Empfehlungen basierend auf "Hitlers Edeljude das Leben des Armenarztes Eduard Bloch"
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von Tatiana Rosnay
Einer der ergreifendsten Romane über das Schicksal jüdischer Kinder im HolocaustParis im Sommer 1942. Sarah, ein zehnjähriges jüdisches Mädchen, wird nach der Deportation durch die französische Polizei von ihren Eltern getrennt. Nach angstvollen Tagen gelingt ihr die Flucht. Sie muss ihren kleinen Bruder retten, den sie zu Hause im Wandschrank versteckt hat – den Schlüssel dazu hält sie in der Hand ... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Julia heraus, dass die Pariser Wohnung ihrer Schwiegereltern einmal Juden gehört hat. Sie ahnt noch nicht, dass die Spurensuche ihr Leben vollkommen verändern wird.
von Mirna Funk
Nicht nur ein lehrreiches, sondern auch ein brandaktuelles Werk.
von Anne Frank, Otto H. Frank, Mirjam Pressler
Aufzeichnungen Eines Jüdischen Kindes Aus Seinem Niederländischen Versteck Vor Seiner Deportation Ins Todeslager Bergen-belsen 1945. (auf Der Textkritischen Ausgabe Von 1988 Basierende Ausgabe, Neu übersetzt Von M. Pressler.)
von Michael Brenner
Michael Brenner zeigt erstmals, wie moderne Historiker als "Propheten des Vergangenen" die Geschichte der Juden erzählt haben, und macht ihre unterschiedlichen Perspektiven und Interessen deutlich. Schon der Gegenstand der jüdischen Geschichte war umstritten: Handelt es sich um die Geschichte einer Nation oder einer Religionsgemeinschaft, einer Klasse oder einer Rasse? Das Buch ist zugleich ein faszinierender Überblick über die unterschiedlichen Bilder vom Judentum in einem Zeitalter der Ideologien. Jüdische Geschichtsschreibung hatte im 19. und 20. Jahrhundert in besonderem Maße eine politische Funktion. Juden hatten als Kollektiv wenig handfeste politische oder gar militärische Macht aufzubieten, um ihre unterschiedlichen Ansprüche auf individuelle Emanzipation in Westeuropa und Amerika, auf kollektive Autonomie in Osteuropa oder auf die territoriale Staatsbildung in Palästina zu untermauern. Was sie dagegen vorlegen konnten, war das Bewußtsein einer besonders langen Geschichte. Aus der Geschichte heraus leiteten die politischen Vorkämpfer all dieser Ansprüche ihre Legitimation ab. Ihre nichtjüdischen Kollegen dagegen betrachteten die Juden häufig als ein Fossil der Geschichte. Im 19. Jahrhundert dominierte bei ihnen der christliche Missionsgedanke, später hielt die sowjetische Geschichtsschreibung die Juden in der Klassengesellschaft für überflüssig, während sogenannte Forschungsinstitute zur "Judenfrage" als Handlanger beim nationalsozialistischen Völkermord dienten. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu einem unbefangenen Dialog zwischen jüdischen und nichtjüdischen Erforschern der jüdischen Vergangenheit.
von Alois Prinz
Hannah Arendt (1906–1975) ist eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. In einer Zeit, als Frauen an der Universität noch eine Ausnahme waren, studierte sie u. a. bei Martin Heidegger und Edmund Husserl und promovierte 1928 bei Karl Jaspers. Mit dem 17 Jahre älteren Heidegger ging sie eine geheime Liebesbeziehung ein, mit Jaspers blieb sie bis zu dessen Tod freundschaftlich verbunden. Später wurden u.a. Hans Jonas und Walter Benjamin zu engen Vertrauten.Von den Nazis ins amerikanische Exil getrieben, stellte die deutsche Jüdin grundlegende Fragen zur Philosophie und Politik. Den Zwängen der Zeit setzen ihr Leben und Denken eine Haltung der Unabhängigkeit und Freiheit entgegen. Ihre Lebensgeschichte liest sich wie ein Plädoyer für Mut und Engagement, wie ein Loblied auf die Freundschaft und die Liebe zur Welt. Diesem Leben widmet sich nun die Filmemacherin Margarethe von Trotta in ihrem neuen Film, der am 10. Januar 2013 in die deutschen Kinos kommt. Von Trotta wurde 2012 mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet.
