Empfehlungen basierend auf "Eigentlich habe ich ganz andere Pläne gehabt Erzählung"

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von Irvin D. Yalom

Sehr persönliche Erinnerungen, geschrieben mit der Offenheit, die ihn als Psychotherapeuten so besonders und letztlich weltberühmt machten. Irvin D. Yalom widmete sein Leben dem seelischen Leid anderer, in diesem Buch erzählt er von sich und den Umbrüchen, die ihn und seine Arbeit geprägt haben. Er berichtet von der Kindheit in prekären sozialen Verhältnissen, dem Minderwertigkeitsgefühl in jungen Jahren, der frühen Eigenwilligkeit, aber auch von den Kämpfen der verschiedenen psychotherapeutischen Schulen in den 1960er Jahren, den Anfängen der Studentenrevolte, der Menschenrechts- und Frauenbewegung, Drogen und Esoterik, und auch Berühmtheiten wie Viktor Frankl oder Rollo May kommen zu Wort. Entstanden ist so das Porträt eines Mannes, der sein Leben in Gänze ausgekostet und gleichzeitig mit extremen Sinn gefüllt hat – von ausgelassenen Flitterwochen auf dem Motorrad durch Frankreich bis zur therapeutischen Arbeit mit Krebspatienten und dem Reflektieren über den eigenen Tod.

von Irvin D. Yalom

Ernest Lash, ein junger Psychoanalytiker aus San Francisco, glaubt an die Wirksamkeit seines Tuns, ist aber andererseits davon überzeugt, daß die klassischen Therapien dringend einer Erneuerung bedürfen. Eines Tages beauftragt ihn die Ethikkommission seines Fachbereichs mit der Untersuchung eines prekären Falls: Er soll die Arbeitsweise eines älteren, sehr berühmten Kollegen namens Seymour Trotter überprüfen, der angeklagt ist, ein Verhältnis mit einer vierzig Jahre jüngeren Patientin gehabt zu haben. Trotter beharrt darauf, daß Sex das einzige Mittel gewesen sei, um die junge Frau vor ihrem selbstzerstörerischen Verhalten zu retten. Zunächst ist Ernest entrüstet. Doch je mehr er sich mit der Sache beschäftigt, desto mehr fasziniert ihn die Idee, jedem Patienten bzw. jeder Patientin eine fallspezifische Behandlung zuteil werden zu lassen.

von Adelaïde Bon

Als sie neun ist, spricht ein Mann sie im Hauseingang an und missbraucht sie. Sie schafft es, ihren Eltern davon zu erzählen, sie gehen zur Polizei. Sie lächelt weiterhin, was ist schon passiert, sie wächst in einer privilegierten Familie auf – doch nichts kann die Leere füllen, den Selbsthass betäuben, den sie in sich spürt und mit enormer Energie zu verbergen versucht. Erst als erwachsene Frau bringt sie den Begriff Vergewaltigung mit dem Erlebnis in Verbindung, das sie so perfekt von sich abgekapselt hat und das doch ihr Leben so radikal bestimmt. Und erst jetzt kann der Prozess der Heilung wirklich einsetzen. Hochreflektiert und mit starken Bildern macht Adélaïde Bon die Unermesslichkeit einer solchen Verletzung erfahrbar.

von Victoria Spry

Als Baby wird die kleine Victoria adoptiert, doch schon sehr früh zeigt sich, dass ihre Adoptivmutter Victoria und ihre Geschwister tyrannisiert und quält. Sie schlägt sie brutal, würgt die Kleinen aus purer Freude und lässt sie hungern. Victoria wird dringend benötigte medizinische Versorgung verweigert, und sie muss teilweise wochenlang eingesperrt auf dem Dachboden verharren. Es ist die pure Hölle und erst nach 18 Jahren gelingt es Victoria sich aus den Fängen ihrer sadistischen Adotivmutter zu befreien.

