3.5

Godslayer

von Zoe Hana Mikuta, Katrin Aust

Format:Softcover

Eris und Sona werden in dieser spannenden Fortsetzung von „Gearbreaker“ im Krieg zwischen Godolia und den Badlands gegeneinander ausgespielt. Die Gearbreaker haben am „Himmelstag“ einen vernichtenden Schlag gegen Godolia geführt, aber der Preis für den Sieg war hoch. Monate später sind die wenigen Rebellen, die der blutigen Vergeltung des tyrannischen Imperiums entkommen konnten, in die Berge geflohen, gejagt vom letzten Höchsten – Godolias einzigem überlebenden Anführer. Eris wird seit dem Angriff auf die Hauptstadt, bei dem sie fast ums Leben kam, gefangen gehalten. Sie entdeckt, dass Sona – das Mädchen, das sie liebt und für das sie ganze Städte niederreißen würde – ebenfalls überlebt hat, nur um vom Höchsten gefangen genommen und korrumpiert worden zu sein. Durch die kybernetische Gehirnwäsche, der Sona unterzogen wurde, glaubt sie nun, eine loyale Godolia-Soldatin und Eris’ Todfeindin zu sein. Da die Rebellion zerschlagen wurde, stehen die Chancen gegen die Gearbreaker so schlecht wie nie zuvor. Ihre letzte Hoffnung auf einen Sieg wird davon abhängen, ob Eris und Sona irgendwie wieder zueinander finden können … Godslayer – Zoe Hana Mikutas mitreißende Fortsetzung von „Gearbreaker“ – ist perfekt für Fans von „Pacific Rim“, Pierce Browns „Red Rising“-Saga und Marie Lus „Legend“-Serie.

