Empfehlungen basierend auf "Der Untergang von Kasch."

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von Erich Scheurmann

Erich Scheurmann lebte ein Jahr auf der Insel Samoa und schrieb die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii nieder. Tuiavii erzählt von seinen Reisen in Europa und beschreibt die verschiedenen Lebensweisen und Einstellungen der Europäer. Nie haben wir uns in derselben gnadenlosen Klarheit beobachtet gefühlt, mit der uns der Südseehäuptling Tuiavii entlarvt. Gut also, wenn wir mit dem Häuptling lernen, über uns selbst zu lachen und nachzudenken. Das bereits 1920 erschienene Buch hält dem 'zivilisierten Mitmenschen' einen Spiegel vor, in dem wir uns auch heute noch erkennen können.

von Leonardo Padura

Ein alter Freund bittet Mario Conde, ihm bei der Suche nach einem gestohlenen Familienerbstück zu helfen. Die Schwarze Madonna soll heilende Kräfte haben und ist von unschätzbarem Wert. Condes Auftrag führt ihn in die Unterwelt Havannas und mitten hinein in eine Geschichte, die ihn immer tiefer in die Vergangenheit zieht.

von unknown

Als Mitreisender in einer Völkerschaugruppe erlebt der Häuptling Tuiavii von der Südseeinsel Samoa das moderne Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Aktualität des Textes auf dem Hintergrund der ökologischen Krise und der daraus resultierenden zivilisationskritischen Diskussion ließen den "Papalagi" zum Buchbestseller werden.

von Rafik Schami

Rafik Schami, geboren 1946 in Damaskus, siedelte 1971 in die Bundesrepublik Deutschland über. Er promovierte in Chemie. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt in Marnheim/Pfalz. Für sein literarisches Werk erhielt er viele wichtige Auszeichnungen, u.a. den Adalbert-von-Chamisso-Preis, den Hermann-Hesse-Preis und den Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Seine Werke, darunter die Romane »Eine Hand voller Sterne«, »Erzähler der Nacht« und »Der ehrliche Lügner«, wurden vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

von Bachtyar Ali

Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr Klänge, die alle verzaubern. Im Krieg muss er in einer namenlosen Stadt der Bordelle all seine Kunst wieder verlernen. Ein rätselhaftes Mädchen beschützt ihn und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes, der unsere Vorstellungskraft übersteigt.

von Georges Perec

In der winzigen Pariser Mansarde klingelt wie jeden Morgen der Wecker. Heute gälte es, das Examen anzutreten – doch der junge Mann steht nicht auf. Er beschließt, an diesem Leben, das ihm nichts mehr zu geben hat, keinen Anteil mehr zu nehmen. Während über den Dächern von Paris die Sommerhitze brütet, überlässt er sich einem gefährlichen Selbstexperiment. Georges Perecs drittes Buch ist die Geschichte einer radikalen Verweigerung. Noch vor der Oulipo-Zeit entstanden, ist dieser ganz in der Du-Perspektive geschriebene Roman eine Meditation über den Stillstand, eine Etüde über die Leere. Die brüchige Schönheit, die Perec der Selbstisolation verleiht, und die außergewöhnliche literarische Qualität machen »Ein Mann der schläft« (1967) zu einem modernen Urtext der Melancholie, der eine ganze Schriftstellergeneration inspirierte. Perec adaptierte »Ein Mann der schläft« 1974 zusammen mit Bernard Queysanne für das Kino und erhielt dafür den Jean-Vigo-Preis.

von Djaimilia Pereira de Almeida

Der alte Boa Morte zieht durch die Gassen Lissabons, verdient sich ein paar Münzen als Parkplatzeinweiser, findet Obdach in verborgenen Winkeln. Früher hat er in der Kolonialarmee gekämpft, heute sucht er ein wenig Glück in den Lichtern des Viertels. Doch die dunklen Bilder seiner Vergangenheit hüllen die Farben der Stadt in einen grauen Schleier.

von Javier de Isusi

Proventzako kartzela batean ezagutuko dute elkar Josuk eta Emmanuelek; bata etakide ohia da, bestea berriz, GALeko kide ohia. Handik ia mila kilometrora bizi da Anton, Josuren txikitako laguna; ETAk aita hil zion hogeita bost urte lehenago, eta heriotza horren itzalean bizi da oraindik ere. Javier de Isusik –Los viajes de Juan Sin Tierra komiki sailaren egileak–, gertakizun erreal batean oinarria duen nobela grafiko zirraragarria proposatzen digu oraingoan; elkarren kontrako bideak ibiltzea suertatu zaien hiru pertsona dira protagonistak, eta, hala ere, elkarrekin topo egin nahi dute, pertsona moduan topo egin.

von Tschingis Aitmatow

In einer kleinen Bahnstation in der Steppe ist ein Arbeiter gestorben. Doch während sich die Trauerkarawane auf den Weg macht, ihm die letzte Ehre zu erweisen, starten nicht weit entfernt mehrere Raketen. – Aitmatows Roman ist Vision und Warnung vor einer nicht mehr zu kontrollierenden, Geist, Vernunft und Natur auslöschenden Technik geblieben.

von Salim Alafenisch

In einer stürmisch rauhen Winternacht hält der Stammesälteste die Zeltbewohner mit einer Geschichte wach. Sie ist länger als ein Kamelhals, denn es ist die Geschichte dieses Beduinenstammes, der in unserem Jahrhundert Umwälzungen erlebt hat, wie noch keine Generation zuvor. Zuerst zerteilte der Suezkanal die Wüste. Dann kamen Sultane und Paschas, englische Kolonialoffiziere und moderne Gerichtsbeamte. Sie zogen Grenzen und brachten Gesetze, an die sich die Nomaden nie gewöhnen wollten. Salim Alafenisch berichtet augenzwinkernd vom gelehrten Esel, vom Kamel mit dem Nasenring, von Weltgeschichte und Nomadenleben in der Negev-Wüste.