Empfehlungen basierend auf "Die Gesichter des Meeres Roman"

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von Wolfram Fleischhauer

Das Meer: Ursprung des Lebens. Der Mensch: Ursprung der Zerstörung. Ein Roman über Gut und Böse, über Leben und Tod. Dramatisch und erschreckend realistisch: Wolfram Fleischhauer versteht es wie kein anderer, brisante Themen mit atemloser Spannung zu verknüpfen. Teresa verschwindet spurlos im Einsatz auf einem modernen Fischfangschiff auf hoher See. Entsetzt ist nicht nur ihr Geliebter und Ausbilder John Render von der zuständigen EU-Behörde in Brüssel. Genauso am Boden zerstört sind Ragna di Melo und ihre Truppe von radikalen Umweltaktivisten, die eine mörderische Methode entwickelt haben, die skrupellose Ausbeutung der Meere zu beenden. Als Ragnas Vater, ein schillernder Schweizer Lobbyist, Wind von den Aktivitäten seiner Tochter bekommt, die auch seine eigenen Geschäftsinteressen berühren, muss er handeln. Noch bevor das ganze Ausmaß der Bedrohung bekannt wird, reist er nach Südostasien, wo Ragna sich versteckt halten soll. Er weiß, dass seine Tochter niemals mit ihm sprechen wird. Daher heuert er den jungen Dolmetscher Adrian an, der zu Schulzeiten eine leidenschaftliche Affäre mit Ragna hatte - ohne ihn jedoch in die wahren Gründe einzuweihen ... Drei Männer auf einer verzweifelten Suche, zwei Frauen in Todesgefahr - und zwischen ihnen der brutale Apparat der globalen Fischereimafia, eine gleichgültige Öffentlichkeit und eine handlungsunfähige Politik: Wolfram Fleischhauer entwirft ein erschreckend realistisches Katastrophenszenario und erzählt zugleich von den Grenzen der Liebe und unserer Sehnsucht nach einem neuen Umgang mit der Natur.

von Alexis Pauline Gumbs

Das Gewässer, in dem das Ertrinken droht, ist der Atlan­tik, über den Millionen versklavter Afrikaner*innen nach Nordamerika verschleppt wurden. Und es ist das Erbe die­ser kollektiven Erfahrung. Alexis Pauline Gumbs spricht von denjenigen, die ertranken – buchstäblich und metaphorisch –, denjeni­gen, die sagten »I can’t breathe«, und denjenigen, die trotz allem weiteratmeten. Auch heute weiteratmen, nichter­trinken. Sie lädt dazu ein, eine neue Art des Atmens zu erler­nen. Als Mentor*innen stellt sie uns Wale, Delfine, Rob­ben, Walrosse und Seekühe vor. Denn wer könnte mehr über das Nichtertrinken wissen? In neunzehn Lektionen verwebt Alexis Pauline Gumbs auf poetische Weise natur­wissenschaftliche Beobachtungen mit Ansätzen und Er­kenntnissen des Black Feminism. Sie fragt sich, wie die Echoortung unser Verständnis von visionärem Handeln beeinflussen kann, und betrach­tet die Methoden, mit denen sich Menschen und Meeres­säuger zunehmend bedrohlichen Umständen anpassen – oder anpassen könnten. Leiten lässt sich Gumbs von der Liebe und der Be­wunderung für unsere aquatischen Verwandten, die es ihr erlauben, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und von ih­nen zu lernen.

von Stefano D'Arrigo

Kahns Übersetzung schlägt einen epischen Tonfall an, einen Tonfall, der den Rhythmus der Meereswellen annimmt, […] und den Leser über viele Tage hinweg mit sich führt.

von Carsten Jensen

Alles beginnt 1848, als der Seemann Laurids Madsen in den Himmel fliegt und unversehrt wieder zur Erde zurückkehrt – der Tod habe ihn noch nicht gewollt. Irgendwann verschwindet Laurids dann auf den Weltmeeren, und sein Sohn Albert macht sich auf den Weg in die Südsee, um seinen Vater zu suchen. Als er zurückkommt, weiß er, dass im neuen Jahrhundert die Zukunft in den Frachträumen der großen Segelschiffe liegt: Von Marstal aus sollen noch mehr Schiffe in See stechen. Doch Albert hat nicht mit den Frauen gerechnet. Sie hassen das Meer, das ihnen ihre Männer und Söhne genommen hat und immer wieder nimmt. Eine von ihnen eröffnet den Kampf.

