Empfehlungen basierend auf "Es gibt nur die Kunst, die Liebe und den Tod. Dazwischen gibt es nichts"
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von Stefan Heym
Die Autobiographie eines der herausragendsten und streitbarsten Schriftsteller der Nachkriegsliteratur – die bewegende und spannende Erzählung eines Lebens, das mit den geschichtlichen Vorgängen des 20. Jahrhunderts aufs Engste verflochten ist.Stefan Heym, 1913 in Chemnitz geboren, emigrierte, als Hitler an die Macht kam. In seiner Exilheimat New York schrieb er seine ersten Romane. In den 50er Jahren, gefährdet durch die Intellektuellenhatz des Senators McCarthy, kehrte er nach Europa zurück und fand Zuflucht, aber auch neue Schwierigkeiten in der DDR. Als Romancier und streitbarer Publizist wurde er international bekannt und gilt heute als einer der wichtigsten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur. Er starb 2001.
von Eric-Emmanuel Schmitt
Eric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon, studierte Klavier in Lyon und Philosophie in Paris. Mit seinen Erzählungen wie »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« wurde er international berühmt und gehört heute zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren in Frankreich. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Schmitt lebt in Brüssel. Marlene Frucht, geboren 1980, übersetzt seit 2008 aus dem Französischen und Englischen. 2009 erhielt sie das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds. Zu ihren Autoren gehören Assia Djebar, Leila Marouane, Baptiste Beaulieu und Eric-Emmanuel Schmitt.
von albert-einstein
Albert Einstein war nicht nur der größte Wissenschaftler seiner Zeit, sondern auch der berühmteste. Mehr noch er beantwortete Briefe. Und diese Kombination macht das vorliegende Buch möglich. Es ist keine Biografie und erklärt nicht Einsteins Ideen. Es hat keine Kapitel, keine Inhaltsübersicht, kein Register und, auf den ersten Blick, keinen zugrundeliegenden Plan und keine Gliederung. Es besteht zum größten Teil aus Zitaten aus bisher unveröffentlichten Briefen und Zeugnissen, die Einstein ohne Gedanken an eine Publikation schrieb. Dennoch sind sie wunderbar lesbar, unterhaltsam und eindrücklich und zeigen Einstein neben dem Wissenschaftler und Menschen als grandiosen Briefeschreiber, der selbstironisch meinte "Wenn alle Leute so lebten wie ich, wahrlich, die Romanschriftstellerei wäre dann niemals auf die Welt gekommen."
von Alfred Brendel
Alfred Brendel erzählt: von seinem Leben und seiner musikalischen und literarischen Arbeit, von den Anfängen in Zagreb und Graz, den frühen Jahren in Wien und den prägenden Begegnungen mit Philosophen und Schriftstellern in London. In den mit viel Witz und herrlichen Anekdoten gewürzten Gesprächen mit Martin Meyer, Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung, steht natürlich die Musik selbst im Mittelpunkt. Man hört besser, wenn man dieses Buch gelesen hat.
von Peter-Andr+â-¬ Alt
Eberhard Falcke, der Peter André Alts Kafka-Biografie den Hörern des Norddeutschen Rundfunks in den höchsten Tönen zur Lektüre empfahl, hat völlig Recht: Dieses Buch "hat das Zeug zum Standardwerk."-- Ein Standardwerk, das mit dem Leben dieses (nicht nur literarischen) Sonderlings sehr eindrücklich auch die Gestimmtheit des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert porträtiert. Neue Einsichten in das Werk und dessen Verfassers Innenleben gewährt Alt mit einer ganzen Reihe von in den Fluss seiner glänzend geschriebenen Lebenserzählung eingefügten Werkinterpretationen, die den geistigen und psychischen Kontext souverän zur Darstellung bringen. Im Spiegel von äußerem wie innerem Leben und dem mit diesem mehr als bei irgendwem sonst innig verschränkten Werk werden die kulturellen und geistigen Strömungen sowie die politische Zeitläufte in der Perspektive des Ausnahmeliteraten sichtbar gemacht. Dessen Blick auf die geschichtlichen Ereignisse freilich ist ein merkwürdig distanzierter: "Die gravierenden Zäsuren, die Europa am Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmen, spielen für Kafkas Leben scheinbar keine Rolle", finden aber immerhin hier und da als "literarisches Ereignis" Verwendung, wie etwa die russische Revolution 1905 für Das Urteil. Seine eigentliche Inspiration jedoch schöpfte Kafka -- man möchte sagen: zum Glück -- "nur in Bruchteilen aus den Zonen der externen Realität".Nach seiner völlig zu Recht hoch gelobten zweibändigen Schiller-Biografie ist Peter-André Alt abermals ein großer Wurf gelungen! --Andreas Vierecke
von Witold Gombrowicz
»Ich muss mein eigener Kommentator, besser noch mein eigener Regisseur werden. Ich muss einen Gombrowicz-Denker schmieden, zusammen mit einem Gombrowicz-Genie, einem Gombrowicz-Kulturdemagogen und vielen anderen unverzichtbaren Gombrowiczen«, beschreibt der polnische Schriftsteller sein Tagebuch-Projekt, das er seit 1952 als eigenständiges literarisches Werk konzipierte und das zu einem seinem Hauptwerk heranwuchs. Darin setzt sich Gombrowicz mit »einem Maximum an Frechheit« mit der Welt auseinander, äußert sich zu philosophischen, historischen, kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen Themen, aber auch zu seinem Emigrantenschicksal und seiner Homosexualität.Die über 1000 Seiten sind ein Thesaurus aus Reflexionen, Analysen, Paradoxien und Provokationen, aus Erlebtem und Erfundenem, die den Leser zu Gelächter, Zustimmung und Widerspruch reizen und damit zum Nachdenken provozieren. Das Tagebuch von Witold Gombrowicz ist Autobiographie, Essay und Kunstwerk in einem. Vor allem aber ein Pamphlet gegen jedwede Unterdrückung und ideologischen Dogmatismus und das Manifest einer gnadenlosen Individualität. Maßlos und über- bordend, ein Buch ohne Ende, ein einzigartiges literarisches Monument des 20. Jahrhunderts.
