ersten Besuch in einer Selbsthilfegruppe. Das Buch hat einen Anhang, in dem die wichtigsten Begriffe rund um die HIV-Infektion und Aids erklärt sind; es findet sich auch eine Liste mit Adressen, wobei die zwei für die Schweiz angegebenen leider falsch sind. Ob das Buch bei den Mädchen ankommt, vermag der Rezensent nicht zu entscheiden. Aber einen Versuch ist es allemal wert. Dr. A. Tschopp (August 1996).

Biografien & Memoiren
148 Seiten • Hardcover
Erschienen an: 1995

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