Empfehlungen basierend auf "Frauen Hassen"
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von Ellen Sandberg
Manche Erinnerungen hinterlassen tiefe Narben auf der Seele ...München, 2019. Im Garten der Familie Remy verdorren langsam die Rosenbüsche, die zur Geburt der drei Töchter gepflanzt wurden. Imke, Angelika und Anne sind längst erwachsen und gehen ihrer Wege – bis zu dem Tag, an dem ihr Vater beigesetzt wird. Denn auf dem Sterbebett nimmt er Imke ein Versprechen ab, das schnell eine zerstörerische Kraft entfaltet – und das sie alles hinterfragen lässt, was sie über ihre Mutter zu wissen glaubt. 1956. Im Nachkriegsdeutschland wächst eine neue Generation heran. Die lebenslustige Karin spart für ihre erste Jeans, träumt von Elvis Presley und davon, später Ärztin zu werden. Sie ahnt nicht, dass die Schatten der Vergangenheit lang und mächtig sind – und welch verheerenden Folgen eine spontane Entscheidung haben wird. Nicht nur für sie.
von Ellen Sandberg
Die einen wollen vergessen. Die anderen können es nicht.1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...
von Diane Broeckhoven
Ein letztes Schachspiel mit Herrn Jules Alice und Jules, ein altes Ehepaar, haben ein morgendliches Ritual - und auch an diesem Wintermorgen wird Alice geweckt von dem Duft des Kaffees, den Jules schon zubereitet hat. Doch als sie zu ihm ins Wohnzimmer kommt, sitzt Jules tot auf dem Sofa. Da beschließt Alice, diesen Tag noch mit ihrem toten Mann zu verbringen, denn es gibt das eine oder andere, was sie mit ihm zu klären hat und worüber nie gesprochen werden konnte. Wie immer kommt um zehn Uhr der kleine autistische Nachbarsjunge David, um seine übliche Partie Schach mit Jules zu spielen. Am Ende muß David sogar die Nacht bei Alice verbringen, eine ganz unvorstellbare Komplikation. Doch David reagiert ganz anders, als Alice befürchtet hatte, ja er überrascht sie sogar. Diane Broeckhovens Novelle über Alice und Jules und über David und Alice ist eine dichte, ergreifende, wunderbar feine Geschichte über Rituale, Liebe, Verrat und Verlust, einen Verlust, der am Ende auf wunderliche Weise ausgeglichen wird.
von Margit Steinborn
Ein berührender Roman über Menschlichkeit in dunkler Zeit und die Kraft der Liebe. »›Ich verstehe‹, sagte Hannah. ›Solange die Lagerleitung ein Orchester wünscht, bleiben die Musiker am Leben.‹« Würzburg 1933: Kurz nach der Machtergreifung verliert die junge Jüdin Hannah Rosenberg ihre Stelle als Musiklehrerin. Auf dem abgelegenen Sandnerhof findet sie ein neues Zuhause für sich und die kleine Melina, aber auch auf dem Land wird es immer gefährlicher. Während Hannah ein Leben im Verborgenen führen muss, macht Peter Hagen, der Mann, den sie immer noch liebt, schnell Karriere im Reichsministerium. Als dem ehrgeizigen Juristen klar wird, dass er für den beruflichen Erfolg seine Seele verkauft hat, ist es fast zu spät für ihn, das Richtige zu tun …
von Sabrina Pesch
Mia ist eine talentierte Fotografin und hat in ihrer Kunst einen Weg gefunden, sich ihren inneren Dämonen zu stellen. Ihre Werke haben die Aufmerksamkeit der renommierten Galerie Berghoff auf sich gezogen und sie bekommt die Chance, ihre Bilder auszustellen. Doch nur wenige Tage nach der Vernissage erschüttert eine brutale Mordserie die Stadt. Die Opfer werden auf verstörende Weise inszeniert und spiegeln dabei Mias Kunstwerke wider. Schon bald geraten Mia und der Galerist Marc Berghoff ins Visier der Ermittler Kessler und Wagner. Der Täter tritt persönlich mit Mia in Kontakt und offenbart seine Bewunderung, doch diese verhängnisvolle Verbindung stürzt Mias Geist in eine gefährliche Abwärtsspirale. Im Laufe der Ermittlungen kommen dunkle Geheimnisse aus Mias Vergangenheit ans Licht, und es wird immer klarer, dass hinter den Morden eine düstere Wahrheit lauert. Ein atemloser Thriller über die Abgründe der menschlichen Psyche. Der erste Fall für das Ermittlerteam Kessler und Wagner
von Lydia Schwarz
Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind. Mitten in diesem "System Europa" lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: Sie versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte.
