Nach "Bad Science" ("Die Wissenschaftslüge", BA 3/10), wo er sich auch schon u.a. an Alternativmedizin und Big Pharma abgearbeitet hatte, stellt der britische Wissenschaftsjournalist nun "Bad Pharma" konzentriert an den Pranger. Das Buch ist wieder lebendig, spannend und fundiert geschrieben - und macht wirklich schlechte Laune. Goldacres These: Wir können keineswegs sicher sein, dass die Medikamente, die wir schlucken, auch wirklich die wirksamsten sind. Denn sowohl die klinischen Testreihen für neue Medikamente, als auch die in Fachzeitschriften veröffentlichten Studienergebnisse, auch die Zulassung von Arzneimitteln, wie schließlich die Marketingmaßnahmen, u.a. getarnt als "Weiterbildung" von Ärzten, seien von der Pharmaindustrie finanziert, kontrolliert und manipuliert. Am Ende jedes Kapitels steht eine kleine Forderungsliste. Das Buch über die Macht und die Machenschaften von "Bad Pharma" steht in der Reihe der Arbeiten von J. Law (ID 30/07), Hans Weiss, Caroline Walter (beide BA 8/10), J. Virapen (BA 7/08), zuletzt Klaus Heilmann (ID-A 24/13) und hat hohes Aufmerksamkeitspotenzial. (2) (Uwe-Friedrich Obsen)
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Die Pharma-Lüge
von Ben Goldacre
Nach "Bad Science" ("Die Wissenschaftslüge", BA 3/10), wo er sich auch schon u.a. an Alternativmedizin und Big Pharma abgearbeitet hatte, stellt der britische Wissenschaftsjournalist nun "Bad Pharma" konzentriert an den Pranger. Das Buch ist wieder lebendig, spannend und fundiert geschrieben - und macht wirklich schlechte Laune. Goldacres These: Wir können keineswegs sicher sein, dass die Medikamente, die wir schlucken, auch wirklich die wirksamsten sind. Denn sowohl die klinischen Testreihen für neue Medikamente, als auch die in Fachzeitschriften veröffentlichten Studienergebnisse, auch die Zulassung von Arzneimitteln, wie schließlich die Marketingmaßnahmen, u.a. getarnt als "Weiterbildung" von Ärzten, seien von der Pharmaindustrie finanziert, kontrolliert und manipuliert. Am Ende jedes Kapitels steht eine kleine Forderungsliste. Das Buch über die Macht und die Machenschaften von "Bad Pharma" steht in der Reihe der Arbeiten von J. Law (ID 30/07), Hans Weiss, Caroline Walter (beide BA 8/10), J. Virapen (BA 7/08), zuletzt Klaus Heilmann (ID-A 24/13) und hat hohes Aufmerksamkeitspotenzial. (2) (Uwe-Friedrich Obsen)
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