"Amazonen, Götter und ein Kampf, der aussichtsloser kaum sein könnte. Nora Bendzko nimmt kein Blatt vor den Mund und das auf gleich mehreren ebenen. (...) Ein absolutes Highlight"
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Die Götter müssen sterben
von Nora Bendzko
"Amazonen, Götter und ein Kampf, der aussichtsloser kaum sein könnte. Nora Bendzko nimmt kein Blatt vor den Mund und das auf gleich mehreren ebenen. (...) Ein absolutes Highlight"
Aktuelle Rezensionen(4)
Das war nun mein erster Ausflug in die griechische Mythologie. Es ist bekannt, dass die Geschlechtergrenzen nur kleine Rollen spielen und schon das konnte mich an dem Buch begeistern. Allerdings ist es etwas schwierig, mit nur wenig Vorwissen ins Buch einzusteigen, ich habe mich nebenbei immer mal wieder ein wenig bei Mr. Google informiert. Neben selbstverständlicher Homosexualität fanden wir auch nicht-binäre Figuren oder auch pansexuelle Figuren. Noch nie habe ich in einem Buch so viel Diversität und Charaktervielfalt gesehen. Wobei letzteres leider dazu geführt hat, dass ich irgendwann von der Masse an Göttern und Namen erschlagen wurde. Eine kleine Charakterauflistung wäre glaube ich ganz praktisch gewesen, besonders, weil ich auch nicht alle Götter kannte, aber Mr. Google war auch hier zur Stelle. Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr literarisch und der Geschichte angepasst. Die Atmosphäre ist spürbar und es war, als würde ich das Blut der Götter selbst auf der Zunge schmecken. An Brutalität wurde nicht gegeizt und meistens ging die Geschichte rasant voran. Leider gab es ab der Mitte ein paar Stellen, die mich nicht so recht fesseln wollten, aber man kann ja auch nicht immer nur durch die Story rasen. Die Amazonen und die Welt in der sie leben wurde beeindruckend und bildgewaltig gestaltet und ich liebe diese starken Frauencharaktere einfach sehr. Neben Blutvergiessen, Kampf und Tod gibt es natürlich auch Sex und den fand ich an den passenden Stellen sehr gut eingesetzt und einfühlsam, aber auch heiß beschrieben. „Die Götter müssen sterben“ ist ein Buch voller Vielfalt und Recherchearbeit. Im Nachwort wird klar, wie sehr sich die Autorin in diese Geschichte gekniet hat, um uns LeserInnen ein ganz besonderes Leseerlebnis zu schenken und ihren Charakteren und jedem, der sich mit ihnen identifiziert, den größten Respekt entgegenzubringen. Es ist nunmal nicht alles schwarz oder weiß. Es gibt noch so viel dazwischen. Danke Nora, für diese tollen Lesestunden.
Wenig begeistert mich mehr, als eine neue Geschichte, in der sich Elemente befinden, die mich an alte Geschichten erinnern oder diese neu erzählen. Mythologeme sind etwas Faszinierendes. Und welche Geschichten könnten inspirierender sein, als die von unsterblichen Gött*innen und ihren Erlebnissen mit sterblichen Erden-Menschen? So war mit Nora Bendzkos Roman ‚Die Götter müssen sterben‘ sofort meine Neugierde geweckt und meine Erwartungen durchaus hoch. Die griechische Mythologie war meiner Erinnerung nach selten Teil meiner Schulbildung und schaffte es nur mit viel Zufall und temporär aufflammendem Wissensdurst in meine eigene Mythen-Phantasie. Zumal sie mit nordischer, ägyptischer und römischer Mythologie um Aufmerksamkeit konkurrierte. Von indischen, asiatischen, persischen, nordamerikanischen, australischen und afrikanischen Mythen mal ganz abgesehen. Das Besondere an der griechischen Mythologie aber war für mich immer, dass sie von der römischen vereinnahmt, um- und weitererzählt wurde, bis sie bekanntermaßen der europäischen Christianisierung zum Opfer fiel. Zwar bieten auch Legenden und Geschichten rund um das den Dornbusch und das Kreuz viel Interessantes und Mythenhaftes, aber so richtig in Schwung kommen monotheistische Erzählungen nicht wirklich
