Empfehlungen basierend auf "Erste am Seil Pionierinnen in Fels und Eis : wenn Frauen in den Bergen ihren eigenen Weg gehen"
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von Kirsty Loehr
Witzig, salopp, frech und liebevoll zugleich beschreibt die britische Autorin die Lebensgeschichten und -realitäten queerer Frauen (...).
von Annabelle Hirsch
»Was für ein Buch! In 100 unglaublich ausgesuchten Objekten wird hier feministische Geschichte geschrieben.« Mia Eidlhuber, Der Standard, 04. März 2023
von Michaela Karl
Feminismus ist so aktuell wie lange nicht mehr, selbst Popstars und Modelabels schmücken sich mit ihm. In jüngster Zeit hat die #MeToo-Debatte dazu beigetragen, dass über sexuelle Belästigung und andere Benachteiligungen von Frauen, nicht nur in der Kulturwelt, offener gesprochen wird. Doch der Kampf um Geschlechtergerechtigkeit und Gleichberechtigung hat eine lange Vorgeschichte, die von den Suffragetten über die Feministinnen der 1968er-Generation bis hin zum Postfeminismus und den Gendertheorien um die Jahrtausendwende reicht. Ein kompakter, kenntnisreicher Überblick.
von Emma Southon
Emma Southon promovierte in Alter Geschichte, gab dann aber nach einigen Jahren als Dozentin für antike und mittelalterliche Geschichte die akademische Welt auf und begann, zu ihrem eigenen Vergnügen zu schreiben. Nach ihren ersten beiden hochgelobten Büchern erscheint nun ihr drittes Buch erstmals auch auf Deutsch. Rita Gravert, Jahrgang 1989, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, Spanische Philologie und Interdisziplinäre Lateinamerikastudien in Berlin. Sie übersetzt Bücher aus dem Englischen und Spanischen, u.a. von Florence de Changy, George Monbiot, Marisa Reichardt und K. L. Walther. Caroline Weißbach, Jahrgang 1990, studierte Germanistik und Internationale Literaturen in Tübingen und Nebraska. Sie übersetzt Bücher aus dem Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autor:innen gehören Florence de Changy, Kate Summerscale und Robin Waterfield.
von Charlotte Kerner
Marie Curie (1867-1934) -- Bertha Von Suttner (1843-1914) -- Selma Ottilia Lagerlöf (1858-1940) -- Sigrid Undset (1882-1949) -- Emily Greene Balch (1867-1961) -- Rosalyn Sussman Yalow (1921-) -- Mutter Teresa (1910-) -- Gertrude B. Elion (1918-) -- Aung San Suu Kyi (1945-) -- Nadine Gordimer (1923-) -- Rigoberta Menchú (1959-) -- Toni Morrison (1931-) -- Christiane Nüsslein-volhard (1942-) -- Wisława Szymborska (1923-) Charlotte Kerner (hrsg.). Includes Bibliographical References: P. 448-469.
von Lucia Sillig
Nein, prähistorische Frauen verbrachten ihre Tage nicht damit, die Höhle zu fegen! Vielmehr waren sie, wie neuere Analysen alter Grabanlagen zeigen, auch Kriegerinnen und Jägerinnen. Und wusstet ihr außerdem, dass Männer nicht besser im Parken sind als Frauen, sondern dass Videospielprofis jeden Geschlechts am besten parken? Ob in Archäologie, Biologie oder Neurowissenschaften: Viele wissenschaftliche Theorien erscheinen in einem anderen Licht, wenn man sie durch eine neue Brille betrachtet. In 24 illustrierten, auf aktuellen Forschungen basierenden Essays, dekonstruiert die Wissenschaftsjournalistin Lucia Sillig unsere vorgefassten Meinungen und die der Wissenschaftler, die zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Wie steht es eigentlich um den vermeintlich natürlichen Mutterinstinkt der Frauen? Oder warum werden mehr Jungen als Mädchen geboren und warum sind Frauen kleiner als Männer? Gibt es einen Unterschied in den Gehirnen der beiden Geschlechter? Und was ist der Zweck von Brüsten und Schamhaaren?
