Empfehlungen basierend auf "Ein liebender Mann"

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von Kurt Wagenseil

Geboren 1912 in Jalundar/Indien, wuchs er in Indien auf und begann nach Ende seiner Schulzeit in England zu schreiben. Er lebte auf Korfu, in Ägypten und leistete bis 1956 in weiteren Ländern Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit für die britische Regierung. Ab 1957 ermöglichte ihm der Erfolg seiner Romane, sich als freier Schriftsteller in Südfrankreich niederzulassen. Dort starb er 1990 in Sommières. Henry Miller, der am 26. Dezember 1891 in New York geborene deutschstämmige Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, wuchs in Brooklyn auf. Die Dreißiger Jahre verbrachte Miller im Kreis der «American Exiles» in Paris. Sein erstes größeres Werk, das vielumstrittene «Wendekreis des Krebses», wurde – dank des Wagemuts eines Pariser Verlegers – erstmals 1934 in englischer Sprache herausgegeben. In den USA zog die Veröffentlichung eine Reihe von Prozessen nach sich; erst viel später wurde das Buch in den literarischen Kanon aufgenommen. Henry Miller starb am 7. Juni 1980 in Pacific Palisades, Kalifornien.

von Franz Kafka

Kafkas berühmter Brief an seinen Vater, der im Nachlass gefunden wurde und seinen Adressaten nie erreichte, ist Literatur und Dokument zugleich, ein rhetorisch durchdachter Text und autobiographischer Kommentar zu bedeutenden Werken des Autors.

von Reiner Stach

This volume of Reiner Stach's acclaimed and definitive biography of Franz Kafka tells the story of the final years of the writer's life, from 1916 to 1924 - a period during which the world Kafka had known came to an end. Stach's riveting narrative, which reflects the latest findings about Kafka's life and works, draws readers in with a nearly cinematic power, zooming in for extreme close-ups of Kafka's personal life, then pulling back for panoramic shots of a wider world scarred by World War I, disease, and inflation.In these years, Kafka was spared military service at the front, yet his work as a civil servant brought him into chilling proximity with its grim realities. He was witness to unspeakable misery, lost the financial security he had been counting on to lead the life of a writer, and remained captive for years in his hometown of Prague. The outbreak of tuberculosis and the collapse of the Austro-Hungarian Empire constituted a double shock for Kafka, and made him agonizingly aware of his increasing rootlessness. He began to pose broader existential questions, and his writing grew terser and more reflective, from the parable-like "Country Doctor" stories and "A Hunger Artist" to "The Castle."A door seemed to open in the form of a passionate relationship with the Czech journalist Milena Jesenska. But the romance was unfulfilled and Kafka, an incurably ill German Jew with a Czech passport, continued to suffer. However, his predicament only sharpened his perceptiveness, and the final period of his life became the years of insight.

von E.M. Remarque

Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.

von Virginia Woolf

Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag The Hogarth Press. Ihre Romane stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust. Zugleich war sie eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterließ ein umfangreiches Tagebuch- und Briefwerk. Virginia Woolf nahm sich am 28. März 1941 in dem Fluß Ouse bei Lewes (Sussex) das Leben. Klaus Reichert, 1938 geboren, ist Literaturwissenschaftler, Autor, Übersetzer und Herausgeber. Von 1964 bis 1968 war er Lektor in den Verlagen Insel und Suhrkamp, von 1975 bis 2003 war er Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Frankfurter Goethe-Universität, 1993 gründete er dort das »Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit«. Von 2002 bis 2011 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Bei S. Fischer erschien zuletzt »Türkische Tagebücher. Reisen in ein unentdecktes Land« (2011) und »Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen« (2016).

von Tim Prose

Jan Fedder (1955-2019), ein Volks-Schauspieler im besten Sinne, verkörperte in seinen Rollen oft aufrechte Gemüter norddeutscher Provenienz mit ebensolchem Dialekt. Der Journalist Tim Pröse zeichnet hier, von Fedder autorisiert, dessen Leben mit allen Höhen und Tiefen nach.

von Ernst von Salomon

Ernst von Salomon, 1902 in Kiel geboren, wurde bereits ab 1913 in einer preußischen Kadettenanstalt militärisch erzogen. Nach dem Ersten Weltkrieg kämpfte er als Angehöriger verschiedener Freikorps während des Spartakus-Aufstands in Berlin, im Baltikum und in Oberschlesien. Als Mitglied der rechtsterroristischen Organisation Consul war er an dem Attentat auf den Außenministers Walter Rathenau mitbeteiligt. Wegen Beihilfe zum Mord zu fünf Jahren Zuchthaus und wegen eines weiteren Mordversuchs erneut verurteilt, wurde er bald begnadigt und machte sich in den folgenden Jahren als Schriftsteller wie als Publizist der sog. Konservativen Revolution einen Namen. Sein erster Roman, „Die Geächteten“, erschien 1930 bei Rowohlt. Im NS-Staat, zu dem Salomon nicht nur seiner jüdischen Lebensgefährtin wegen ein zwiespältiges Verhältnis pflegte, arbeitete er in der Filmbranche. Nach Kriegsende wurde Salomon seiner politischen Vergangenheit wegen von der amerikanischen Besatzungsmacht in Haft genommen. Die Erlebnisse dieser Zeit hat er in seinem erfolgreichsten Buch „Der Fragebogen“ verarbeitet, das in der Bundesrepublik und in Frankreich ein Bestseller wurde. Später engagierte sich Salomon in der internationalen Friedens-Bewegung. Er starb 1972 in Winsen.

von Lion Feuchtwanger

Unusual book

von Ernesto Che Guevara

»Guevara, der nicht nur als Revolutionär verehrt wurde, sondern auch als brutaler Guerillero und skrupelloser Politiker bekannt war, zeigt sich in diesen Briefen wie schon in seinen Tage- und Erinnerungsbüchern als charmanter und witziger Autor. Es ist wohl auch seinem literarischen Talent geschuldet, dass seine Schriften Revolutionäre weit über Kuba hinaus beeinflussten.«

von Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919-1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922-1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen, meist unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937-1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und in Paris, seit 1940 in den USA. 1961-1977 wohnt Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er stirbt am 2. Juli 1977. Dieter E. Zimmer, geb. 1934, war freier Autor und Übersetzer. Von 1959–1999 war er Redakteur bei DIE ZEIT, davon 1973–1977 Leiter des Feuilletons, danach als Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Psychologie, Biologie, Medizin und Linguistik. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er den Preis für Wissenschaftspublizistik der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Bei Rowohlt war er u. a. als Herausgeber und Übersetzer für die Nabokov-Gesamtausgabe verantwortlich.  Dieter E. Zimmer starb 2020 in Berlin.