Empfehlungen basierend auf "Hain"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Brigitte Reimann

»Es ist ein Glück, dass Carsten Gansel diesen Schatz aus dem Archiv gehoben hat. Mit ihren frühen Erzählungen über junge Frauen in der jungen DDR hat Brigitte Reimann auch heute viel zu sagen. Es sind Originalansichten einer mutigen Autorin, die die frühe DDR Geschichte verstehen lassen.«

von Elina Penner

»Dieses Buch ist großartig.«

von Dörte Hansen

Der bewegende Bestseller von Dörte HansenDie Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

von Jelena Kostjutschenko

Das einzigartige Porträt eines Landes und einer Frau, die sich nicht zum Schweigen bringen lässtJelena Kostjutschenko berichtete viele Jahre lang über die politische Repression in ihrem Heimatland, bis ihre Zeitung eingestellt und sie ins Exil gezwungen wurde. Ihr Buch zeichnet ein eindringliches Bild von Russland aus der Sicht derer, die es brutal unterdrückt – Dorfmädchen, die zur Sexarbeit rekrutiert werden, queere Menschen in der Provinz, Patientinnen und Ärzte auf einer ukrainischen Entbindungsstation oder Journalistinnen wie sie selbst. In ihren packenden Reportagen und persönlichen Essays wirft sie einen schonungslosen Blick hinter Putins Propaganda und zeigt eine Welt, die Leserinnen und Lesern in Westeuropa ansonsten verborgen bleibt: die Lebensrealität der Ausgegrenzten und Ausgeschlossenen.Im März 2022 überquerte Jelena Kostjutschenko als Reporterin für Russlands wichtigste unabhängige Zeitung, die Nowaja Gaseta, die Grenze zur Ukraine, um über den Krieg zu berichten. Ihre Mission: dafür zu sorgen, dass die Russinnen und Russen von den Gräueltaten erfuhren, die Putin in ihrem Namen beging. Aus ihren zahlreichen Reportagen der letzten fünfzehn Jahre hat Jelena Kostjutschenko dreizehn für dieses Buch ausgewählt. Sie verbindet sie mit autobiografischen Essays, entstanden seit dem Überfall auf die Ukraine 2022, zu einer kaleidoskopischen Erzählung über ihr Heimatland, das sich zu einem zunehmend autoritären, homophoben Staat entwickelt.Kostjutschenko berichtet von der Annexion der Krim, dem Krieg im Donbass und aus dem belagerten ukrainischen Mykolajiw. Sie erzählt vom Leben eines queeren Paares im russischen Hinterland, besucht obdachlose Kinder, die sich in der Ruine eines verlassenen Krankenhauses in Moskau eingerichtet haben, begleitet eine 24-Stunden-Schicht in einem Moskauer Polizeirevier und verschafft sich Zutritt zu einem von der Öffentlichkeit abgeschirmten geschlossenen Heim für psychisch Kranke. Sie erzählt aber auch sehr persönliche Geschichten von sich und ihren Erfahrungen als junge, lesbische Frau, als LGBTQ-Aktivistin und als Reporterin der Nowaja Gaseta, die die Ermordung von vier Kolleginnen und Kollegen miterlebt hat. Getrieben von der Überzeugung, dass die höchste Form der Liebe und des Patriotismus die Kritik ist, dokumentiert Kostjutschenko unerschrocken das Leben in Russland aus der Sicht derer, die systematisch zum Schweigen gebracht werden.Mit einem exklusiven Vorwort für die deutsche Ausgabe.

