Empfehlungen basierend auf "Gedanken zu Turnhallen"

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von Benedict Wells

Zehn Geschichten, die einen nicht loslassen.

von Julia Engelmann

»Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.« Julia Engelmanns Slam-Beitrag »One Day« hat über Nacht eine Welle der Begeisterung ausgelöst und Millionen Fans im Netz gefunden. Ihre Message, Träume endlich in die Tat umzusetzen, trifft den Nerv der Zeit. Denn in jedem von uns steckt so viel mehr! Und diese mitreißende Energie zeichnet alle Texte in ihrem ersten Buch »Eines Tages, Baby« aus. Mal zart, mal kraftvoll und immer berührend, ruft Julia Engelmann dazu auf, mutig zu sein, das Glück zu suchen und das Leben zu leben, bevor es zu spät ist – »Los!, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.« – Mit Illustrationen von Julia EngelmannAusstattung: mit s/w-Illustrationen

von Julia Engelmann

Poetry-Autorin Julia Engelmann begeistert seit ihrem mitreißenden Debüt »Eines Tages, Baby« mit ihrer besonderen Sprache und Melodie. In ihrem neuen Gedichtband schreibt sie frisch und einfühlsam über die Liebe und das Leben. Ihre gefühlvollen, facettenreichen Texte handeln von Geborgenheit, Sehnsucht, der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt und davon, was es bedeutet, füreinander da zu sein. Julia Engelmann regt zum Nachdenken an und macht Mut, ihre Zeilen sprühen vor Energie und Lebensfreude und berühren das Herz.

von Rina Jost

Eines Tages wird Malins Schwester Sybil zu Stein, verschwindet und hinterlässt eine ratlose Familie. Malin folgt ihrer Schwester in eine geheimnisvolle Welt, um Sybil zu finden und gemeinsam nach Hause zurückzukehren. Wird es ihr gelingen? In «WEG» werden die vielschichtigen Auswirkungen von Sybils psychischer Krankheit auf ihr Umfeld verhandelt. Was bedeutet es für Familie und Freund*innen, wenn es einer nahestehenden Person psychisch nicht gut geht? Rina Jost gibt den Angehörigen eine Stimme und thematisiert deren Herausforderungen mit Empathie und Feinfühligkeit. «Sybil ist weg, und doch ist sie da. Sie ist zu Stein geworden, und doch ist sie lebendig. Ihre Schwester Malin erlebt Sybils Abwesenheit zentnerschwer. Die Angst um Sybil ist für deren Umfeld eine ständige und unnachgiebige Begleiterin. Malin macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester und durchlebt die Abgründe seelischer Not auf einem langen Weg. Bevor ich die Geschichte las, bin ich den Protagonist*-innen durch Rina Josts Bildwelten gefolgt. Immer wieder tauchte ich in die Metamorphosen ihrer durchlebten Reise ein, versank im Sog ihrer Bilder, die trotz der Schwere des Themas etwas sehr Warmherziges und Verspieltes haben. Erst in einem zweiten Schritt las ich den Text. Auch da wählt Jost eine klare, schnörkellose Sprache, die es den Leser*innen leicht macht, dem Weg zu folgen. Das Schwere wird bei Jost begreif- und nachvollziehbar. Der Stein wird zur Feder und ‹WEG›, dank seiner Schlüssigkeit in Wort und Bild, zum absolut empfehlenswerten Comicroman.» Katja Alves, Autorin

von Barbara Zeman

Ein Sprachkunstwerk, aufgespannt zwischen Weltraum und UnterwasserweltIn einer winzigen blauen Wohnung lebt Theresa Neges. Ihr Name, der übersetzt »Du solltest Nein sagen« lautet, scheint nicht ohne Einfluss auf ihr Leben. Einen Beruf hat sie nicht, auch kein Geld. Sie hat nur Josef, ihren Freund, und auch den nicht ganz, trotz Liebe. In ihrem großen grauen Mantel läuft Theresa durch Wien. Liegt im Hallenbad auf dem Beckengrund und übt das Luftanhalten, sucht den Schwindel auf einem Karussell. Denn eigentlich möchte sie ins All: leicht sein, schweben. Und Beteigeuze näher sein, dem gleißend roten Riesenstern im Sternbild Orion, dem sie sich seit ihrer Kindheit verbunden fühlt.Ein poetischer Roman, eigenwillig, bildschön in jedem Satz, mit einer Erzählerin, der man überall hin folgen möchte.

von Jaqueline Scheiber

geboren 1993 und aufgewachsen im Burgenland, seit 2012 Wahlwienerin, ist Sozialarbeiterin, Mitbegründerin des Young Widow_ers Dinnerclub Wien, Kolumnistin, Autorin und eigens ernannte Selbstdarstellerin. Von 2010 bis 2017 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Minusgold Lyrik und Prosa auf ihrem Blog. Auf dem gleichnamigen Instagram-Account bespricht sie gesellschaftskritische Themen, teilt Teilrealitäten ihres Alltags und verarbeitet Eindrücke in kurzen literarischen Erzählungen.

