Empfehlungen basierend auf "Der Historische Roman"

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von Jürgen Osterhammel

In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird

von Thomas Nipperdey

Nippperdeys Buch behandelt die politische Geschichte Deutschlands von 1800 bis 1866 ebenso wie die Strukturen und Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft; Arbeit und Alltag ebenso wie Religion, Wissenschaft und Künste: Nach einem halben Jahrhundert wird hier zum ersten Mal der Versuch unternommen, eine so umfassende Geschichte der Epoche zu schreiben.

von Jens Wietschorke

Woher kommt die Begeisterung für Swing, Coco Chanel und »Gatsby«-Partys, für die »Roaring Twenties« mit ihrer Musik und ihrem Zeitgeist? Vielleicht liegt es daran, dass die 1920er Jahre einiges mit unserer Gegenwart gemeinsam haben – vom Einfluss der Weltwirtschaft auf das Leben des Einzelnen oder der Bedeutung der Populärkultur bis zur politischen Polarisierung. Jens Wietschorke geht der Faszination der 1920er Jahre auf den Grund und erzählt mitreißend von einer Epoche, in der kühnste Modernitätsträume, Vergnügungssucht, Nostalgie und Gewalt aufeinanderprallten. »Mit dieser Zeit verbinden fast alle etwas: Jazz und Swing, Cole Porter und Josephine Baker, Jean Cocteau und Gertrude Stein, Magnus Hirschfeld und Marlene Dietrich, Dada, Expressionismus und ›Berlin Alexanderplatz‹, Lenin, Hindenburg und Mussolini.«

von Kerstin Lücker

Wussten Sie, dass die Neuzeit nicht nur mit Leonardo und Luther, sondern auch mit Christine de Pizan und Isabella von Kastilien begann?

von Josef Kreiner

In diesem umfassend aktualisierten Band wird die Geschichte des fernöstlichen Inselreichs erzählt, das den Europäern zwar oft exotisch erscheint, aber insbesondere im 20. Jahrhundert mit dem Alten Kontinent in engem Kontakt stand. In dieser Neuausgabe sind auch die jüngsten Geschehnisse um die Abdankung des 125. Tenno dokumentiert.

von Ewald Frie

Die Geschichte der Welt wird bis heute von Europa aus erzählt. Höchste Zeit für einen frischen Blick: Australien wurde vom Homo sapiens früher besiedelt als Europa. Menschen fuhren Tausende Kilometer über den offenen Pazifik, als die Römer noch ängstlich an der Küste entlangsegelten. Die Pyramiden und Städte Amerikas können es mit Babylon und Ägypten aufnehmen. Und während Westeuropa in der Neuzeit Glaubenskriege führte, erstreckte sich ein multikultureller Handelsraum von Ungarn bis Südindien. Aber natürlich geht es auch um die Barbaren im Abendland: Ewald Frie erzählt von ihren Entdeckungen und Eroberungen, ihren Revolutionen und Kriegen, die die Welt verändert haben. Seitdem wird unser Planet zu einer globalen Megacity, in der sich die Reichen von den Armen abschotten und trotzdem alle miteinander vernetzt sind. Und die Megacitys dieser Welt liegen heute da, wo es schon vor Jahrtausenden die größten Städte gab: außerhalb Europas.

von Hansjörg Küster

Hansjörg Küster erläutert die Zeichen, an denen sich die Geschichte unserer Landschaft ablesen läßt. Der Leser erfährt, wie geologische Prozesse und klimatische Einflüsse, wie Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt der Mensch die mitteleuropäische Landschaft in unterschiedlicher Weise geprägt haben.

von Sebastian Schmidt-Hofner

Es waren Politiker wie Kleisthenes, Themistokles und Perikles, Dichter wie Aischylos, Sophokles und Euripides, Historiker wie Herodot und Thukydides, Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles sowie Künstler wie Phidias und Praxiteles – um nur einige wenige zu nennen –, die jeder auf seinem Gebiet Entwicklungen in Gang setzten, die noch Jahrtausende später bewundernswürdig und nachahmenswert erschienen. Historiker des 19.und 20.Jahrhunderts bannten die wahrgenommene Vollkommenheit und die empfundene Vorbildlichkeit in dem Begriff der Klassik – und ließen sie erstarren. Damit aber tat man der so bezeichneten Epoche des 5.und 4.Jahrhunderts der griechischen Geschichte unrecht, denn sie ist so reich an Dramatik, Spannung und Widersprüchen, an intellektueller Brillanz und abstoßendem Zynismus, an ästhetischen Höhepunkten und verstörender Bestialität, daßsie sich nicht auf einen einfachen Nenner bringen läßt. In diesem faszinierenden Buch wird die Geschichte eines bemerkenswerten Zeitalters, das zwischen Krieg und Freiheit oszilliert, neu erzählt.

von Bernd Roeck

Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. In seinem grandios erzählten Buch entfaltet Bernd Roeck ein beeindruckendes Panorama dieser dramatischen Epoche. Zugleich erklärt er im Horizont der Globalgeschichte, wieso es in Europa zu dieser einzigartigen Verdichtung von weltbewegenden Ideen, spektakulären Entdeckungen und historischen Umwälzungen kommen konnte. Um die Wurzeln der Renaissance freizulegen, blickt Bernd Roeck weit ins Mittelalter und die Antike zurück – und weit über die Grenzen Europas hinaus. Mit analytischer Schärfe und darstellerischem Glanz lässt er die Epoche vor den Augen des Lesers auferstehen: die große Kunst, die unter Italiens Himmel entstand, und die Ideen der Humanisten ebenso wie die Religionskriege und die Anfänge der Unterwerfung fremder Erdteile. Er erzählt von Kaufleuten und Dichtern, Kaisern und Päpsten, klugen Frauen und monströsen Männern, von den Großen der Zeit und den Kleinen, die fern der Paläste mit Krankheit und Hunger kämpften. Schließlich zeigt dieses Opus magnum, dass die Renaissance mit ihren Innovationen nicht nur Sehnsuchtsorte der Schönheit und des Geistes schuf, sondern auch die Fundamente für unsere moderne Welt.

von Heinrich August Winkler

Heinrich August Winkler hat eine dramatische, spannend zu lesende deutsche Geschichte vorgelegt. Er greift auf die Quellen zurück, um die Beweggründe der Handelnden freizulegen und die Geschichtsbilder nachzuzeichnen, von denen sie sich leiten ließen. Entstanden ist eine deutsche Geschichte, wie es sie so noch nicht gab: auf das Wesentliche ausgerichtet, anschaulich, entschieden im Urteil – und so verständlich geschrieben, daß nicht nur die Fachleute, sondern alle gefesselt sein werden, die wissen wollen, wie Deutschland wurde, was es heute ist."Ein großes Werk, das wissenschaftliche Präzision mit hervorragender Sprache und Verständlichkeit verbindet. Der erhellende historische Überblick und die scharfsinnige, unabhängige Urteilskraft des Autors regen zum kritischen Denken an und machen die Lektüre damit zum bleibenden Gewinn."Richard von Weizsäcker