Empfehlungen basierend auf "Entscheidung in Spanien"

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von george-orwell

Ende 1936 kam Orwell als Zeitungsreporter nach Barcelona, um über den Bürgerkrieg zu berichten. Er schloß sich der Miliz P.O.U.M. an, der Arbeiterpartei der marxistischen Einigung, und kämpfte den Winter über an der Front in Aragonien. Als er wenig später mit ansehen musste, wie die Kommunisten bei der Ausschaltung der ihnen nicht genehmen Truppen Methoden der faschistischen Geheimpolizei anwandten, wurde er zu einem der erbittertsten Feinde des sowjetischen Totalitarismus.

von Takuma Melber

Hawaii, 7. Dezember 1941, kurz vor 8 Uhr morgens: Japanische Torpedobomber der ersten Angriffswelle stürzen sich auf die amerikanische Pazifikflotte in Pearl Harbor. Zum zweiten Mal in 30 Jahren wird ein Krieg zum Weltkrieg. Der Angriff auf Pearl Harbor kostete über 2400 amerikanische Soldaten das Leben, zahlreiche Schiffe und Flugzeuge wurden beschädigt. Einen Tag später erklärte der amerikanische Kongress Japan den Krieg. Am 11. Dezember antwortete Deutschland mit der Kriegserklärung an die USA. Anschaulich und lebendig schildert Takuma Melber Vorgeschichte, Verlauf und Folgen des japanischen Überfalls, um den sich zahlreiche Verschwörungstheorien ranken, und lässt die dramatischen Ereignisse in Nahaufnahmen der historischen Akteure wieder lebendig werden. Anders als die meisten westlichen Autoren bezieht er dabei auch die Perspektive der japanischen Angreifer mit ein.

von Thomas Kielinger

4. Aufl., Beck, Mnchen, 2015. 400 Seiten mit einigen graphischen Darstellungen, Pappband mit Schutzumschlag -Sehr gutes Exemplar-

von Walter Kempowski

Die Fortsetzung der monumentalen Echolot-Chronik: eine einzigartige Collage der letzten Kriegstage 1945In »Echolot – Abgesang ’45« lässt Walter Kempowski die hochdramatischen letzten Tage Hitlerdeutschlands wie in einem Film lebendig werden. Der Leser wird zum Augenzeugen privater und politischer Ereignisse. Er erlebt das unermessliche Leid, das die Nazis über die Menschen brachten, und gleichzeitig Hitlers letzten Geburtstag am 20. April 1945, der sich im Berliner Führerbunker in gespenstischer Atmosphäre abspielt. Walter Kempowskis Collage ist Totentanz und Apokalypse zugleich. In ihr kommen Opfer und Täter, Prominente und Namenlose zu Wort.

von Ivan Maisky

The terror and purges of Stalin’s Russia in the 1930s discouraged Soviet officials from leaving documentary records let alone keeping personal diaries. A remarkable exception is the unique diary assiduously kept by Ivan Maisky, the Soviet ambassador to London between 1932 and 1943. This selection from Maisky's diary, never before published in English, grippingly documents Britain’s drift to war during the 1930s, appeasement in the Munich era, negotiations leading to the signature of the Ribbentrop–Molotov Pact, Churchill’s rise to power, the German invasion of Russia, and the intense debate over the opening of the second front. Maisky was distinguished by his great sociability and access to the key players in British public life. Among his range of regular contacts were politicians (including Churchill, Chamberlain, Eden, and Halifax), press barons (Beaverbrook), ambassadors (Joseph Kennedy), intellectuals (Keynes, Sidney and Beatrice Webb), writers (George Bernard Shaw, H. G. Wells), and indeed royalty. His diary further reveals the role personal rivalries within the Kremlin played in the formulation of Soviet policy at the time. Scrupulously edited and checked against a vast range of Russian and Western archival evidence, this extraordinary narrative diary offers a fascinating revision of the events surrounding the Second World War.

von Stefan Barth

Deutschland, April 1945, die letzte Kriegswoche.Der vom langen Krieg desillusionierte Landser Heinrich erf�hrt, dass seine Frau und eins seiner beiden Kinder bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Er desertiert, um an die Seite seiner j�ngsten Tochter zu eilen. Doch er ger�t in die F�nge einer SS-Einheit. Der fanatische Obersturmbannf�hrer von Starnfeld macht kurzen Prozess mit Vaterlandsverr�tern und h�ngt Heinrich am n�chsten Baum auf. Als er von der jungen B�uerin Elsa vor dem sicheren Tod gerettet wird, glaubt Heinrich, seinen Heimweg fortsetzen zu k�nnen. Stattdessen ger�t er in einen blutigen Konflikt um das versteckte Gold einer ermordeten j�dischen Industriellen-Familie. Um nach Hause zu kommen zu seinem Kind, muss Heinrich ein letztes Mal k�mpfen. H�rter als je zuvor.

