3.7

Die verborgene Sprache der Blumen

von Vanessa Diffenbaugh

Format:Hardcover

Victoria Jones kennt von Geburt an nur Waisenhäuser und Pflegefamilien. Von ihren Mitmenschen hält sie nichts und ist daher am liebsten allein. Einzig für Blumen interessiert sie sich, und für ihre verborgene Bedeutung, in die Elizabeth sie als Kind eingeweiht hat. Elizabeth ist der einzige Mensch, der ihr jemals das Gefühl von einem Zuhause gegeben hat. Mit achtzehn Jahren ist Victoria schließlich auf sich allein gestellt, ist obdachlos, bis sie einen Job in einem kleinen Blumenladen findet. Weil sie die Sprache der Blumen kennt, weiß sie die richtigen Sträuße zu binden und hat damit Erfolg. Auf dem Markt lernt sie Grant kennen und stellt erstaunt fest, dass er ebenfalls die Sprache der Blumen versteht. Zum ersten Mal seit langer Zeit hofft sie wieder auf Liebe und eine Familie. Doch ihre Vergangenheit, ihr Gefühl, nichts wert zu sein, holen sie immer wieder ein.

Science-Fiction & Fantasy
410 SeitenHardcover
Erschienen an: 2011

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.7(3 ratings)
honey013Rezension von honey013

Eine spannende Erzählung über Kindheit (Vergangenheit) und Erwachsenenalter (Gegenwart), Prägungen, innere Kämpfe und äußere Kämpfe und das Lieben lernen und die Magie und Bedeutung von Blumen.

JulianeRezension von Juliane

Rezension (mit Bildern!) auch hier: http://buechertruhe.blogspot.com/2011/09/rezension-die-verborgene-sprache-der.html <b>Inhalt:</b> Endlich ist Victoria 18 Jahre alt und kann dem Waisenhaus entfliehen. Ihre gesamte Kindheit wurde sie von Familie zu Familie gereicht und letztlich wollte sie niemand mehr. Nun lebt sie ihr eigenes Leben, einziges Gut ist ihr umfangreiches Wissen über Blumen und ihre Bedeutungen. Sie bekommt einen Job bei einer Floristin und kann ihre Leidenschaft leben. Auf dem Blumenmarkt lernt sie Grant kennen, einen Mann, der die Sprache der Blumen ebenfalls spricht. <b>Meine Meinung:</b> Dieses Buch hat mich überrascht. Allein vom Klappentext habe ich eine ganz andere Geschichte erwartet und auch das Cover hat mich in eine andere Richtung gelotst. Dieses Buch ist bedrückend und oft auch traurig, aber es gibt einem auch Hoffnung. Die Geschichte ist sehr unkonventionell: Die junge Victoria ist nicht wie die meisten Romanheldinnen, sie ist unhöflich, unerzogen und kann sich Menschen nicht hingeben. Sie hat - wie sie selbst sagt - eine Menschenfobie. Letztlich glaube ich das nicht, sie ist in sich gekehrt und kann Fremden gegenüber kein Vertrauen fassen. Das ist so realistisch beschrieben, dass man glaube könnte, die Autorin teile Victorias Geschichte. Teilweise stimmt das auch, denn der Hintergrund von der Autorin zeigt, dass solche Schicksale tatsächlich existieren. Sie selbst betreute Pflegekinder und hat mit Sicherheit so einiges selbst erlebt. Denn solche Kinder sind verletzt, schwierig und verschreckt. Das Buch kritisiert eindeutig. Kinder, die von dutzenden Familien einfach nur weitergereicht werden, können nie ein sorgenfreies Leben führen. Zurück zu Victoria: Einzig in der Sprache der Blumen fühlt sie sich zu Hause. Es ist klasse, so viel über die längst vergessene Sprache der Blumen und Pflanzen zu lernen. Und hier gibt es viel zu lernen. Victoria kommuniziert mit Grant zunächst über Blumen. Ein total toller Teil der Geschichte - wenn nicht sogar mein Lieblingsabschnitt. Sie gibt ihm eine Blume, er antwortet mit einer Blume seinerseits. Wäre sowas in Wirklichkeit möglich, daran könnte ich Gefallen finden! Am Ende des Buches befindet sich ein Lexikon der Sprache der Blumen. Das ist super, während der Geschichte werden zwar einige Bedeutungen mit auf den Weg gegeben, aber lang nicht alle. So kann man dieses Lexikon prima als Nachschlagewerk benutzen. Ich werde mit Sicherheit immer mal wieder einen Blick hineinwerfen. Wer denkt, dass diese Geschichte eine Liebesgeschichte ist, liegt nur teilweise richtig. Denn ja, es geht um Liebe. Aber hauptsächlich um die Liebe und die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter. Victoria berichtet aus ihrer Vergangenheit, eine Pflegemutter - die ihr auch die Sprache der Blumen beigebracht hat - ist ihr besonders nahe gegangen und sie kann sie bis heute nicht vergessen. Aber etwas ist geschehen, dass ihr Verhältnis gestört hat, darauf arbeitet das Buch hin. Erst zum Ende versteht man Victorias Ängste, Sorgen und ihre Schuld erst richtig. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte zwischen Frau und Mann. Sonst würde Grant auch gar nicht im Klappentext auftauchen. Aber auch ihre Beziehung ist kompliziert. Victoria ist ein gebranntes Kind. Sie läuft weg, zieht sich zurück, und stößt ihre Liebsten von sich ab. Ihr Charakter ist toll dargestellt. Es ist sehr realistisch, traurig und melancholisch. Die Autorin ist seht talentiert. Sie zieht den Leser mit ihrer Geschichte in den Bann und erweitert ihm den Horizont. Die Geschichte ist unkonventionell und es gibt sie kein zweites Mal. Es handelt um die wunderbare Weise, auch ohne Worte kommunizieren zu können und dass es wichtig ist, jemandem manchmal eine zweite, dritte oder auch vierte Chance zu geben. <b>Fazit:</b> Das Buch ist berührend, tiefgreifend und nichts für Zwischendurch. Leser sollten nichts Leichtes erwarten und auch nicht, dass man die Geschichte leicht wegstecken kann. Es handelt von Liebe, Vertrauen und der Schuld der Vergangenheit, aber hauptsächlich ist es eine ergreifende Geschichte über die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern.

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