von Muriel Asseburg
Gaza: Epizentrum des Nahostkonflikts Mit dem Angriff der Hamas auf Israel und Israels Krieg im Gazastreifen ist der Nahostkonflikt in ungekannter Schärfe eskaliert. Muriel Asseburg erklärt im historischen Kontext und mit wohltuender Distanz, was seit dem 7. Oktober 2023 passiert ist, welche Akteure in den Konflikt involviert sind und welche Folgen der Krieg weit über Israel und Palästina hinaus hat. Ein Muss für alle, die verstehen wollen, warum der Konflikt immer weiter eskaliert und was die Beteiligten antreibt. 7. Oktober 2023: Die Bewohner einiger Kibbuzim und Besucher des Nova-Musikfestivals – aber auch das israelische Militär – werden von einem Terrorangriff der Hamas überrascht. Mehr als tausend Menschen kommen ums Leben, 250 Geiseln werden verschleppt. Israel riegelt daraufhin den Gazastreifen vollständig ab, startet eine Großoffensive gegen die Hamas und nimmt eine humanitäre Katastrophe in Kauf. Muriel Asseburg schildert mit viel Empathie die schrecklichen Ereignisse seit dem 7. Oktober, erläutert die Vorgeschichte und zeigt, wie der Krieg immer weitere Kreise zieht: vom Westjordanland bis nach Syrien und Irak, über den Libanon bis zu den Huthi-Milizen im Jemen und zu direkten Angriffen zwischen Israel und Iran. Sie schildert auch die Bemühungen der USA, der arabischen Kontaktgruppe und der Internationalen Gerichtshöfe in Den Haag, die Gewalt einzudämmen. Dabei gelingt es ihr souverän, die unterschiedlichen Perspektiven deutlich zu machen und so ein Bild von beeindruckender Tiefenschärfe zu zeichnen. "In unaufgeregtem, sachlichem Ton schreitet die Nahostexpertin durch dieses ideologisch verminte Gebiet." Andrea Nüsse, Tagesspiegel, zu "Palästina und die Palästinenser" Gaza: Wie ein nur 40 km langer und 14 km breiter Landstreifen zum Epizentrum des Nahostkonflikts wurde Eine ausgewogene Einordnung eines unübersichtlichen Konflikts Für alle, die der Krieg nicht kalt lässt und die trotzdem einen kühlen Kopf behalten wollen
von Adélaide Hautval
Adélaïde Hautval ; [herausgegeben Von Florence Hervé Und Hermann Unterhinninghofen ; Übersetzung, Hermann Unterhinninghofen]. Includes Bibliographical References.
von Hermann Vinke
"Ich versuche jeden zu retten, der zu retten ist", schrieb der deutsche Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld im Jahr 1944 an seine Ehefrau Annemarie. Einer, der ihm sein Leben verdankte, war der polnische Pianist Wladyslaw Szpilman. Doch es waren weit mehr Menschen im besetzten Warschau, die aufgrund des mutigen Einsatzes von Wilm Hosenfeld überlebten. Sein eigenes Leben hingegen endete tragisch: Sieben Jahre nach Kriegsende starb er in sowjetischer Gefangenschaft. Seine Familie sah er nie wieder. Für diese erste Biographie über Wilm Hosenfeld wertete Hermann Vinke zahreiche Briefe sowie dessen Warschauer Tagebuch aus. Er sprach mit Szpilmans Witwe, die, hoch betagt, noch immer in Warschau lebt. Es ist die zu Unrecht fast vergessene Lebensgeschichte eines Mannes, der zunächst ein überzeugter Nazi war und schließlich tief bewegt und erschüttert von Leid und Elend die Menschlichkeit über Eid und Befehle stellte.