"Die Götter müssen sterben" von Nora Bendzko ist ein Dark Fantasy-Roman, der eine düstere und actionreiche Neuinterpretation der Amazonenmythen bietet. Die Geschichte dreht sich um Areto, eine angeblich unscheinbare Frau, die von der Göttin Artemis auserwählt wird, um die Amazonen zu führen und Troja zu Fall zu bringen. Die Prophezeiung verheißt das Ende der Unterdrückung und den Aufstieg der Amazonen zur Macht – doch Areto muss sich nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen interne Konflikte behaupten. Der Einstieg in den Roman gestaltete sich für mich schwierig. Die Vielzahl an Namen und Charakteren machte es kompliziert, den Überblick zu behalten, und es dauerte eine Weile, bis ich mich in der Geschichte zurechtfand. Ab Seite 100 wurde es besser, aber ich kam dennoch immer wieder aus dem Lesefluss heraus. Besonders die detailliert beschriebenen Kriegsszenen und Sexszenen lenkten mich oft vom eigentlichen Plot ab und ließen mich zeitweise vergessen, worum es in der Geschichte geht. Die finale Schlacht jedoch hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen. In diesen letzten Kapiteln war ich zu hundert Prozent in der Geschichte, und die Spannung war greifbar. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die feministische Perspektive des Romans. Endlich stehen Frauen im Mittelpunkt, die weder gerettet werden müssen noch in passiven Rollen verharren. Der Roman ist divers und stellt starke, komplexe weibliche Charaktere in den Vordergrund. Allerdings zeigte mir das Buch auch, dass Dark Fantasy nicht unbedingt mein Genre ist. Trotz der großartigen Idee und der feministisch geprägten Handlung, konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Für Fans von düsterer Fantasy und komplexen Frauengestalten ist "Die Götter müssen sterben" sicherlich ein empfehlenswertes Buch, doch für mich persönlich war es stellenweise eine Herausforderung.
Der Klappentext hat mich total angesteckt, weswegen ich das Buch gerne lesen wollte. Dabei ist Areto, eine gewöhnliche Frau, dessen Geschichte die der Amazonen kreuzt, weswegen sie sich ihnen anschließt. Dazu noch erwählt Artemis sie als die Frau, die ihre Gabe erhalten soll, als die Amazonen sich an den Krieg in Troja anschließen sollen. Jedoch folgen wir nicht nur der Geschichte von Areto, sondern auch von zwei weiteren Frauen, dessen Gegenwart und Vergangenheit wir erfahren, die Relevanz für den entscheidenden Krieg in Troja haben. Es geht brutal zu, lustvoll und bitter. Seien es Kämpfe, die Liebe zwischen zwei Frauen oder der Verlust von Freundinnen oder Familie. Die Amazonen leben nicht glücklich und sorgenfrei. Sie müssen immer auf der Acht sein, insbesondere, da sich die griechischen Göttlichkeiten immer wieder einmischen. Seien es Apollon, Ares, Aphrodite oder Artemis selbst. Sie wirken wie Figuren auf einem Schachbrett, auch wenn sie nur zu gern ihre eigene Wahl und ihre eigene Zukunft gestalten wollen würden. Ich fand das Buch war sehr toll recherchiert. Man findet so selten etwas zu Amazonen, selbst im Internet gibt es nicht viele Dinge, die aussagekräftig sind. Und da konnte Nina Bendzko mit ihren Recherchen glänzen und mir neue Dinge beibringen, die ich bisher über Amazonen noch nicht in Erfahrung gebracht habe. Das Buch fand ich an für sich super, aber die eigentliche Handlung wurde für mich zu sehr heraus gezögert. Seien es die Szenen der Vergangenheit oder generell Nebenhandlungen, die in meinen Augen alles zu sehr verzögert haben. Dadurch hatte ich leider hin und wieder Motivation gebraucht, u das Buch aufzugreifen, da die Haupthandlung länger gebraucht hat, um auf den Punkt zu kommen. Der Schreibstil der Autorin war fabelhaft. Seien es die angepassten Dialoge für dieses Zeitalter oder die Beschreibungen. Sie haben zu der Geschichte gepasst! Das Ende hat einige erwünschte und überraschende Wendungen eingenommen. Alle drei Frauen mussten ihren Kampf austragen, um die Amazonen an ihr Ziel zu bringen. Manche mit mehr, manche mit weniger Verlusten. Und die Götter? Manche mussten von ihnen sterben. Fazit: Die Götter müssen sterben ist ein super recherchiertes Buch, dass drei Frauen der Amazonen begleitet, wie sie gegen Troja in den Krieg ziehen müssen. Dabei wird ihr Weg gestört und befohlen von den Göttern, die zeigen, dass nicht alle Guten gut sind, aber alle Bösen auch nicht böse. Und was das Verneinen eines freien Willens bei solchen starken Frauen auslösen kann. 3 von 5 Sternen!