von Jörn Leonhard

„Dieses Buch ist ein Meisterwerk – elegant geschrieben, klar in der Analyse und vielschichtig in der Perspektive. Eine maßgebliche neue Deutung des Ersten Weltkriegs und eine fesselnde Lektüre.“ Christopher Clark, Autor von „Die Schlafwandler“ Jörn Leonhards grandiose Synthese entfaltet ein beeindruckendes Panorama. Sie zeigt, wie die Welt in den Krieg hineinging und wie sie aus ihm als eine völlig andere wieder herauskam. Sie nimmt nicht nur die Staaten und Nationen in den Blick, sondern auch die Imperien in Europa und weit darüber hinaus. Sie beschreibt die dynamische Veränderung der Handlungsspielräume, die rasanten militärischen Entwicklungen und die immer rascheren Wandlungen der Kriegsgesellschaften. Und sie lässt die Erfahrungen ganz unterschiedlicher Zeitgenossen wieder lebendig werden: von Militärs, Politikern und Schriftstellern, Männern und Frauen, Soldaten und Arbeitern. Doch die Gewalterfahrungen des Weltkrieges endeten nicht mit den Friedensverträgen nach 1918, sondern setzten sich in Europa und der ganzen Welt im Namen neuer Ordnungsvorstellungen und radikaler Ideologien fort – so als wäre damals die Büchse der Pandora geöffnet worden, jenes Schreckensgefäß der antiken Mythologie, aus dem alle Übel der Welt entwichen, als man gegen den Rat der Götter seinen Deckel hob.

von Thomas Kielinger

Als Winston Churchill 25 Jahre alt war, hatte er Kriege auf drei Kontinenten erlebt, fünf Bücher geschrieben und einen Sitz im britischen Unterhaus gewonnen. Als er 60 war, galt er politisch als gescheiterter Mann. Doch dann kam mit dem Zweiten Weltkrieg Churchills größte Stunde. Als Premierminister leistete er den entscheidenden Widerstand gegen Hitler-Deutschland und führte sein Land bis zum siegreichen Kriegsende."Wir sind doch alle Würmer. Aber ich glaube, ich bin ein Glühwurm", hat Winston Churchill (1874–1965) in jungen Jahren einmal verkündet. Kaum einer besaß so reiche Talente, um solchen Ehrgeiz zu befriedigen. Churchill kämpfte als Soldat in Englands Kolonialkriegen, wurde als Kriegskorrespondent und Kriegsabenteurer berühmt, bekleidete im Laufe seines Lebens fast jeden Ministerposten seines Landes und wurde zwei Mal Premierminister. Daneben war er ein anerkannter Maler, ein begeisternder Redner und ein begnadeter Schriftsteller – der einzige Staatsmann, der je den Nobelpreis für Literatur erhielt. Dabei konnte er gleichermaßen inspirieren wie irritieren: als radikaler Sozialreformer und als Imperialist alter Schule, als entschlossener Krieger und als Vordenker einer friedlichen Welt nach den Weltkriegen. Thomas Kielinger erzählt das fesselnde Leben dieser Jahrhundertgestalt mit kritischer Bewunderung und narrativem Glanz.

von Walter Kempowski

Ein einzigartiges Zeitzeugnis von einem der großen Autoren der NachkriegszeitDer Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war der Anfang vom Ende des Hitler-Regimes. Zwischen Berlin und Moskau starben mehr Menschen als an allen anderen Fronten des 2. Weltkrieges. Walter Kempowski hat in seinem einbändigen Werk »Das Echolot – Barbarossa ´41« Dokumente von russischer und deutscher Seite aus jener Zeit zu einer bewegenden Collage verwoben. So zeichnet das Buch ein zeitloses Mosaik des Krieges und ist in seiner Eindringlichkeit berührend und erschütternd zugleich.

von Timothy Snyder

Timothy Snyder erzählt in seinem aufsehenerregenden, zutiefst aufwühlenden Buch drei miteinander verknüpfte Geschichten - Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung - so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. Makellos recherchiert, atemberaubend geschrieben und von eindringlicher Humanität gehört Bloodlands zu den historischen Büchern, die einen anderen Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Noch bevor der Zweite Weltkrieg begann, hatte Hitlers zeitweiliger Partner und späterer Gegner Stalin bereits Millionen von Menschen umgebracht - und setzte dieses Morden während des Krieges fort. Bevor Hitler besiegt war, hatte er sechs Millionen Juden ermorden lassen - und ließ Millionen andere Menschen gezielt verhungern. All dies geschah auf einem einzigen Gebiet: den "Bloodlands" zwischen Russland und Deutschland. Doch als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, verschwand die Erinnerung an diesen millionenfachen Mord in der Dunkelheit hinter dem Eisernen Vorhang. Nicht nur unser Bild vom Holocaust erweist sich jedoch mit dem Blick auf die "Bloodlands" als unvollständig und westlich verzerrt. Auch die Geschichte Europas gewinnt ein verlorenes Terrain im Osten zurück: die gemeinsame Erinnerung an 14 Millionen Tote und die größte Tragödie der modernen Geschichte.