Empfehlungen basierend auf "Galgenlieder"
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von Fjodor Dostojewskij
In den »Aufzeichnungen aus dem Kellerloch« von Nietzsche als »wahrer Geniestreich der Psychologie« bezeichnet - stellt sich ein kranker, verbitterter »Einzelner«, der seine Existenz in einer erbärmlichen Petersburger Kellerwohnung fristet, gegen die von der Utopie des »Kristallpalastes« und des kollektiven Glücks beherrschte fortschrittsgläubige Ideologie eines Jahrhunderts, verteidigt das Recht auf Freiheit gegen das Diktat einer alles beherrschenden »Vernunft«.
von Erich Kästner
»Fabian« ist Erich Kästners Meisterwerk. Doch das Buch wurde vor seinem Erscheinen 1931 verändert und gekürzt, denn der junge Kästner hatte in seinem ersten Roman alle Register gezogen. Das machte das Manuskript für den Verlag zu einem Sprengsatz, den das Lektorat mit spitzen Fingern entschärfte. Das Buch erschien schließlich entgegen Kästners ursprünglicher Intention unter dem Titel »Fabian«. Jetzt liegt der Roman zum ersten Mal so vor, wie ihn Kästner geschrieben und gemeint hat – unter dem Titel, den Kästner ursprünglich vorgesehen hatte: »Der Gang vor die Hunde«. Vom Kästner-Experten Sven Hanuschek herausgegeben und Wort für Wort rekonstruiert.
von Fred Uhlman
Ein Klassiker: ein schmales Buch, das viele Geschichtswälzer über den Nationalsozialismus aufwiegt Mehr als 200?000 verkaufte Exemplare
von unknown
Arno Schmidt. Reprint. Originally Published: Hamburg: Rowohlt, 1953. Der Kurzroman 'aus Dem Leben Eines Fauns' Ist Der Erste Teil Einer Trilogie, Deren Ergänzende Stücke ... Bereits Erschienen Sind--t.p. Verso.
von Erich Kästner
Das erste Kästner-Buch, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder in Deutschland erscheint, ist eine persönliche Zusammenstellung des Autors: humorvolle, bissige und hellsichtige Gedichte aus vier bis 1932 erschienenen Bänden. Ein eindrucksvolles Leseerlebnis, das zeigt, dass Kästner als scharfer Beobachter seiner Zeit das nahende Unheil vielfach prophezeit hatte.
von Ernst Toller
Wolfgang Frühwalds Aufsehen erregende, von der Zeitschrift »Damals« preisgekrönte Neuedition der Autobiographie Ernst Tollers, 2011 bei Reclam im Hardcover erschienen, erschließt diesen wichtigen Text durch einen ausführlichen Kommentar, der dem Leser die historischen Hintergründe der Vorkriegszeit, des Ersten Weltkriegs und der Münchner Räterepublik sowie alle auftretenden Personen erklärt. Diese Ausgabe wurde jetzt vom Herausgeber nochmals durchgesehen und auf die Bedürfnisse der Universal-Bibliothek zugeschnitten: damit gibt es den wichtigen Text in einer verlässlichen, preiswerten Ausgabe für Schule und Universität.
von Anton Cechov
Lachmatov, ein ehemaliger Beamter saß daheim am Tisch beim sechsten Glas Vodka und dachte an die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Als hinter der Lampe ein Teufel hervorschaute, begann Lachmatov denselben übers moderne Leben und Wirken der Teufel zu befragen. Der Teufel gab alle Geheimnisse der Hölle zum besten, schüttete sein Herz aus, weinte und gefiel Lachmatov so gut, dass er ihn bei sich übernachten ließ. Der Teufel schlief im Ofen und phantasierte die ganze Nacht. Am Morgen war er verschwunden.
von Thomas Bernhard
Nachrichten von der LebensgrenzebrbrDurch eine schwere Lungenkrankheit wird Thomas Bernhard, nicht einmal achtzehnjauml;hrig, aus seinem Leben gerissen. Sein Kouml;rper zwingt ihn in die Isolation der Krankenhaussauml;le, in die Gesellschaft der gerade noch Lebenden. Seine letzte Station ist das Badezimmer, aus dem nur die Toten wieder herauskommen. Dort weiszlig; er plouml;tzlich, dass er nicht aufhouml;ren darf zu atmen, dass er leben will.
von Hubert Fichte
Hubert Fichte, 1935 in Perleberg geboren, wuchs in Hamburg auf, war Schauspieler, Schafhirte und Landwirtschaftslehrling. Seit 1963 lebte Fichte als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Romane ›Das Waisenhaus‹ (1965), ›Die Palette‹ (1968) und ›Versuch über die Pubertät‹ (1974), die ethnopoetischen Reiseberichte ›Xango‹ (1976) und ›Petersilie‹ (1980) sowie die mehrbändige ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ (ab 1987). Hubert Fichte starb am 8. März 1986 in Hamburg.
von Hans-Christian Dany, Valérie Knoll
Im Zerfall der alten Ordnung beansprucht der Dandy kein vorbildliches Leben. Er verteidigt keinen Besitz und keine Privilegien. Verteilungskämpfe findet er degoutant. Jede Art von Krieg, auch jener für die Freiheit, scheint dem Dandy eine Angelegenheit der Unterbelichteten, die nicht begreifen, dass der einzige Zweck der Uniform darin liegt, gut auszusehen. Als Asket steht er für weniger von allem und gegen jene Behauptungen des Neuen, die selten mehr als ein Produkt meinen. Der Dandy fragt nicht, wie er leben will, er lebt, wenn auch mit melancholischem Gesicht. Er maßt sich keine Lösungen an, erklärt auch nichts für falsch, da er gar nichts erklärt. Er spielt einfach anders. Der Essay folgt den Spuren dieses Maskenballs zwischen Darstellungen des gelebten Lebens, literarischen Vorzeichnungen und Vorstellungen in der bildenden Kunst hinein in die Gegenwart. Er sichtet Taktiken, um in einer Zeit des Übergangs selbstbestimmter auf die Zukunft zuzugehen. (Verlagsangaben)