von Matt Haig

Ein Brillanter, Witziger, Emotionaler Roman über Die Alltäglichen Und Die Ganz Großen Dinge Im Leben - Kurz Gesagt, über Das Menschsein! In Einer Regnerischen Freitagnacht Wird Andrew Martin, Professor Für Mathematik In Cambridge, Aufgegriffen, Als Er Nackt Eine Autobahn Entlangwandert. Professor Martin Ist Nicht Mehr Er Selbst. Ein Wesen Mit überlegener Intelligenz Und Von Einem Weit Entfernten Stern Hat Von Ihm Besitz Ergriffen. Dieser Neue Andrew Ist Nicht Begeistert Von Seiner Neuen Existenz. Er Hat Eine Denkbar Negative Meinung Von Den Menschen. Jeder Weiß Schließlich, Dass Sie Zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz Und Gewalttätigkeit Neigen. Doch Andererseits: Kann Eine Lebensform, Die Dinge Wie Weißwein Und Erdnussbutter Erfunden Hat, Wirklich Grundschlecht Und Böse Sein? Und Was Sind Das Für Seltsame Gefühle, Die Ihn überkommen, Wenn Er Debussy Hört Oder Isobel, Der Frau Des Professors, In Die Augen Blickt?

von Brigitte Fassbaender

Eine "Sängerin, die das Blut stocken lässt", hat ein Kritiker Brigitte Fassbaender einmal genannt. Bis zu dem Tag, an dem sie ihre Gesangskarriere aus freien Stücken beendete, war sie ein Weltstar der Oper wie des Liedgesangs. In ihrer Autobiographie blickt sie auf ein überreiches Leben, erzählt von großen Künstlern, denen sie begegnet ist, von Glanz und Elend des Sängerberufs und, vor allem, vom Glück der Musik. Mit 21 Jahren wird Brigitte Fassbaender an die Münchner Staatsoper engagiert. Von dort führt sie ihr Weg auf die bedeutendsten Bühnen der Welt. Es ist ein Weg, der von künstlerischen Abenteuern wie von wundervollen Erlebnissen geprägt ist. In ihrem klugen, zutiefst menschlichen Buch spricht sie von den Opern und Liedern, die ihr am Herzen lagen, vom Ethos des Sängers und den Momenten der größten musikalischen Erfüllung. Sie erzählt von Dirigenten und Sängern, Pianisten und Regisseuren, die sie bewundert hat: von Carlos Kleiber bis Claudio Abbado, von Martha Mödl bis Dietrich Fischer-Dieskau und vielen anderen mehr. Freimütig schreibt sie auch über schwierige Themen, etwa über die Qualen der Wechseljahre für eine Sängerin, über Männermacht und Machtmissbrauch, über eigene Versäumnisse. Als sie das Singen aufgibt, erschließt sich ihr ein zweites Leben als Gesangspädagogin, Regisseurin und Intendantin. Ihr Buch ist die wunderbare Geschichte von einer, die auszog, das Staunen zu lernen.

von Eshkol Nevo

In seinem neuen Roman lässt der israelische Schriftsteller und studierte Psychologe, geboren 1971, Arnon, Chani und Dvorah zu Wort kommen, die in verschiedenen Etagen eines Tel Aviver Wohnhauses leben, aber kaum etwas voneinander wissen. In langen Monologen - an einen Freund im Café gerichtet, in einem Brief an die beste Freundin und als Nachricht auf einen Anrufbeantworter an den verstorbenen Mann - erzählen sie, wie ihr scheinbar geordnetes Leben durch ein Ereignis erschüttert, sogar infrage gestellt wurde. Es sind intime Beichten, die Abgründiges und Liebenswertes in den Erzählenden offenlegen, Mitgefühl und Missbehagen hervorrufen. Es sind drei einsame Menschen in Bedrängnis, die sich von Lüge und Selbstbetrug haben treiben lassen und sich nun der Frage nach der Verantwortung für sich und andere stellen. Eshkol kennt die Schattenseiten der menschlichen Seele, die er in den Monologen spannend und bisweilen auch humorvoll zum Ausdruck bringt. Er verdammt aber nicht, sondern lässt seine Anteilnahme zwischen den Zeilen durchschimmern

von Dimitré Dinev

»Ich musste bei der Lektüre lachen und weinen, ich staunte über die Weisheit mancher Sätze und war beglückt von der sinnlichen Präzision seiner Sprache, ich konnte nur bewundern, wie er die Abgründe der Geschichte und den Lebenstrotz der menschlichen Seele ineinander spiegelt. Dimitré Dinev ist ein wunderbarer Erzähler, ein Wunder von einem Erzähler!«