4.4

Ein wenig Leben

von Hanya Yanagihara, Stephan Kleiner

Format:Hardcover
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Das TikTok-Phänomen. Sie werden über dieses Buch sprechen wollen: "Ein wenig Leben" ist ein unvergleichlich mutiger Roman über Freundschaft als wahre Liebe. "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
960 SeitenHardcover
Erschienen an: September 23, 2024

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Aktuelle Rezensionen(167)

4.4(915 ratings)
Ilo…Rezension von Ilo…

Auch eines meiner Lieblingsbücher! Der Schreibstil ist unfassbar gut, ich liebe einfach alles daran. Die Geschichte von Jude geht wirklich unter die Haut, und die Autorin hat die Charaktere so gut beschrieben und rübergebracht, dass ich zu 100 % mit ihnen sympathisieren konnte. Nur selten schaffen es Bücher, dass ich so sehr um fiktive Charaktere trauere, dieses Buch hat noch Tage später nachgehallt. Man muss sich zwar durch die ersten hundert Seiten durchbeißen, aber es lohnt sich definitiv. Dieses Buch lebt von seinen Charakteren, und man spürt es wirklich. Erwartet also keine hochspannende Story, wie gesagt, es lebt von Gefühlen und Charakteren. Haltet Taschentücher bereit: Auch wenn ich selbst nicht allzu viel weinen musste, kann ich gut verstehen, dass man bei diesem Buch Rotz und Wasser heult. Absolute Leseempfehlung! Aber achtet bitte auf die Triggerwarnungen.

📖SylviaRezension von 📖Sylvia

Ein wenig Leben ist für mich zweifellos ein gewaltiger, sprachlich beeindruckender Roman. Hanya Yanagihara schreibt mit einer enormen Präzision und Intensität, oft fast literarisch überhöht. Das ist faszinierend, macht das Buch aber auch anspruchsvoll, für mich war es kein Roman, der sich einfach “wegliest”. Gerade zu Beginn fiel es mir schwer, die vielen Figuren und die feinen, über lange Strecken angelegten Details einzuordnen. Hat man den Einstieg geschafft, entfaltet der Roman jedoch eine enorme Sogwirkung. Was mich überrascht hat: Anders als viele Leserinnen und Leser bin ich emotional nie vollständig in der Geschichte versunken. Ich hatte während des Lesens stets das Bewusstsein, dass ich einen Roman lese, eine erfundene Geschichte, die zwar in Teilen realistisch sein könnte, deren extreme Verdichtung von Leid und Traumata für mich jedoch zunehmend konstruiert wirkte. Immer wieder stellte ich mir dieselbe Frage: Warum treibt die Autorin das Schicksal ihrer Figur derart kompromisslos auf die Spitze? Genau das blieb mein größter Kritikpunkt. Den Begriff “Trauma Porn”, der in englischsprachigen Rezensionen immer wieder auftaucht, kann ich deshalb durchaus nachvollziehen. Für mich überschritt der Roman stellenweise die Grenze zwischen eindringlicher Auseinandersetzung mit Traumata und einer Häufung von Leid, die ihre Wirkung eher durch Übermaß als durch Glaubwürdigkeit entfaltet. Trotz dieser Kritik erkenne ich die außergewöhnliche literarische Qualität des Romans uneingeschränkt an. Ein wenig Leben ist ein sprachlich herausragendes, eindrucksvolles Werk, das mich zum Nachdenken gebracht hat , wenn auch nicht auf die Weise, wie ich es erwartet habe.

MeiRezension von Mei

Die Geschichte von Jude hat mich getroffen wie eine Wucht. Ich habe viel von dem Buch schon gehört und trotzdem konnte mich nichts darauf vorbeireiten. Ich habe das ganze Buch lang mit Jude mitgelitten und irgendwann tat es mir um den fiktiven Charakter fast nur noch leid, dass ein derart schlimmes Schicksal niedergeschrieben werden musste. Das Buch hat einen zu Boden gerissen und nachgetreten. Dennoch gehört es für mich zu eins der besten Bücher. Er zeigt vor allem auf, wie tiefgründig die Geschichten von Menschen sein können & wie wenig nach außen davon wahrnehmbar sein muss. Ein Mensch kann mit noch so viel Liebe & Freundschaft umgeben sein, sich aber dennoch in seinem Kopf verlieren.

KosiRezension von Kosi

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt bei einem Buch so viel geweint habe. Schmerzhaft, intensiv und unglaublich bewegend – ein Roman, der lange nachhallt.

SandraRezension von Sandra

hart - brutal - ekelerregend ehrlich - emotional - niederschmetternd - zutiefst rührend Kein Fan von langen Büchern mit langen Kapiteln, aber in dem Fall war es jede Seite wert. Absolut keine leichte Lektüre für den Sommer. Absolut herzzerreissend. Oft habe ich gedacht, wie dankbar ich für alles in meinem Leben bin.

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