4.0

Hinterhofleben

von Maik Siegel

Format:Softcover

Was passiert mit einer Hausgemeinschaft, wenn auf einmal statt Mülltrennung Weltpolitik diskutiert wird?Die Linde im Hinterhof grünt gerade erst, als die Bewohner der Nummer 68 im Prenzlauer Berg entscheiden, dem syrischen Kriegsflüchtling Samih Unterschlupf zu bieten.Über die Aufnahme von Samih entscheiden alle Hausbewohner: Inga und Jan wollen ihn retten. Die Studentinnen Nikola und Julia möchten schon irgendwie helfen. Die alten Berliner Günther und Ute wollen, dass sich nichts ändert. Das gutbürgerliche Paar Anne und Sven sorgt sich um die Sicherheit seiner Tochter. Der scharfzüngige Schriftsteller Ott und der Amerikaner Will spotten. Und die Eltern der kenianischen Familie Massawe bleiben skeptisch, während ihr Sohn ein großes Abenteuer wittert.Bevor das letzte Blatt der Linde im Herbst fällt, hat jeder der Bewohner einiges über sich offenbart.Gleich einem Theaterstück erwartet den Leser hinter jedem Vorhang eine schicksalshafte Geschichte der Hausbewohner mit dem zurückhaltenden Samih, der gemischte Gefühle in ihnen auslöst – bis zum Schluss. Wird er jemals ein Teil der Gemeinschaft werden?Mit scharfer Beobachtungsgabe öffnet uns Maik Siegel ein Fenster in den Hinterhof eines typischen Berliner Hauses, wo Zynismus und Alltagsschmerz aufeinanderprallen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
252 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2017-12

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.0(2 ratings)
Diana Rezension von Diana

Ich war gespannt was mich mit diesem Buch erwarten würde. So ging ich ganz ohne Erwartungen an das Buch heran. Erwartet hat mich ein sehr aktuelles Thema. Handlungsort ist ein Berliner Mehrfamilienhaus. Man trifft hier auf verschiedene Personen, Charaktere und Nationen. Wie gehen die verschiedenen Personen um, wenn eine Mietpartei einen illegalen Flüchtling aufnehmen möchte? Genau das könnt ihr in Hinterhofleben lesen. Sagen kann ich euch, dass sie hier viele Offenbarungen zeigen werden. Der Schreibstil ließ sich für mich ganz gut lesen. Flüssig ebenfalls noch dazu. Ich kannte den Autor vorher nicht, so war ich mit dem Schreibstil auch nicht vertraut. Fand aber recht schnell ins Buch rein. Wie ich bereits oben erwähnt habe, trifft man hier auf viele verschiedene Charaktere und alle wurden wie im wahren Leben dargestellt. Man durfte diese nicht nur bei ihrem Handeln beobachten sondern auch ihre Gedanken lesen. Hier war alles dabei. Das Thema war immer wieder der Flüchtling Samih. Tumaini, der Sohn einer im Haus lebenden afrikanischen Familie, stellte die Fragen an Samih, die sich kein anderer traute zu stellen. Ein gelungener Schachzug vom Autor. Die Anwohner der Hausnummer 68 entwickelten sich immer mehr zum positiven oder auch negativen. Ich finde der Autor hat hier jeden einzelnen Charakter recht gut dargestellt. Sehr gerne hätte ich auch mehr von Samih gelesen, wie er sich in dieser Hausgemeinschaft fühlt. Wie er jeden einzelnen Anwohner einschätzt. Das fehlte mir hier ein wenig. Man erfuhr mehr durch die Anwohner, als durch Samih, wie es ihm ergeht oder was er gerade machte. Seine Geschichte, warum er fliehen musste, hab ich mit viel Erwartung gelesen. Und auch hier spielt der 10 jährige Tumaini eine große Rolle. Dieser Junge ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Denn er war der Einzige der nicht voreingenommen war und mit „offenen Armen“ auf Samih zuging. Alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen. Ein Punkt Abzug gibt es, da mir ich mir mehr Gedanken von Samih gewünscht hätte. Wer ein Buch mit einem sehr aktuellen Hintergrund lesen möchte, dem kann ich Hinterhofleben empfehlen.

Neymar JrRezension von Neymar Jr

Ich war gespannt was mich mit diesem Buch erwarten würde. So ging ich ganz ohne Erwartungen an das Buch heran. Erwartet hat mich ein sehr aktuelles Thema. Handlungsort ist ein Berliner Mehrfamilienhaus. Man trifft hier auf verschiedene Personen, Charaktere und Nationen. Wie gehen die verschiedenen Personen um, wenn eine Mietpartei einen illegalen Flüchtling aufnehmen möchte? Genau das könnt ihr in Hinterhofleben lesen. Sagen kann ich euch, dass sie hier viele Offenbarungen zeigen werden. Der Schreibstil ließ sich für mich ganz gut lesen. Flüssig ebenfalls noch dazu. Ich kannte den Autor vorher nicht, so war ich mit dem Schreibstil auch nicht vertraut. Fand aber recht schnell ins Buch rein. Wie ich bereits oben erwähnt habe, trifft man hier auf viele verschiedene Charaktere und alle wurden wie im wahren Leben dargestellt. Man durfte diese nicht nur bei ihrem Handeln beobachten sondern auch ihre Gedanken lesen. Hier war alles dabei. Das Thema war immer wieder der Flüchtling Samih. Tumaini, der Sohn einer im Haus lebenden afrikanischen Familie, stellte die Fragen an Samih, die sich kein anderer traute zu stellen. Ein gelungener Schachzug vom Autor. Die Anwohner der Hausnummer 68 entwickelten sich immer mehr zum positiven oder auch negativen. Ich finde der Autor hat hier jeden einzelnen Charakter recht gut dargestellt. Sehr gerne hätte ich auch mehr von Samih gelesen, wie er sich in dieser Hausgemeinschaft fühlt. Wie er jeden einzelnen Anwohner einschätzt. Das fehlte mir hier ein wenig. Man erfuhr mehr durch die Anwohner, als durch Samih, wie es ihm ergeht oder was er gerade machte. Seine Geschichte, warum er fliehen musste, hab ich mit viel Erwartung gelesen. Und auch hier spielt der 10 jährige Tumaini eine große Rolle. Dieser Junge ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Denn er war der Einzige der nicht voreingenommen war und mit „offenen Armen“ auf Samih zuging. Alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen. Ein Punkt Abzug gibt es, da mir ich mir mehr Gedanken von Samih gewünscht hätte. Wer ein Buch mit einem sehr aktuellen Hintergrund lesen möchte, dem kann ich Hinterhofleben empfehlen.

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