von Markus Spieker
Dos-to-jew-ski! Zum 200. Geburtstag erscheint das große Buch zum großen Schriftsteller. Als Würdigung. Und als Wachmacher. Denn Dostojewski rüttelt auf, durch seine Werke genauso wie durch den faszinierenden Werdegang: vom Sohn eines Armenarztes, Literatur-Wunderkind, Revolutionär und Zwangsarbeiter in Sibirien – zum Medienunternehmer, Blogger (tatsächlich!) und schließlich gefeierten Nationaldichter. Ganz zu schweigen von seiner Zockerei, seinen Liebesverrücktheiten und vielen Krankheiten. Ist Dostojewski von gestern? Von wegen! Seine Tiefe und Schärfe lässt viele heutige Autoren flach und brav aussehen. Hochaktuell sind seine Warnungen vor einem Hyper-Individualismus und den Folgen der Abkehr von Gott. Höchste Zeit, ihn ganz frisch zu entdecken: als Erzähler, Seelenforscher, Weisheitslehrer. Auf der Grundlage der neuesten Dostojewski-Forschung werden seine Lebensstationen vorgestellt. Dabei kommt er auch ausführlich selbst zu Wort: in einem «Best of» seiner Bücher, Zeitschriften, Briefe und Notizen. Dieser einzigartige Mix aus Biografie und Anthologie steht unter dem Motto, das Dostojewski sich als 17-Jähriger gegeben hatte: «Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muss es enträtseln.»
von Franz Kafka
Der Brief an den Vater ist ein im Jahre 1919 verfasster und niemals abgeschickter Brief Franz Kafkas an seinen Vater. Er wurde erst 1952 veröffentlicht und ist ein beliebter Text für psychoanalytische und biographische Studien über Kafka.Nachdem Kafka 1919 bei einem Kuraufenthalt in Schelesen (Böhmen) Julie Wohryzeck kennenlernte und sich einige Monate später mit ihr verlobte, reagierte sein Vater ungehalten auf seine unstandesgemäßen Heiratspläne. Es wird angenommen, dass dies Kafka veranlasste, zwischen dem 10. und 13. November 1919 den Brief zu verfassen. Die Hochzeit war ursprünglich für November geplant, fand jedoch nie statt. Der vordergründige Anlass war eine vergebliche Wohnungssuche.Der ausladende Brief besteht im Original aus 103 handschriftlichen Seiten (45 Seiten in der Maschinenfassung), auf denen Kafka versucht, seinen Vaterkonflikt schreibend zu bewältigen. Viele seiner Lebensschwierigkeiten schreibt er der totalen Wesensverschiedenheit zwischen sich und dem Vater zu. Der Brief endet mit der Hoffnung, dass sich durch ihn beide ein wenig beruhigen würden und Leben und Sterben leichter gemacht werden könnten.
von Michail Jurevic Lermontov
Michail Jurevic Lermontov: Ein Held unserer ZeitEdition Holzinger. TaschenbuchBerliner Ausgabe, 2016, 4. AuflageVollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael HolzingerErstdruck: Petersburg 1840 (mit einem Vorwort von Lermontov). Hier nach der Übers. v. Wilhelm Lange.Textgrundlage ist die Ausgabe: Lermontoff, Michael: Ein Held unsrer Zeit. Übers. v. Wilhelm Lange, Leipzig: Verlag von Phillipp Reclam jun., [o. J.].Herausgeber der Reihe: Michael HolzingerReihengestaltung: Viktor HarvionGesetzt aus der Minion Pro, 10 pt.
von Markus Spieker, David Bühne
Dos-to-jew-ski! Zum 200. Geburtstag erscheint das große Buch zum großen Schriftsteller. Als Würdigung. Und als Wachmacher. Denn Dostojewski rüttelt auf, durch seine Werke genauso wie durch den faszinierenden Werdegang: vom Sohn eines Armenarztes, Literatur-Wunderkind, Revolutionär und Zwangsarbeiter in Sibirien – zum Medienunternehmer, Blogger (tatsächlich!) und schließlich gefeierten Nationaldichter. Ganz zu schweigen von seiner Zockerei, seinen Liebesverrücktheiten und vielen Krankheiten. Ist Dostojewski von gestern? Von wegen! Seine Tiefe und Schärfe lässt viele heutige Autoren flach und brav aussehen. Hochaktuell sind seine Warnungen vor einem Hyper-Individualismus und den Folgen der Abkehr von Gott. Höchste Zeit, ihn ganz frisch zu entdecken: als Erzähler, Seelenforscher, Weisheitslehrer. Auf der Grundlage der neuesten Dostojewski-Forschung werden seine Lebensstationen vorgestellt. Dabei kommt er auch ausführlich selbst zu Wort: in einem «Best of» seiner Bücher, Zeitschriften, Briefe und Notizen. Dieser einzigartige Mix aus Biografie und Anthologie steht unter dem Motto, das Dostojewski sich als 17-Jähriger gegeben hatte: «Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muss es enträtseln.»