Empfehlungen basierend auf "Ein Hüter der Herden"

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von Leonhard Hieronymi

Ein Gewerbegebiet am Rande Frankfurts, die Villengrundstücke des Taunus zum Greifen nah: Hier arbeitet Fansi im Klempnerbetrieb von Hieronymus Bosch, der seine besten Zeiten hinter sich hat. Ein paar Hallen weiter lockt mit der Perugino AG ein metallverarbeitendes Unternehmen, dessen Mitarbeiter im Auftrag von Jeff Koons unter vollem körperlichen Einsatz denkwürdige Objekte erschaffen - Kunst, deren Weg in die Museen der Welt und die Lichthöfe der Reichen vorprogrammiert ist. Auch Fansi erliegt dem Reiz des Glanzes und begibt sich auf abenteuerliche Montagereise nach Paris. Leonhard Hieronymi entführt uns in eine aberwitzige Welt zwischen poliertem Edelstahl und Silikonfugen und stellt die Frage, wessen Arbeit wirklich zählt.

von Dirk Bernemann

Gunnar Bäumer hat vor sieben Jahren mit Ende Zwanzig die Provinz verlassen, um nach Berlin zu ziehen. Jetzt kehrt er für eine Woche in sein Elternhaus zurück, um »das Haus zu hüten«. In diesen Tagen findet auch das alljährliche Schützenfest statt, dem er sich eigentlich verweigern wollte, um zur Ruhe zu kommen. Doch dem Fest entkommt er nicht und muss sich innerhalb der nächsten Tage dem Dorfleben, seinen Lebenskonzepten und seiner Vergangenheit stellen, vor allem auch seiner Jugendliebe Franziska mit deren Ehemann.

von Rafael Eigner

Die neue amüsante Liebeskomödie des Bestsellerautors Rafael Eigner.Den smarten schwäbischen Notfallmediziner Dr. Benny Brandstätter treibt es nach der abenteuerlichen Zeit in Costa Rica zurück nach Stuttgart – im Schlepptau sein neunmalkluger Sohn Tobi. In der alten Heimat trifft er auf liebenswerte Bekannte, wie den Gitarristen Dobro, die Ex-Kollegin Fatima und natürlich Frau Winterberg, die schräge Vermieterin.Der neue Posten in einer allgemeinmedizinischen Praxis und die Dienste im Notarztwagen bringen erneut skurrile Patientengeschichten mit sich. Der alleinerziehende Vater wäre nicht mehr er selbst, sorgten nicht Begegnungen mit der Damenwelt für Turbulenzen. Ein Trio Infernale stürzt ihn in ein Gefühlschaos. Zum Glück hat sein pragmatischer Sprössling bereits eine Entscheidung getroffen.

von Jill Barklem

Es wird gelacht, gegessen, gespielt … kurzum: gelebt. Eine behagliche Atmosphäre, in der man sich herrlich verlieren kann. Eric Mayer auf juliliest.net

von Philippe Collin

Paris, 1940. In der Bar des legendären Hotel Ritz scheint warmes Licht auf die polierte Messingtheke, während Nazis, Kollaborateure und Mitglieder der französischen Elite ihre Cocktails schlürfen – weit entfernt vom Lärm des Krieges. Frank Meier, der berühmte Barmann des Ritz, serviert sie mit routinierter Eleganz. Doch hinter seinem höflichen Lächeln verbirgt sich die Angst. Jeder Drink, den er mixt, könnte sein letzter sein. Denn er hat ein Geheimnis, das ihn das Leben kosten könnte: Er ist Jude. Hinter seiner Theke hört Frank mehr, als gut für ihn ist. Zwischen perlendem Champagner, prickelnden Cocktails und geflüsterten Absprachen schnappt er Informationen auf – von Verrat, Résistance und den skrupellosen Plänen der Besatzer. Jeder Abend in der Bar wird gefährlicher, jede falsche Bewegung könnte ihn entlarven. Zuschauen oder handeln? Seine Entscheidung wird nicht nur über sein Schicksal bestimmen, sondern auch über das von Luciano, seinem jungen Lehrling, und Blanche, der Frau, die er liebt. Basierend auf der echten Figur des Frank Meier, entführt Der Barmann des Ritz in eine Welt voller Täuschung, Loyalität und Mut – ein fesselnder Roman über den schmalen Grat zwischen Überleben und Widerstand.

