4.1

Die Uhr, die nicht tickt

von Sarah Diehl, Heike Gronemeier

Format:Softcover
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»Ein wichtiges Buch für Menschen ohne und mit Kindern, das den Blick für die unterschiedlichsten Lebensentwürfe schärft und für Toleranz wirbt.« Beate Hausbichler, Der Standard »Ein wichtiges und Mut machendes Buch – und bei aller Informationsfülle flüssig und unterhaltsam zu lesen.« AVIVA-Berlin »Ihr Buch ist das überfällige Plädoyer für eine vorurteilsfreie und zeitgemäße Einstellung zu Mutterschaft und weiblicher Identität.« Katrin Gottschalk, Frankfurter Rundschau, 10.12.2014

Science-Fiction & Fantasy
272 SeitenSoftcover
Erschienen an: August 31, 2018

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.1(8 ratings)
Barbara BrauseRezension von Barbara Brause

So ein wichtiges Buch! Sarah Diehl legt den Blick auf die Stigmatisierung kinderloser Frauen und räumt mit Vorurteilen auf. Sie erklärt, wie sich die Mär vom Mutterinstinkt historisch entwickelt hat und warum diese noch heute dazu führt, dass eine Entscheidung gegen Kinder oder Zweifel am Kinderwunsch, von den betreffenden Frauen selbst oder ihrer Umwelt direkt in Frage gestellt werden, während der Wunsch, Kinder zu bekommen, noch immer als Norm gesehen wird. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag für eine Zukunft, in der Frauen unabhängig gesellschaftlicher Erwartungen entscheiden können, ob sie Mutter werden wollen oder nicht. (Für die Redundanz an einigen Stellen gibt einen Punkt Abzug.)

CarinaRezension von Carina

Letztes Jahr habe ich mir zum ersten Mal die Frage gestellt "Moment, will ich überhaupt Kinder?" Bis dahin war das für mich einfach "normal" gewesen und es hat mich, dank meines Alters von 31 und auch meinen Partner extrem unter Druck gesetzt. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema und habe Pros und Contras abgewogen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir keine Kinder wollen. Nach diesem Entschluss fiel eine riesige Last von mir ab.<br/>Trotz der Entscheidung kommen natürlich immer Zweifel auf, und darum habe ich mir dieses Buch zugelegt. Und ich wurde nicht enttäuscht.<br/>Zum Teil hat Frau Diehl etwas sehr weit ausgeholt, was manchmal gut und manchmal etwas verwirrend war. Aber die Interviews mit den kinderloses Frauen und deren Ansichten haben mir gut getan und mich bestärkt.<br/>Überhaupt gab es eine MENGE "Aha!"-Momente. Mir war überhaupt nicht bewusst, woher das Familienbild kommt und, dass es eben nicht "schon immer so war", sondern eine Instrumentalisierung von Gesellschaft und Politik ist. Ebenfalls die o.g. Zweifel, die einem von jedem immer eingeredet werden.<br/>Außerdem war es unheimlich interessant zu lesen, dass Deutschland eines der Länder ist, die noch diese starren Gebilde haben und dass andere Länder, wie Frankreich doch schon sehr viel weiter bezüglich Vereinbarung von Familie und Beruf sind. Manchmal kommt mir Deutschland echt wie ein Entwicklungsland vor.<br/><br/>Und ja. Dass man Kinderlosigkeit begründen muss, finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen. Es setzen sich meiner Meinung nach viel zu wenig Leute wirklich mit dem Thema Kinderkriegen und dessen Konsequenzen auseinander. Und das sage ich aus Erfahrung, denn meine Eltern hätten niemals Kinder bekommen dürfen. Es leiden unzählige Kinder an Eltern, die sich nicht um sie kümmern wollen oder können. Und das ist unheimlich traurig. Manchmal frage ich mich sogar, was der Motivator hinter dem Kinder kriegen ist? Denn Kinder zu kriegen ist meiner Meinung nach keine Selbstlose Tat. Man bekommt Kinder weil man was hinterlassen will, weil man Kinder süß findet, weil man Erben braucht oder jemanden, der sich im Alter um einen kümmert. Keines der Kinder würde es bereuen nicht geboren worden zu sein, da sie es nicht wüssten. Ich weiß, dass ich mir so manches mal gewünscht hätte nicht geboren worden zu sein bei solchen Eltern. Ich will Eltern damit nicht schlecht machen, aber ich möchte, dass sich Leute mehr Gedanken machen bevor sie einfach Kinder zeugen.<br/><br/>Dieses Buch sollte wirklich von allen, und ich meine ALLEN gelesen werden.

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