4.7

Die Bergwacht: Schneetreiben

von Sophie Zach

Format:Softcover
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Lena ist zornig. Obwohl die Bergwacht die Gefahr mehr als deutlich gemacht hat, wurde mit den Baumfällarbeiten für das neue Wellness-Hotel beim Lawinenschutzwald bereits im Herbst begonnen. Nun ist Winter, der Schnee hat die Berghänge und Skipisten in eine zauberhafte Winterwelt verwandelt. Doch die Idylle trügt: Ohne ausreichenden Schutz erhöht sich die Lawinengefahr. Die Bergwacht ist ständig einsatzbereit. Auch Ben hat alle Hände voll zu tun: Mehr noch als sonst muss der Ranger von Bichlbrunn die Feriengäste davon überzeugen, sich an die vorgegebenen Pisten zu halten. Immer wieder kreuzen sich Lenas und Bens Wege. Und Lena beginnt zu begreifen, was Ben für sie sein könnte – oder vielleicht schon immer war …?

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
336 SeitenSoftcover
Erschienen an: January 28, 2025

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Rezension von

Das Cover ist von der Gestaltung her der Buchreihe ganz ähnlich. Oberhalb vom Titel sieht man eine weiße Bergkette und einen Helikopter. Darunter ist passend zum Titel eine Schneelandschaft in den Bergen zu sehen. Man blickt quasi mit dem Paar Skifahrer Richtung Tal. Die zwei sind von hinten zu sehen, wie sie Arm in Arm mit den Skiern in der Hand im Schnee stehen. Mich hat das Bild sofort angesprochen. Die Bergwacht Schneetreiben von Sophie Zach erschien im Rowohlt Verlag. Es ist der dritte Band der Trilogie "Einsatz in den Bayerischen Alpen" um Lena, die Leiterin der Bichlbrunner Bergwacht. Diesmal ruft ein verunglückter Gleitschirmflieger die Bergwacht auf den Plan und sorgt für einen spannenden Einsatz. Außerdem dürfen wir mit Lena ihren Geburtstag feiern und das winterliche Bichlbrunn erleben, mit all seiner Schönheit und den Gefahren, die die Schneemaßen so mit sich bringen.  Die Geschichte startet mit einer kurzen Langlauf Runde von Lena und so darf ich als Leser direkt eintauchen in die Schneebedeckte Landschaft. Ich liebe Schnee und kann Bücher, die im Schnee spielen das ganze Jahr lang lesen. So bin ich auch jetzt in den winterlichen Roman sofort abgetaucht und sah die Szenerie bildlich vor mir. Ich stand zusammen mit Lena auf ihren Skiern und habe den Rabensteiner See umrundet. Oder bin zusammen mit Ben und Hillde durch den Wald spaziert. Ben ist der Ranger im Ort, der auch schon in den vorherigen zwei Bänden (Alpenglühen, Gipfelstürme) immer wieder eine Rolle spielte und Hilde ist seine Hündin. An dieser Stelle sei erwähnt, dass du alle drei Bände quasi unabhängig von einander lesen kannst. Die Einsätze der Bergwacht sind jeweils abgeschlossen. Für die zwischenmenschlichen Beziehungen werden die nötigen Informationen geliefert. Wobei ich aber auch sagen muss, dass es einfach schon war, die Figuren über die drei Bände hinweg zu begleiten. Der Handlungsstrang um den Neubau des Hotels kommt nun im dritten Band zu seinem Höhepunkt. Ob dieser nun positiv oder negativ ist, sei mal dahin gestellt. Doch auch hier würde ich behaupten, dass du ohne Vorwissen dem Verlauf folgen kannst.  Eine weitere wichtige Person für den dritten Band ist ein junger Bewohner des Ortes. Er fällt durch seine Freunde auf und gerät so in die Aufmerksamkeit vom Ranger. Was es damit auf sich hat, möchte ich gar nicht näher ausführen. Es macht einfach Spaß die Szenen zu lesen. Und man bekommt noch mal eine andere Sichtweise auf den Ort und seine Bewohner.  In diesem Band wird erneut sehr deutlich, wie wichtig die Betrachtung der Natur ist um rechtzeitig Wetterumschläge zu erkennen. So findest du zu Beginn der Geschichte direkt drei Regeln fürs Bergsteigen, bei denen ich sofort schmunzeln musste. Ich bin im Flachland aufgewachsen und habe nur bedingt schon mal Zeit in den Bergen verbracht. Wobei für mich Berge schon viel kleiner Anfangen, als für einen, der mitten in den Alpen wohnt. Aber das nur so am Rande. Ich kann mich noch gut an ein verlängertes Wochenende im Harz erinnern, bei dem wir zu viert den Brocken erklommen haben. Ich durfte dabei die Wanderkarte halten und habe mehr oder weniger den Weg bestimmt. Und wir mussten sehr schnell einsehen, dass es weiter ist, als es aussieht. Dabei bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass auf dem einen speziellen eingeschlagenen Weg stand nur 200m. Aber nach dem wir den Steinigen Weg erklommen hatten, könnten es auch einfach Höhenmeter gewesen sein, und so war der Weg natürlich sehr viel weiter, weil wir diese ja nicht direkt senkrecht zurücklegen konnten. Aber ich drifte hier schon wieder ab. Hast du Lust auf einen Schneeausflug in die Bayrischen Alpen? Dann schnappe dir „Die Bergwacht Schneetreiben“ von Sophie Zach und begleite Lena und ihre Crew bei ihren Einsätzen. Verfolge die Rettung aus einer Seilbahn und sei live dabei, wie Bergrettung und Passagiere in die Tiefe rauschen. Oder stapfe einfach mit Ben durch den Neuschnee und beobachte jeden Hang genau, um rechtzeitig vor einen drohenden Lawine warnen zu können. Es ist eine bunte Mischung aus abenteuerlichen Einsätzen, wunderschönen Momenten in der Natur und ein ganz bisschen Liebe darf auch nicht fehlen. Freue dich auf Hüttenromantik genauso wie die Harte Arbeit auf der Alm. Ich habe das Buch einfach nur verschlungen und lege es dir, genauso wie die ersten zwei Bände wärmstens ans Herz.

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