Empfehlungen basierend auf "E. T. A. Hoffmann. 100 Seiten"
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von Ferdinand Schirach
»Diese Geschichten sind überwältigend kalte Versuchsanordnungen.« (DIE ZEIT)Ein Ehemann quält jahrelang seine junge Frau. Ein Internatsschüler wird fast zu Tode gefoltert. Ein Ehepaar verliert die Kontrolle über ihre sexuellen Spiele. Ein Mann wird wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Leise, aber bestimmt stellt Ferdinand von Schirach die Frage nach der Schuld des Menschen.
von Jörg Thadeusz
Dortmund-Lütgendortmund in der Nachkriegszeit, das bedeutet Armut, Kriegstraumata und wenig Hoffnung auf eine rosige Zukunft. Doch drei Jugendliche kämpfen um einen besseren Platz im Leben.Edgar wächst bei seiner Mutter und seinem Onkel – der Vater ist im Krieg gefallen – in den 50er-Jahren in der Steinhammerstraße in Dortmund auf. Er soll später den Friseurladen übernehmen oder bei schlechtem Betragen zur Strafe auf den Pütt. Er, seine Jugendliebe Nelly und sein bester Freund Jürgen – sie alle haben genug von der ärmlichen Enge und Versehrtheit des Viertels und träumen davon, alles hinter sich zu lassen. Als Edgar die Möglichkeit bekommt, Schaufensterdekorateur zu lernen, und Förderer findet, öffnet sich die Tür zur Düsseldorfer Künstlerszene. Doch Edgar ist anders als die Sprösslinge reicher Familien und eckt mit seiner unkontrollierten Art immer wieder an. Der Roman lehnt sich an das Leben des Malers Norbert Tadeusz an, der es zum Meisterschüler Beuys’ und zum Kunstprofessor brachte. Jörg Thadeusz schreibt in diesem authentischen Roman über einen Aufsteiger, der mit seiner Herkunft bricht und sie doch nie ganz loswird.
von Franz Kafka
Jetzt in einem Band: die beiden berühmtesten Erzählungen Franz Kafkas in zuverlässiger Textedition. Ohne Franz Kafka (1883-1924) wäre die Literatur des 20. Jahrhunderts eine andere. Doch nirgends erfüllt er den eigenen Anspruch, ein Buch müsse »die Axt sein für das gefrorene Meer in uns«, radikaler als in seinen Erzählungen. Es sind Geschichten von phantastischer Präzision, klar und rätselhaft wie Wachträume, die man nie mehr vergißt.
von Heinrich Böll
Walter Fendrich, Hauptfigur dieser Liebesgeschichte in den Wirtschaftswunderjahren, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach dem Krieg begann er ziellos mehrere Berufsausbildungen, versuchte sich erfolglos als Banklehrling, Tischler und Verkäufer, und auch seine Elektrikerlehre schloß er ohne Begeisterung ab. Schließlich findet er ein einträgliches Auskommen als Waschmaschinen-Mechaniker, ohne jedoch mit seinem Leben zufrieden zu sein. Das ändert sich, als sein Vater ihn in einem Brief bittet, die Tochter eines Kollegen vom Bahnhof abzuholen. Die Begegnung mit der zwanzigjährigen Hedwig, einer flüchtigen Bekannten aus Kindertagen, wird für Walter zum Wendepunkt. Er setzt alles daran, die junge Frau zu gewinnen, und legt dabei eine Entschlossenheit an den Tag, die ihn an seine Kindheit erinnert. Er wuchs auf in ärmlichen Verhältnissen und war von einem gierigen, geradezu zwanghaftem Verlangen nach Brot besessen. Die Hartherzigkeit seiner Umgebung trieb ihn in den Diebstahl, und schließlich ging es Walter nur noch um Geld. Es wurde zum einzigen Lebenszweck, und erst die Macht, mit der ihn die Liebe zu Hedwig erfasst, führt ihn zu lange vergessenen Wertmaßstäben zurück. Informieren Sie sich auch über das größte editorische Unternehmen in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch: Heinrich Böll, Werke 1 - 27 Kölner Ausgabe
von Dylan Thomas
»Wir erleben diese walisische Stadt Llareggub, ihre Einwohner und ihre Selbstbekenntnisse als ein poetisches Werk, dessen Beschwörung und Provokation sich bei jeder Begegnung wiederholen.« – Hans Bender
von Horst Bienek
Eine oberschlesische Chronik - Zeit ohne Glocken - bk666; Hanser Verlag; Horst Bienek; Paperback; 1993
von Volker Weidermann
Der Dichter und sein Kritiker – eine wechselvolle Fehde und ein großes Stück deutscher Geschichte.Die »Zwangsehe«, wie Günter Grass sie einmal nannte, wurde offiziell am 1. Januar 1960 geschlossen: An diesem Tag besprach der damals 39-jährige Kritiker Marcel Reich-Ranicki »Die Blechtrommel« des gerade 32-jährigen Autors. Er verriss den Roman. Und so begann das wechselhafte, von Rivalität wie Respekt getragene Verhältnis der beiden herausragenden Protagonisten der deutschen Nachkriegsliteratur. 1958 waren sie sich schon einmal im Warschauer Hotel Bristol begegnet – und hatten beide bereits ein Leben hinter sich: Der eine war bei der Waffen-SS gewesen, der andere Überlebender des Warschauer Ghettos. Doch beide einte ihre große Liebe zur deutschen Literatur und ihr unbedingter Wille, ihr weiteres Leben dieser Literatur zu widmen.
von Friedrich Dürrenmatt
Alfredo Traps, Zyniker und herzloser Profiteur, findet bei einer Gruppe von pensionierten Richtern Zuschlupf. Eine aussergewöhnliche Nacht steht ihm bevor.