Empfehlungen basierend auf "Die vielen Talente der Schwestern Gusmão"
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von Jo Leevers
Einfach so hat Georgies Mutter Nancy ihre Familie vor 20 Jahren verlassen – ohne Erklärung, ohne Abschied. Jetzt, wo Georgie selbst Mutter wird, kann sie das noch weniger verstehen als damals. Aber sie hat das Gefühl, Antworten zu brauchen, um in ihrem eigenen Leben endlich zur Ruhe zu kommen. Zusammen mit ihrem Bruder Dan macht Georgie sich auf die Suche nach Nancy. Unterwegs kommen Erinnerungen an ihre Kindheit zurück, die mehr und mehr Fragen aufwerfen. War es etwa Georgies Schuld, dass Nancy gegangen ist? Was die Geschwister über ihre Familie herausfinden, erschüttert all ihre Gewissheiten. Und es stellt Georgies eigene Entscheidungen infrage.
von Sue Monk Kidd
Die Autorin erzählt die christliche Überlieferung vom Leben Jesu mit feministischem Anspruch. Nämlich stellt sie diesem eine Ehefrau zur Seite: Ana. Ana ist ein jüdisches Mädchen aus reichem Haus, das gegen seinen Willen mit einem Witwer verheiratet werden soll. Ana hat lesen und schreiben gelernt, beherrscht vier Sprachen. Sie ist sich der Unterdrückung der Frauen in der jüdischen Tradition bewusst, schreibt deren Geschichten auf. Ihr Vater dient Herodes. Ana hat sich in Jesus verliebt. Als der Witwer überraschend stirbt, kann sie Jesus' Frau werden. Unterstützt wird Ana in allem von ihrer Tante Yaltha. Ana warnt Herodes' Frau vor dessen Scheidungsplänen, wird verfolgt, flieht mit Yaltha erst zu deren Bruder, später zu den Therapeutae. Als Ana von dem Verrat ihres Bruders an Jesus erfährt, kehrt sie zurück und erlebt die Kreuzigung. Wenn auch die christliche Überlieferung relativ naiv behandelt wird, so stellt die Autorin existenziell bedrückenden Situationen einfühlsam und eindrücklich dar.
von Gail Honeyman
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.
von Namrata Patel
Ein berührender Roman über die Suche nach sich selbst, die Bedeutung von Familie und die Frage, was ein Zuhause ausmacht.Manchmal ist es an der Zeit, die Türen aufzuschließen – im Haus wie im Leben.Die junge Fotojournalistin Meena lebt überall auf der Welt und kommt gut allein zurecht. Als sie plötzlich von einer Fremden eine Wohnung in Boston erbt, stellt das ihr Leben auf den Kopf. Einerseits ist da ihr attraktiver Nachbar Sam, andererseits ist ihr die Gemeinschaft in dem alten viktorianischen Haus zu eng; die Bewohnerinnen mischen sich in alles ein und die Türen sind nie abgeschlossen. Meena fasst den Entschluss, so schnell wie möglich weiterzuziehen.Doch je mehr sie über die Verstorbene erfährt, desto neugieriger wird sie: Was hat all das mit ihrer Vergangenheit zu tun? Bald muss Meena sich der Frage stellen, wer sie wirklich ist – und wer sie sein will.
von Sejal Badani
Manchmal beginnt der Weg zu den eigenen Wurzeln mit einer weiten Reise.Das Leben ist nicht immer einfach. Das musste die New Yorker Journalistin Jaya auf schmerzhafte Weise erfahren. Um sich nach der Trennung von ihrem Mann endlich wiederzufinden, will sie die eigenen Wurzeln kennenlernen, über die ihre Mutter eisern schweigt.In Indien, dem Land ihrer Vorfahren, angekommen, ist Jaya berauscht von den Farben, Gerüchen und Bildern, die ihr so fremd sind wie ihre Familiengeschichte. Von Ravi, dem engsten Vertrauten ihrer verstorbenen Großmutter, erfährt sie, dass diese eine ebenso geheime wie tragische Liebe lebte. Ist das vielleicht der Schlüssel zu dem, was sie bedrückt, und der Weg zu einem ganz neuen Anfang?
von Nana Kwame Adjei-Brenyah
Selten war ein Debüt ähnlich kraftvoll, mitreißend und ungewöhnlich: Nana Kwame Adjei-Brenyah erzählt in zwölf verstörenden Storys von Liebe und Leidenschaft in Zeiten von Gewalt, Rassismus und ungezügeltem Konsum. Wie fühlt es sich an, im heutigen Amerika jung und schwarz zu sein? Welche Spuren hinterlässt alltägliche Ungerechtigkeit? In einer unkonventionellen Mischung aus hartem Realismus, dystopischer Fantasie und greller Komik findet der US-Amerikaner eine neue Sprache für die brennenden Themen unserer Zeit.
von Jean P. Sasson
Der erschütternde Lebensbericht einer arabischen Prinzessin: Die bewegende und beeindruckende Geschichte einer jungen Frau, die nach einem alptraumhaften Leben im goldenen Käfig die Mauer des Schweigens durchbricht und den Schleier einer grausamen Männerwelt zerreisst.
von Chan Ho-kei
»Ein hochpolitischr Thriller mit enormer Spannweite und immenser Detailfülle.« Ulrich Noller, Deutschlandfunk Kultur
von Ella Zeiss
Kindle-Storyteller-Gewinnerin Ella Zeiss erzählt anrührend und mitreißend die Geschichte eines jungen Mannes in der Ukraine vor dem Zweiten Weltkrieg.»›Danke.‹ Er drückte ihre Hand. ›Ich werde deine Hilfe nie vergessen.‹ Er würde sie nie vergessen.«Ukraine 1930: Fassungslos muss der elfjährige Noah zusehen, wie sein Vater als Volksverräter verleumdet und verurteilt wird. Die Familie verliert alles, was sie je besaß. Von nun an versucht Noah alles, um seine Mutter und seine Geschwister vor dem Verhungern zu bewahren. Als er auf einem seiner Streifzüge Jakobine kennenlernt, wird sie sein Lichtblick in der harten Zeit. Auch wenn die Not groß ist, gibt er nie auf.Zehn Jahre später hat Noah sich endlich eine sichere Zukunft erarbeitet und den Mut gefunden, um Jakobines Hand anzuhalten, da zwingt ihn das Schicksal erneut auf einen anderen Weg …