von Corinne Rufli
Renate (84) nennt sich Lesbe, ist aber mit einem Mann verheiratet. Berti (78) liebt Elisabeth (77) seit über vierzig Jahren, ist vierfache Grossmutter und geschieden. Margrit (81) führte in den 1960er-Jahren Tanzabende für Frauen durch. Liva (82) betete nach ihrem ersten Mal mit einer Frau das Vaterunser. Ältere Frauen, die Frauen lieben, sind in unserer Gesellschaft bis heute nicht sichtbar. Erstmals blicken in diesem Band elf Frauen über siebzig auf ihr Leben zurück. Sie erzählen, wie sie ihre Beziehungen in der bürgerlichen Enge der 1940er- bis 1960er-Jahre gestalteten, wie sie einen Mann heirateten oder sich in eine Frau verliebten, wie sie von der Frauenbewegung angezogen oder abgestossen waren, und wie sie heute leben. Ihre Geschichten sind voller Lebenslust – berührend und bislang unerhört. Sie zeigen aber auch die Ausgrenzung von Frauen, die sich nicht dem Ideal der Hausfrau und Mutter unterwerfen wollten, und dokumentieren die Vielfalt eines Frauenlebens jenseits von Kategorien.
von Olympe de Gouges
Olympe de Gouges war eine der bedeutendsten Frauen der Französischen Revolution, eine Vorkämpferin für Frauenrechte. Ihre »Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin« (»droits de la femme et de la citoyenne«) von 1791, gedacht als notwendiges Gegenstück zu den Menschenrechten (»droits de l’homme«), gilt als Gründungsurkunde des Feminismus. Sie schrieb außerdem Pamphlete gegen Sklaverei und Rassismus und forderte früh die Einrichtung von Frauenhäusern. Als Gegnerin der Jakobiner und erklärte Feindin Robespierres starb sie 1793 auf dem Schafott. Ihre wichtigsten Texte wurden für diese Ausgabe neu übersetzt und kommentiert. Margarete Stokowski erläutert in ihrem begleitenden Essay das Schicksal und den historischen Rang dieser mutigen Frau.
von Angelika Overath
Die Geschichten der 18 Frauen, die Angelika Overath porträtiert, sind ganz unterschiedlich, aber eines verbindet sie: die Liebe zum Engadin, wo sie alle leben, wobei manche zugezogen sind, andere ihr Heimatdorf nie verlassen haben. Von der 25-jährigen Studentin bis zur 83-jährigen Journalistin wird ein breites Spektrum an Lebensentwürfen aufgezeigt, die alle einzigartig sind. Sie bilden ein Panorama des weiblichen Teils der Engadiner Bevölkerung und zeigen für einmal nicht berühmte Personen, die Aussergewöhnliches geleistet haben, sondern diejenigen, deren Wirken zum Engadiner Alltag beiträgt: eine Kindergärtnerin, eine Hüttenwartin, eine Bäuerin oder eine Reinigungskraft beispielsweise. Inspirierend, berührend und zugänglich sind diese Porträts von Engadiner Alltagsheldinnen.
von Barbara Stollberg-Rilinger
Eine "Weiberherrschaft" war im 18. Jahrhundert an sich nicht ungewöhnlich - ungewöhnlich aber war, dass Kaiserin Maria Theresia das Geschäft des Regierens als ihre persönliche Aufgabe derart ernst nahm und mit äußerster Akribie betrieb. Damit unterschied sie sich von vielen europäischen Monarchen, die lieber ihren Neigungen nachgingen und die Amtsgeschäfte gern anderen überließen. Dass Maria Theresia nicht nur in dieser Hinsicht eine außergewöhnliche Frau war, zeigt diese eindrucksvolle Biographie. Barbara Stollberg-Rilinger lässt in ihrer meisterhaften Darstellung die Verhältnisse am Habsburger Hof, in der Stadt Wien, im Heiligen Römischen Reich und in den vielen Ländern lebendig werden, aus denen sich die Monarchie zusammensetzte. Ihre Haupt- und Staatsaktionen wie der Erbfolgekrieg (1740 - 1748) oder der Siebenjährige Krieg (1756 - 1763) gegen ihren Erzfeind Friedrich den Großen von Preußen werden ebenso anschaulich beschrieben wie das Verhältnis zu Ehe, Sexualität und Schwangerschaft, die Erziehung ihrer vielen Kinder, die Divertissements bei Hofe, die erbitterten Konflikte mit dem Sohn und Mitregenten Joseph II. und nicht zuletzt die unbarmherzige Religionspolitik der kompromisslos katholischen Kaiserin, die am Ende wie aus der Zeit gefallen schien. Gestützt auf zahllose, mitunter kaum bekannte Quellen, entsteht ein ganz einzigartiges Portrait Maria Theresias. Es ist frei von hagiographischen Zügen und zeigt eine Matriarchin von äußerstem Pflichtbewusstsein, die sich selbst ebenso wie ihre Familie und ihre Untertanen einem strengen Regiment unterwarf.