von Elias Haller

Der Herbst an der Ostseeküste beginnt mit einem dramatischen neuen Fall für Silber und Finkel.Bei einer privaten Feier auf der Insel Rügen herrscht ausgelassene Stimmung, bis die Gastgeber bemerken, dass ihre Kinder Finn und Frieda verschwunden sind. Da der Familienvater Landtagsabgeordneter ist, werden umgehend die erfahrenen Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber mit der Vermisstensuche beauftragt.Mitten auf dem Meer werden in einem Ruderboot zwei Kinder geborgen – eines ist tot, das andere schwer traumatisiert. Die Ermittler bringt das auf eine grausame Spur zu weiteren Verbrechen ...

von Andrea Barrett

1847. Thousands of Irish emigrants are boarding ships to flee the potato famine at home, hoping for a better life in Canada. Yet, many do not survive the crossing. Those who do reach Canada, arrive weakened, starving and riddled with disease and are forced to stay in quarantine on Grosse Isle, an Island just outside Quebec. This is the story of one doctor’s seemingly hopeless struggle against the deadly disease that threatens to spread inland and affect other large cities like Montreal and Toronto. Andrea Barrett’s sensitive account of one of the 19th Century’s defining moments masterfully challenges readers’ awareness and perception of current events. After all, history does have a habit of repeating itself.

von Jürgen Neffe

Der Publizist Jürgen Neffe begibt sich auf abenteuerliche Spurensuche: Er will Charles Darwins Reisen nachvollziehen, auf denen der Forscher wildes, unentdecktes Land und Inseln durchstreift hatte, um die Fundamente des Lebens zu ergründen.

von Diana Preston

Im November 1911 verließen Robert F. Scott und vier Begleiter ihr Basislager in der Antarktis, um als erste Menschen überhaupt im Wettlauf mit einer norwegischen Expedition den Südpol zu erreichen. Als sie am 17. Januar 1912 endlich am Ziel eintrafen, mussten sie feststellen, dass das norwegische Team um Roald Amundsen schon da gewesen war. Tief enttäuscht kehrten die Männer um, völlig entkräftet starben sie auf dem Rückweg. Anhand zahlreicher Originalquellen wie des später bei dem Toten gefundenen Tagebuchs von Scott, schildert Diana Preston in einer fesselnden Erzählung die gescheiterte Expedition, die zu den großen Tragödien in der Geschichte der Entdeckungen zählt.

von Klara Chilla

Ein Pirat, im Kampf um sein Schiff und seine Freiheit ... Als Kind vom Inselvolk der Waidami entführt, ist Captain Jess Morgan zu einem Leben als Pirat gezwungen. Über eine Tätowierung ist er auf magische Weise mit seinem Schiff verbunden und teilt mehr mit der Monsoon Treasure, als nur seine Verletzungen. Doch dem Drang nach Freiheit folgend, will er sich von den Waidami lösen, die dadurch ihre uneingeschränkte Macht über die Karibik in Gefahr sehen. Sie senden eine Spionin aus, die widerwillig als Navigatorin an Bord der Monsoon Treasure geht. Schon bald muss sie erkennen, dass die Männer nicht ihren Vorstellungen von blutrünstigen Piraten entsprechen. Trotz aufkommender Zweifel verrät sie Jess. Zur Strafe trennt ihn der Oberste Seher auf schmerzhafte Weise von seinem Schiff. Schwerverletzt und voll Sehnsucht nach der Monsoon Treasure beginnt der Kampf ums Überleben ...

von Björn Larsson

Der berühmte Held von der »Schatzinsel« muss einiges richtigstellen. Hier erzählt er sein Leben und gibt uns eine schonungslose Einführung in die Welt der Seeleute und Piraten, die ganz und gar anders ist als in romantischen Romanen und heroischen Biografien.