von Nathalie Stüben

Nathalie Stüben ist Anfang 30 und erfolgreich als Journalistin tätig, als sie sich eingestehen muss: Ich bin alkoholabhängig. So kann es nicht mehr weitergehen. In Eigenregie macht sie einen Entzug, beginnt zu recherchieren und stößt auf viele Irrtümer und Ungereimtheiten: Ist Alkohol in Maßen wirklich gesund oder eher ein Nervengift? Muss man jeden Tag trinken, um gefährdet zu sein oder kann man schon früher Probleme bekommen? Und ist ein Leben ohne Alkohol trist und langweilig oder vielleicht sogar um Längen besser als mit? Anhand ihrer eigenen Geschichte räumt die Autorin mit den größten Missverständnissen zum Thema Alkoholabhängigkeit auf. Mit frischem, unbestechlichem Blick beleuchtet sie ein Problem, das längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Vollständige Lesung, gesprochen von der Autorin.1mp3-CD, Laufzeit 4 Stunden, 58 MinutenLesung mit Musik/Ungekürzte Lesung mit Nathalie Stüben1 MP3-CD, 4h 58minAusstattung: 1mp3

von Yoram Yovell

Ein Buch über die menschliche Seele. Der renommierte israelische Psychoanalytiker Yoram Yovell erzählt aus seiner Praxis, ohne seine Patienten zu verraten. Die menschliche Seele besser zu verstehen und ihr Linderung zu verschaffen, ist das Anliegen dieses faszinierenden Buches, das seine Leser emotional und intellektuell bereichert. Yovell scheut sich dabei nicht, eigene Schwächen und Vorlieben zuzugeben - so liest sich das Ganze fesselnd wie ein Roman: Eine Frau fürchtet, ihren Verlobten nicht mehr begehren zu können, wenn sie ihn heiratet. Eine andere arbeitet als Stripperin, angeblich um ihr Studium zu finanzieren. Was steckt hinter all diesen Verhaltensweisen und Ängsten?

von Thordis Elva

Selten ist ein Buch so viel in den Medien besprochen worden wie dieses: Darf jemand das, dem Vergewaltiger vergeben - und warum tut Thordis Elva das öffentlich? Warum räumt sie Tom Stranger seitenlang Raum ein in ihrem authentischen Schicksalsbericht - und welche Erkenntnisse hat ein Täter beizutragen? Ein tief berührendes Buch, in dem sich die beiden, Elva und Stranger, mit wichtigen Fragen auseinandersetzen: mit der Schuld, dem Vertrauen und der Möglichkeit der Vergebung -, aber auch mit ihrem eigenen Erleben und den lebenslangen Folgen einer entsetzlichen Tat.. Die Isländerin Thordis Elva ist 16, als sie von ihrem Freund vergewaltigt wird. Nach einer Party nutzt Tom, der australische Austauschschüler, ihre Wehrlosigkeit aus und missbraucht sie stundenlang. Danach ist für Thordis wie auch für Tom nichts mehr wie zuvor. Beide versuchen auf ihre Weise, das Geschehen zu verarbeiten – vergeblich. Bis Thordis Jahre später mit Tom Kontakt aufnimmt. Sie schlägt ihm ein Treffen vor, in Kapstadt, auf halber Strecke zwischen Reykjavik und Sydney. Ihr Ziel: Sie will Tom die Tat vergeben und so endlich die Opferrolle ablegen. Auch Tom hat seine Sicht der Dinge zu erzählen. Dieser ehrliche und authentische Bericht einer emotional riskanten Begegnung spricht Frauen und Männer an - denn Vergewaltigung in der Partnerschaft ist ein heiß diskutiertes Debattenthema. Auf einzigartige Weise schildern die vielfach ausgezeichneten Autorin und Journalistin Thordis Elva, die sich für Gewaltprävention einsetzt, und Tom Stranger, der jahrelang als Sozialarbeiter tätig war, was damals zwischen ihnen wirklich passiert ist. Und wie es ihnen nach langen Jahren im Austausch gelingt, den Mut zu fassen, sich den Tatsachen zu stellen und das Unfassbare zu verarbeiten. Thordis Elva: "Nur so konnte ich mir beweisen, dass Gewalt keine Macht über mich hat. Nicht damals, nicht heute: nie."

von Andrew Solomon, Carl Freytag

Inhaltsübersicht: Vorbemerkung, 1. Depression, 2. Zusammenbrüche, 3. Therapien, 4. Alternativen, 5. Populationen, 6. Sucht, 7. Selbstmord, 8. Historisches, 9. Armut, 10. Politik, 11. Evolution, 12. Hoffnung, Anmerkungen, Medikamentenliste, Bibliographie, Danksagung, Register.

von undefined MIMI

"Sehr, sehr lesenswert."