von Gerhard Henschel

Sie zog Das Kapital aus dem Regal. ›Hab ich auch mal zu lesen versucht. Schön und gut, aber irgendwie hätte ich gedacht, es müssten mehr Indianer drin vorkommen …‹Die junge Frau, die sich für Marx interessiert, ist die Anglistikstudentin Kathrin Passig aus Regensburg. Martin Schlosser lernt sie Anfang der neunziger Jahre als Gewinnerin eines von ihm selbst organisierten Preisausschreibens für das Satiremagazin Kowalski kennen. Dort ist er inzwischen als freier Mitarbeiter tätig. Und weil auch der Merkur, die Frankfurter Rundschau und konkret seine Texte drucken, kann er endlich vom Schreiben leben. Von nun an steht er nicht mehr hinter dem Tresen einer friesischen Rumpeldiscothek, sondern geht als Reporter auf Reisen: etwa zu einem Jonglierfestival in Oldenburg, zur Wiedervereinigungsfeier vor dem Berliner Reichstag oder zu einem Atheisten-Kongress in Fulda. Nebenbei kümmert er sich um seine Großmutter in Jever, besucht hin und wieder seinen Vater in Meppen oder tummelt sich auf Tantra-Workshops. Dann zieht es ihn wieder nach Berlin. Alles wendet sich jetzt, wie es scheint, zum immer Besseren: Verleger bieten ihm Buchverträge an, es gibt Einladungen zu Lesungen, die Nächte werden länger, und das Leben ist schön.

von Christian Huber

Über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes LebenBohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er mit Mitte dreißig aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Mit seinem Hund Fox schlägt er sich gerade so durch.Alina, eine ehemals aufstrebende Journalistin, scheint in ihrer Laufbahn an einem toten Punkt angekommen zu sein. Ihre letzte Chance auf eine Karriere ist der Auftrag für eine Dokumentation über Obdachlosigkeit, die sie für ihren TV-Sender drehen soll.Zufällig trifft sie auf Bohm, der sich widerstrebend auf das Projekt einlässt. Zu seinem Schrecken erkennt er, dass er dabei ist, sich in die zielstrebige Frau zu verlieben. Eine Liebe, die niemals eine Chance haben wird?Nun … das Leben geht seine eigenen Wege.

von Arnd Schimkat, Moses Wolff

Jörg Geissner ist Kreditmanager und hat einen Job mit Zukunft. Privat interessiert er sich für Abhörtechnik und lässt Modellhubschrauber durch die Küche fliegen. Womöglich ist das der Grund, warum sich seine Lebensgefährtin soeben von ihm getrennt hat. Als ihn seine Bank auf eine griechische Insel schickt, um ein Elektrizitätswerk zu begutachten, ist sein Unglück perfekt - ausgerechnet er, der den Euro-Rettungsschirm hasst wie kein anderer. Paladiki steht unter Schock: Die Deutschen kommen, um zu schnüffeln! Jörg Geissner - unfreiwilliger Neu-Single und Vollblutspiesser - soll die korrekte Verwendung eines Kredits überprüfen. Doch angekommen auf Paladiki beginnt für den Banker eine Odyssee. Angeführt von dem gewitzten Gigolo Panos führen die Inselbewohner den Deutschen an der Nase herum. Geissner muss gegen ihre Schikanen kämpfen wie gegen die Köpfe der Hydra. Doch schliesslich kommt er den Einheimischen näher und ihm wird klar: Der Ausgang seiner Reise entscheidet über die Zukunft der Insel. Geissner muss sich die Frage stellen, wem gegenüber er sich wirklich verantwortlich fühlt: Seiner Bank oder den Menschen von Paladiki ...

von Rafael Eigner

Nach dem Bestseller »Kammerflimmern und Klabusterbeeren« erscheint jetzt der zweite Roman über Bennys amouröse Abenteuer. Ein neues Fest für Fans romantischer Komödien – auch, wenn man den Vorgänger nicht kennt. Benny Brandstätter ist zurück. Noch immer ist der gutaussehende Mediziner auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Nach einem Schicksalsschlag kündigt er seinen anspruchsvollen Job als Oberarzt, gönnt sich eine Auszeit, begibt sich auf Reisen und strandet in Costa Rica. In seiner neuen Heimat gilt seine ganze Leidenschaft dem Surfen und dem gechillten Pura Vida an der Karibikküste. Nicht ganz freiwillig hilft er an der örtlichen Klinik aus und findet schnell wieder Spaß an seinem Beruf als Arzt. Alles könnte so einfach sein, gäbe es nicht auch in diesem Paradies die größte und schönste Herausforderung für einen Mann, die Frauen.

von Matto Kämpf

Der Mann gehört abgeklärt. In Belgrad der Polizei entlaufen, irrt er in Handschellen durch die serbische Provinz. Ob das gut kommt? Auf der Schweizer Botschaft in Sarajewo wird der zerzauste Mann wieder aufgepäppelt und anschliessend repatriiert. Zurück in der Schweiz wird seine Ausflucht unter die Lupe genommen. In seinem dritten Roman seziert Matto Kämpf so liebevoll wie gnadenlos den Lebensentwurf eines mittelalten Mannes, der an der Welt und sich selbst verzweifelt. Die grosse Kämpfsche Kunst zeigt sich dabei einmal mehr in der Art, wie er in ausgelassener Komik ganz beiläufig die grossen, existenziellen Fragen aufwirft.