Romance
480 SeitenSoftcover
Erschienen an: December 4, 2023

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.5(2 ratings)
JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/12/08/gearbreaker-2-godslayer-alle-gotter-mussen-sterben/ Handlung – Eine Geschichte, die sich selbst im Weg steht Die Handlung setzt unmittelbar an die Ereignisse des ersten Bandes an, doch anstatt diese organisch weiterzuentwickeln, wirkt Godslayers wie ein Flickenteppich aus Szenen, die eher nebeneinander existieren, als dass sie ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Episodische Action ohne erzählerische Einbettung Viele größere Actionszenen wirken beliebig platziert. Der Übergang zwischen ruhigen Momenten und chaotischer Handlung ist oft so abrupt, dass es den Leser aus dem Geschehen reißt. Statt eines Spannungsbogens entsteht das Gefühl, ständig aus dem Nichts in eine Explosion, einen Kampf oder einen Angriff geworfen zu werden — ohne Aufbau, ohne Konsequenzen, ohne dramaturgische Kurve. Diese Szenen sind zwar visuell stark gedacht, aber dramaturgisch wirkungslos, weil: • sie isoliert stehen • sie keinen nachhaltigen Einfluss auf Plot oder Figuren haben • sie sich in Tonfall und Reaktionen oft wiederholen Das verleiht dem Buch einen fast episodenhaften Charakter, als wären die Kapitel lose TV-Folgen, die jeweils ihren eigenen Minikonflikt besitzen, ohne dass dieser sinnvoll zum großen Ganzen beiträgt. Zeit- und Handlungssprünge erschweren das Verständnis Besonders störend sind die massiven Zeitsprünge gegen Ende. Während Zeitsprünge in anderen Romanen genutzt werden, um nach einem Abschlussmoment einen Blick in die Zukunft zu werfen, passieren sie hier mitten in der laufenden Handlung — ohne Warnung und ohne Übergänge. Dadurch werden wichtige Entwicklungen nicht gezeigt, sondern nur angedeutet oder im Nachhinein erwähnt. Dies führt dazu, dass zentrale Wendepunkte emotional verpuffen und der Leser das Gefühl hat, wesentliche Teile der Geschichte verpasst zu haben. Ein verwirrendes Finale Das Ende, das eigentlich der Höhepunkt des Bandes sein sollte, ist schwer nachzuvollziehen. Einige entscheidende Szenen sind so vage oder sprunghaft erzählt, dass zentrale Motive und Konsequenzen unklar bleiben. Der Epilog ist zwar süß und nett gemeint, verliert aber durch die holprige Vorgeschichte seinen emotionalen Impact. Charaktere – Verlorene Kontinuität und brüchige Entwicklungen Sona – Eine Korruption ohne Konsequenzen Sona sollte in diesem Band einen düsteren, schmerzhaften Wandel durchlaufen. Die Idee dahinter ist stark — die Umsetzung leider nicht. Die Darstellung ihrer Korruption wirkt inkonsequent: • Sie zeigt weiterhin viel Bewusstsein, Kontrolle und Empathie • Ihr innerer Konflikt ist kaum spürbar • Der Übergang zwischen den Zuständen wirkt unklar und manchmal sogar unbeabsichtigt komisch Was als tragischer, intensiver Story-Arc funktionieren sollte, wirkt stattdessen oberflächlich. Ihre Rückkehr aus der Korruption erfolgt fast beiläufig – zu schnell, zu einfach und ohne die emotionale oder narrative Schwere, die dieser Prozess verdient hätte. Eris – Von starker Protagonistin zu unbesiegbarer Plot-Armor-Figur Eris ist weiterhin mutig, entschlossen und emotional zugänglich – aber sie überlebt Situationen, die schlicht unglaubwürdig sind. Ihre ständigen Rettungen durch Zufall, neue Technologien oder völlig unerwartete Wundermittel zerstören jede Form von echter Gefahr. Ein besonders starkes Beispiel: • Die Protagonisten liegen vergiftet im Sterben, doch plötzlich existiert ein bisher nie erwähnter Heilstoff, der sofort und problemlos alle rettet. Solche Lösungen wirken konstruiert und nehmen dem Plot jegliches Risiko. Nebenfiguren Viele Nebencharaktere tauchen in Schlüsselmomenten auf oder verschwinden wieder, ohne dass ihre Handlungsstränge oder ihre Motivation klar ausgearbeitet werden. Sie wirken eher wie funktionale Elemente, die den Plot vorantreiben sollen, als wie echte Persönlichkeiten. Stärken – Wo das Buch dennoch glänzen kann Trotz der großen Schwächen gibt es Aspekte, die Godslayers retten könnten — zumindest teilweise. Die Beziehung zwischen Sona und Eris Ihre romantische Entwicklung ist emotional, sanft und authentisch. Fans des Paares kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Diese Momente sind die stärksten des Buches und zeigen, dass die Autorin sehr wohl intensive Charakterdynamiken schreiben kann. Eine grundlegend interessante Welt Das Setting bleibt kreativ: • dystopische Weiten • mechanisierte Götterfiguren • Rebellion und moralische Grauzonen Die Welt hat Potenzial, das in einem stärker strukturierten Roman viel klarer herausgekommen wäre. Schwächen – Die entscheidenden Probleme 1. Chaotisches Erzähltempo Der Roman hat kein konsistentes Pacing. Höhepunkte tauchen plötzlich auf und verschwinden genauso schnell. Manche dramatische Ereignisse dauern nur wenige Absätze. 2. Fehlende erzählerische Verbindungen Der Plot wirkt bruchstückhaft und unkoordiniert. Übergänge fehlen. Konsequenzen fehlen. Vieles passiert off-page. 3. Unglaubwürdige Lösungen Wunderheilungen, zufällige Rettungen, neue Technologien aus dem Nichts — all das zerstört die Glaubwürdigkeit des Weltaufbaus. 4. Unausgearbeitete Charakterentwicklung Besonders Sona leidet unter einer schlecht erklärten inneren Reise, und Eris unter zu vielen Überlebenswundern. 5. Ein verwirrendes, unbefriedigendes Ende Komplexe Plotpunkte werden nur angedeutet oder bleiben so vage, dass sie kaum Wirkung entfalten. Fazit – Ein enttäuschender zweiter Band Godslayers wirkt, als hätte man viele spannende Ideen in ein einziges Buch pressen wollen, ohne ihnen den Raum oder die Struktur zu geben, den sie benötigen. Einige schöne Momente – vor allem die zwischen Sona und Eris – zeigen, was möglich gewesen wäre. Doch insgesamt überwiegen die strukturellen Schwächen, das chaotische Pacing und die verwirrende Handlung. Für mich war die Reihe leider nichts. Ich werde sie aus meinem Bücherregal leider aussortieren. 2 von 5 Sternen!

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