von Iris Krumbiegel
„Versprechen Sie mir, die Kinder zu finden! Das ist alles, was ich noch tun kann.“ Wieder ist es ein Satz, der Marie nicht loslässt. Luise von Schönfeld, die weiß, dass sie schon bald sterben wird, hat ihr sonderbare Zeichnungen hinterlassen und von einem Vermächtnis gesprochen, welches eine gewissen Clara hinterließ. Doch bevor Marie sie noch einmal fragen kann, was genau es damit auf sich hat, stirbt die alte Dame. Damit beginnt für Marie die Suche nach den ehemaligen Kindern. Aber welche Rolle spielen die Zeichnungen dabei? Wieso steht jeweils ein deutscher und jüdischer Name auf deren Rückseiten? Was ist in dem Sanatorium in der Zeit des Naziregimes vor sich gegangen? Wurden diese Kinder Opfer einer skrupellosen Heimleiterin?
von Brenda Navarro
Der auffällig hübsche dreijährige Daniel verschwindet von einem Spielplatz. Nur für kurze Zeit war seine Mutter in die Nachrichten auf ihrem Mobiltelefon vertieft gewesen. Eine Unbekannte hat den Jungen mitgenommen und sich damit endlich ihren Kinderwunsch erfüllt. Sie nennt ihn Leonel. Beide Frauen erzählen von ihrem Schmerz, ihrer Verzweiflung und ihren Schuldgefühlen. Beide reflektieren ihre Liebesbeziehungen und Lebensträume. Beide leiden unter dem psychischen Druck ihrer familiären Umgebung. Daniels in bürgerlichen Verhältnissen lebende Mutter ist sich nicht sicher, ob sie das verlorene Kind wirklich gewollt hatte. In ihrem aufgezwungenen Familienleben fühlt sie sich trotz Momenten des Glücks allein und überfordert. Die aus einer sozial benachteiligten Familie stammende Kidnapperin hingegen ist entschlossen, ihre Chance zu nutzen. Dank des ersehnten Kindes und ihrer eigenen Süßigkeitenproduktion, die ihr finanzielle Unabhängigkeit verschafft, will sie sich gegenüber ihrer bösartigen Mutter und ihrem gewalttätigen Liebhaber behaupten. Aber die Träume scheitern. Brenda Navarro gelingt es in ihrem psychologisch raffiniert komponierten Roman, einer von Machismo geprägten Gesellschaft ungeschönt den Spiegel vorzuhalten und die Rollen von Frauen und Müttern grundsätzlich zu hinterfragen.
von Clarice Lispector
»Ein verstörender, intensiver Text, der Kafkas Verwandlung wie eine nette Familiengeschichte aussehen lässt.« DER SPIEGELG.H., eine vermögende Bildhauerin aus Rio, betritt das Zimmer ihres schwarzen Dienstmädchens, das ihr gekündigt hat. Der Raum ist überraschend aufgeräumt, nur einige Zeichnungen an der Wand stören die perfekte Ordnung. G.H. fühlt sich provoziert, öffnet den Kleiderschrank des Dienstmädchens und zerquetscht beim Schließen eine Kakerlake. Damit setzt sie eine Reihe von abgründigen, verstörenden Überlegungen über Leben, Tod, Weiblichkeit und Erlösung in Gang, die noch in der Rückschau des folgenden Tages ihre menschliche Existenz ins Wanken bringen.Clarice Lispectors Roman Die Passionnach G.H. ist eines der aufregendsten, beunruhigendsten Werke der Weltliteratur und gilt als lateinamerikanisches Pendant zu Franz Kafka. Erstmals seit über vierzig Jahren neu übersetzt – durch Luis Ruby, der Lispector kennt wie kaum ein zweiter –, erstrahlt der Roman in ungewohnter Vielschichtigkeit und Radikalität.
von Hanna Aden
Wenn die Vergangenheit dunkle Schatten auf die Zukunft wirft, ist es Zeit, neue Wege zu gehen ...München in den frühen 1950er Jahren: Die junge Margot ist stolz, als eine der wenigen Frauen einen Studienplatz für Mathematik an der LMU bekommen zu haben. Bei einer Vorlesung fällt sie durch außergewöhnlich kluge Fragen auf und erregt damit die Aufmerksamkeit eines Gasthörers, der für die Operation Gehlen, den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, arbeitet. Aufgrund ihrer Begabung bietet er Margot eine Stelle in der Decodierungsabteilung an, welche sie voller Aufregung annimmt. Doch die Freude über die neue Aufgabe weicht bald Ernüchterung, denn in dieser für Margot vollkommen neuen Welt haben immer noch die Männer von früher das Sagen und es fällt ihr schwer, sich zu behaupten. Ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft scheinen vergebens und sie steht kurz davor, zu kündigen. Einzig ihre Freundin Sue bestärkt sie darin, ihren Weg zu gehen. Sie träumt von einem besseren Leben und davon, eines Tages als Journalistin für die Rechte der Frau zu kämpfen. Gemeinsam besuchen die beiden jungen Frauen Diskussionsabende im Amerika-Haus, wo Margot auf den einfühlsamen und politisch aktiven Willi trifft. Doch ihre Aufgabe beim Geheimdienst macht es Margot nicht leicht, Privates und Berufliches zu trennen … Ein spannender und emotional bewegender Roman über eine junge Frau zwischen Pflicht und Freundschaft und über den Mut, seinen Träumen zu folgen.