4.0

Ein letzter Sommer in Méjean

von Cay Rademacher

Format:Hardcover

Méjean, ein Fischerdorf an der Côte Bleue, in dem Bewohner und Gäste die ersten heißen Tage genießen. Bis fünf Fremde aus Deutschland anreisen. Mit ihnen kehren die düsteren Erinnerungen an ein seit dreißig Jahren ungelöstes Verbrechen zurück – und damit Misstrauen, Angst und Hass. Sommer 1984: Claudia und Dorothea, Oliver, Barbara, Rüdiger und Michael haben gerade Abitur gemacht. Die Clique verbringt einen letzten gemeinsamen Urlaub im Ferienhaus von Michaels Eltern und verlebt eine großartige Zeit. Bis eines Nachts Michael zum Schwimmen in eine Bucht geht und nicht wieder auftaucht. Am nächsten Tag wird seine Leiche gefunden, und es ist klar: Es handelt sich um Mord. Doch die Polizei findet keinen Schuldigen, weder unter den Deutschen noch unter den Einheimischen. Nun, im Sommer 2014, sind die fünf überlebenden Freunde von einst wieder zusammen in Méjean. Sie haben sich längst aus den Augen verloren. Manche haben Karriere gemacht, andere sind gescheitert. Aber sie alle haben einen Brief erhalten, der sie an diesen Ort zurückzwingt. Auch Commissaire Renard aus Marseille reist an, der ebenfalls ein Schreiben erhalten hat. Denn in diesem Sommer in Méjean, so verspricht der anonyme Absender, werden sie endlich Michaels Mörder finden ...

Mystery, Thriller, Horror & Crime
464 SeitenHardcover
Erschienen an: May 17, 2019

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.0(2 ratings)
Jenny BeyRezension von Jenny Bey

Ein dreißig Jahre alter Mord in einem idyllischen Fischerdorf an der Côte Bleue - und fünf Freunde, die sich der Wahrheit stellen müssen: In Méjean genießen Bewohner und Gäste die ersten heißen Tage. Bis fünf “Bekannte” aus Deutschland anreisen – und mit ihnen Misstrauen, Angst und Hass. Sommer 1984: Claudia, Dorothea, Oliver, Barbara, Rüdiger und Michael haben ihr Abitur in der Tasche. Ein letztes Mal machen sie gemeinsam Urlaub, im Ferienhaus von Michaels Eltern. Eines Morgens wird eine Leiche gefunden und es wird schnell klar es handelt sich um Mord. Die Polizei findet keinen Schuldigen. Sommer 2014: die fünf überlebenden Freunde von einst kehren zurück nach Méjean. Sie alle haben einen anonymen Brief erhalten, der verspricht, dass sie in diesem Sommer endlich den Mörder finden werden. Mit ihnen reist ein Commissaire an, der ebenso einen anonymen Brief erhalten hat. Es ist mein erstes Buch von Cay Rademacher es war bestimmt nicht mein letztes von ihm. Das Buch ist eine Mischung aus Krimi und Reiseführer. Rademacher scheint die Gegend gut zu kennen. In seinen Beschreibungen riecht man beim Lesen das Meer und spürt die südfranzösische Sonne auf der Haut brennen. Auch die Beschreibungen der Charaktere am Anfang sind genial. Man kann sich direkt ein Bild von den Figuren machen. Im Laufe der Geschichte merkt man, dass der Schein trügen kann und der ein oder andere etwas zu verbergen hat. Besonders mochte ich Commissaire Renard und seine Entwicklung. Seine ruhige Art ist besonders und wie er sich im Laufe der Ermittlung zurück ins Leben kämpft – vom laufenden Tod bis hin zu einem Mann der sich gerade von einer schweren Krankheit erholt und neuen Mut fasst für die Zukunft. Es ist ein schöner, klassischer Krimi vor traumhafter Kulisse, in dem sich heiße Spuren schnell im Sande verlaufen. Dabei kommen kleine und große Geheimnisse kommen ans Licht. Am Anfang fließt die Geschichte ruhig dahin, nimmt zum Ende aber immer mehr Fahrt auf und endet in einem Höhepunkt. Bis zum Schluss bleibt es spannend und man kann nicht wirklich ausmachen wer der Mörder ist. Klare Leseempfehlung für Krimi- und Frankreichfans.

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Ich gebe zu, wenn es nicht gerade von Cay Rademacher geschrieben worden wäre, hätte es mich wohl nicht so interessiert. Frankreich als Setting funktioniert bei mir meist nicht so gut. Und auch wirklich, ich hatte zu Beginn durchaus meine Startschwierigkeiten. Allerdings hat die Handlung selbst mich schnell überzeugt. Vor allem die alte Clique hat es mir angetan. Die verschiedenen Charaktere und welche Gefühle die Erinnerungen auslösen. Das fand ich eindringlich und sehr glaubwürdig geschildert. Die Figur des Renard, als polizeiliches Gegengewicht hätte ich persönlich dabei eher nicht gebraucht. Ich weiß nicht ob dieser schon einmal eine Rolle in andren Krimis von Rademacher gespielt hat. Aber ich finde selbst wenn, lässt sich der Roman als Einzelband wunderbar lesen, würde aber auch als Auftakt mit Renard als Ermittler funktionieren. Mich hat jedenfalls vor allem die Dynamik innerhalb der Gruppe interessiert. Wie gehen sie mit einander um, welche Erinnerungen teilen sie mit dem Polizisten, was behalten sie lieber für sich? An ein paar Stellen hat sich die Handlung trotzdem auch etwas gezogen. Vor allem gegen Ende hat es mir doch etwas lange gebraucht, bis dann endlich die Katze aus dem Sack war. Die Lösung des Falles war aber in sich schlüssig und glaubwürdig. Leider hat mich trotzdem eine Kleinigkeit gestört, weil das in eine etwas sehr moralische Richtung ging. Außerdem fand ich auch, das die falschen Fährten am Ende etwas arg konstruiert wirkten und gerade hier das Ende künstlich in die Länge gezogen haben. Mich persönlich hat daher vor allem der Weg bis dahin überzeugt, die Atmosphäre dieses letzten Sommers. Das war richtig gut eingefangen. Hi und da hätte ich mir aber ein paar mehr Gespräche zwischen den alten Freunden erhofft. Andererseits wurde gerade durch die Passivität in gemeinsamen Szenen deutlich, das man sich kaum noch etwas zu sagen hatte. Und viel mehr zu verbergen... Diese kleinen und großen Geheimnisse, das ist die Stärke des Roman. Hinzukommt eine so gute Beschreibung der Französischen Kulisse, ich hatte das Gefühl das Meer zu riechen und vor mir zu sehen. Und das trotz eines Settings, das eben sonst nicht so ganz mein Ding ist. Cay Rademacher gehört jedenfalls nicht umsonst zu den Autoren, die ich gerne lese und ich werde sicher auch seinen anderen Frankreichromanen eine Chance geben!

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