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Die Gabe der Könige - Die Chronik der Weitseher

von Robin Hobb, Eva Bauche-Eppers

Format:Hardcover
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Das Meisterwerk voll Magie, Spannung und Emotionen als wunderschön gestaltetes Hardcover.Robin Hobb, Trägerin des World Fantasy Awards für ihr Lebenswerk, hat zahlreiche begeisternde Romane geschrieben. »Die Gabe der Könige«, der Auftakt der Weitseher-Saga, ist ihr größter Bestseller. Mit ihrer magischen Fernsicht verteidigen die Könige aus dem Haus Weitseher ihr Reich. Doch nun mehren sich die Überfälle der Piraten, und während König Listenreich sich verausgabt, greift sein Sohn nach der Macht. Die komplette Trilogie erscheint als hochwertig gestaltete Sonderausgaben neu, und als besonderer Bonus liegt »Die Gabe der Könige« eine großformatige Karte des Königreichs bei.Die komplette Trilogie besteht aus »Die Gabe der Könige«, »Der Bruder des Wolfs« und »Der Erbe der Schatten«. Umwerfende Ausstattung mit hochwertig veredeltem Umschlag, Farbschnitt, Lesebändchen, gestaltetem Vor- und Nachsatz, zehn farbigen Illustrationen im Innenteil und herausnehmbarer Karte im Posterformat. *** Farbschnitt nur in limitierter Auflage ***

Science-Fiction & Fantasy
608 SeitenHardcover
Erschienen an: March 25, 2026

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.3(5 ratings)
BastianRezension von Bastian

Die Gabe der Könige von Robin Hobb beginnt zunächst erstaunlich klassisch. Ein namenloser Bastardsohn eines Prinzen gerät beinahe zufällig an den Königshof, begegnet loyalen Mentorfiguren, höfischen Intrigen und einer Königsfamilie, deren Charakterzüge bereits in ihren Namen anklingen. Gerade am Anfang wirkt vieles vertraut und beinahe etwas zu klischeehaft. Erst mit Fitz’ Ausbildung zum Meuchelmörder gewinnt die Geschichte deutlich an Eigenständigkeit und bringt endlich den frischen Wind hinein, den man sich als Leser erhofft. Trotz anfänglicher Zweifel entwickelt sich die Handlung zu einem soliden und durchaus fesselnden Plot. Zwar hätte die Geschichte stellenweise komplexer und mutiger sein dürfen, dennoch bleibt sie weit entfernt von einem endlosen Prolog. Der erste Band funktioniert überraschend gut als eigenständige Geschichte und hinterlässt auch ohne direkte Fortsetzung ein befriedigendes Gefühl. Besonders unterschiedlich fällt dabei die Qualität der Charaktere aus. Während Figuren wie Veritas oder Listenreich durch ihre sehr offensichtlichen Namen fast etwas zu stark auf bestimmte Eigenschaften reduziert werden, überzeugen andere Charaktere umso mehr. Vor allem die Mentorfiguren wirken greifbar, menschlich und hervorragend ausgearbeitet. Fitz selbst trägt den Roman nahezu allein. Durch die Ich-Perspektive entsteht eine starke emotionale Bindung, die ihn klar zur interessantesten Figur der Geschichte macht. Weniger gelungen sind dagegen die Antagonisten, die häufig eindimensional bleiben und eher wie Werkzeuge des Plots wirken als wie echte Persönlichkeiten. Auch die Welt von Bocksburg bewegt sich zunächst stark im klassischen Mittelalter-Fantasy-Rahmen. Dennoch deutet Robin Hobb immer wieder größere und faszinierendere Kulturen an, die neugierig auf mehr machen. Kleine Geschichtseinblicke und Andeutungen über vergangene Ereignisse verleihen der Welt mehr Tiefe, als man zunächst vermuten würde. Die Magie der „Gabe“ bleibt zwar noch rätselhaft und wirft viele Fragen auf, funktioniert innerhalb der Geschichte aber gut genug, um Interesse auf die weitere Entwicklung zu wecken. Die größte Stärke der Reihe liegt eindeutig in ihren Figurenbeziehungen. Intrigen, Bündnisse, Gerüchte, Konflikte und Emotionen werden mit beeindruckender Detailverliebtheit beschrieben. Genau darin liegt allerdings auch die größte Schwäche der Bücher: Action spielt nur eine untergeordnete Rolle. Bereits im ersten Band fällt auf, dass Robin Hobb Kampfszenen eher knapp hält und sich deutlich wohler in ruhigen, dialoglastigen Momenten fühlt. Mit jedem weiteren Band rückt die Handlung noch stärker in Richtung Charakterinteraktion und atmosphärischer Beschreibungen. Wer also epische Schlachten und permanente Spannung sucht, dürfte hier nicht vollständig glücklich werden. Wer dagegen großen Wert auf intensive Figurenzeichnung, emotionale Entwicklungen und glaubwürdige Beziehungen legt, findet in den Weitseher-Büchern eine der stärksten Charakterstudien der Fantasy-Literatur. Trotz kleinerer Längen und gelegentlich etwas zu ausführlicher Szenen bleibt besonders das emotionale Ende lange im Gedächtnis. Genau deshalb macht dieser Auftakt Lust auf mehr. Fitz ist ein Protagonist, dessen weiterer Weg neugierig macht, und die Entwicklung seiner Gabe verspricht noch viele spannende Momente. Insgesamt ist Die Gabe der Könige ein atmosphärischer Fantasyroman mit starken Figuren, glaubwürdigen Emotionen und einer faszinierenden Welt, der zwar nicht jede Erwartung erfüllt, dafür aber mit Herz, Stimmung und Charaktertiefe überzeugt.

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