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Die Unergründliche / La incomprensible

von Carmen de Burgos, Elena Moreno Sobrino, Carmen de las Navas, Elena Moreno Sobrino

Format:Softcover

Start / Bücher / Die Unergründliche / La incomprensible ZurückWeiter Nach Jahren der Flucht vor ihrer Leidenschaft wird Isabel in Florenz durch einen verzweifelten Liebesbrief des Malers Alfredo von der Vergangenheit eingeholt. Beim Wiedersehen in Madrid prallen ihre widerstreitenden Seelen aufeinander: Während er stolz von luxuriösen Affären und oberflächlichen Abenteuern berichtet, kämpft sie um die Würde ihrer unstillbaren Zuneigung. Ihr letzter Spaziergang endet im Schweigen; eine abweisende Handberührung vor dem dunklen Portal besiegelt das Drama zweier Menschen, die an der Unergründlichkeit des anderen scheitern ... "Eine Studie über die weibliche Selbstbestimmung im Spiegel männlicher Egozentrik."

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
Softcover
Erschienen an: June 24, 2025

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Helga RiemerRezension von Helga Riemer

Carmen de Burgos gilt als erste professionelle Journalistin Spaniens und als eine der bedeutendsten Feministinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Auch in ihrer Erzählung „Die Unergründliche“ setzt sie sich mit der Stellung der Frau und ihrem Streben nach Unabhängigkeit auseinander. Im Mittelpunkt steht Isabel, die zwischen ihrer Sehnsucht nach Liebe und dem Bedürfnis, über ihr eigenes Leben und ihre Entscheidungen zu bestimmen, hin- und hergerissen ist. Als ihr ehemaliger Geliebter Alfredo wieder in ihr Leben tritt, muss sie entscheiden, ob sie sich erneut auf eine Beziehung einlassen will, die ihren eigenen Vorstellungen nicht entspricht. Dabei ist Isabel nicht bereit, sich mit einer halbherzigen oder rein körperlichen Beziehung zufriedenzugeben. De Burgos stellt damit eine Frau dar, die ihre eigenen Bedürfnisse über die Erwartungen eines Mannes stellt – für die damalige Zeit durchaus bemerkenswert. Teilweise wirkt Isabels Idealvorstellung von Liebe allerdings sehr absolut, wodurch ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar sind.Und doch überzeugt diese Geschichte, weil sie auf wenigen Seiten eine erstaunlich präzise Frage stellt: Wie viel darf eine Frau von der Liebe erwarten, ohne dabei ihre eigene Freiheit aufzugeben?

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