von Borrmann Mechtild

Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegs-Geschichte: Heimkinder in den 50er und 60er Jahren. Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihren Zeitgeschichte-Romanen "Grenzgänger" und "Trümmerkind" monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt. Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier in den 50er und 60er Jahren verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen als Heimkinder in ein kirchlich geführtes Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte - die 50er und 60er Jahre in Deutschland. "Als beeindruckende Chronistin durchdringt Mechtild Borrmann vielstimmig die Schattenwelten der deutschen Zeitgeschichte. 'Grenzgänger' handelt von der Suche nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit in einer Zeit der kleinen und großen Lügen - ein starker Roman!" Hamburger Morgenpost

von Monika B., Karin Jäckel

Monika B. - Ich bin nicht mehr eure Tochter - bk337; Bastei Lübbe Verlag; Hrg. Karin Jäckel; pocket_book; 1995

von Manuela Inusa

»Ich werde nie aufhören zu lieben. Weil am Ende die Liebe das Wichtigste ist.«Ela und ihre Oma Lisa, die sie jeden Mittwoch im Seniorenheim besucht, hatten schon immer eine ganz besondere Verbindung. Lisa ist eine Geschichtenerzählerin wie keine andere, und Ela hat dieses Talent von ihr geerbt. Sie selbst ist gerade dabei, ihren ersten großen Liebesroman zu schreiben, momentan mangelt es ihr allerdings noch an Inspiration. Als sie daher eine alte Fotobox durchstöbert, entdeckt Ela eine Postkarte von ihrem bereits verstorbenen Opa Werner. Sie erkennt, dass sie aus einem britischen Gefangenenlager stammt. Nur warum wusste sie bisher noch gar nichts über dieses Kapitel in Werners Leben? Und weshalb hat Lisa bei all ihren Erzählungen die Kriegsjahre eigentlich immer ausgelassen?

von Reine-Marie Paris

Camille Claudel war unbestritten eine der wenigen großen Bildhauerinnen unserer Zeit. Ihr Leben aber blieb ein Rätsel, eher verstellt als erhellt durch einige bekannte schlagwortartige Akten und Gerüchte: sie war eine sehr eigenwillige Künstlerin, sie war die Geliebte Auguste Rodins, ihr Leben endete in Alkohol und Armut, sie starb in einer Nervenheilanstalt. Auch um anderen spekulativen Deutungen dieses Lebens entgegenzutreten, gab Reine-Marie Paris, eine Enkelin Paul Claudels, ihr Buch heraus. Ihr stand als einziger das Familienarchiv der Claudels offen, und sie hält sich in ihrer Darstellung streng an die Fakten.Camille Claudel wurde 1864 geboren. Schon früh entdeckte sie ihre künstlerische Begabung. Die Familie zog 1881 nach Paris. Dort trat sie in die Académie Colarossi ein, gründete bald mit zwei anderen jungen Künstlerinnen ein eigenes Atelier. Irgendwann um diese Zeit – ein genaues Datum ist nicht bekannt – tritt sie in Rodins Atelier ein, wird seine Gehilfin. Eine jahrelange stürmische Liebe verbindet die beiden, eine quälerisch intensive Beziehung, die schließlich zerbricht. Künstlerisch wächst die Anerkennung für das Werk Camilles, obwohl es immer an der Arbeit Rodins gemessen wird. Dann beginnt der Abstieg. Nach dem Zerbrechen der Bindung an Rodin wird es für sie schwer, eine unabhängige Existenz aufrechtzuerhalten. Sie braucht die Zuwendungen ihres berühmten Bruders, Paul Claudel, sie trinkt, verwahrlost, treibt sich nachts in den Straßen von Paris herum, wird schließlich von der Familie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.Über die Biographie hinaus enthält das Buch eine Auswahl aus den Briefen, eine Darstellung ihrer Krankheitsgeschichte sowie Werkkatalog und Bibliographie. Bernard Howells schrieb ein Nachwort über Camilles Beziehung zu ihrem Bruder Paul. 70 Schwarzweiß- und 6 Farbfotos dokumentieren das bildhauerische Werk.

von Lika Nüssli

«Inspiriert von der Senntumsmalerei erzählt Lika Nüssli von den jungen Jahren ihres Vaters Ernst als Verdingbub. In einem berührenden Bild- und Figurenkosmos verschmelzen unbeschwerte Kindheitsmomente mit dem harten Alltag und Überlebenskampf der Toggenburger Bauernfamilien und dem im Nachbarland tobenden Krieg. Kleine Pausen voller Glück bringen der Hauptfigur ihre verlorene Jugend und Freiheit zurück.» — Anette Gehrig, Direktorin und Kuratorin, Cartoonmuseum Basel