Empfehlungen basierend auf "Der Himmel gibt, der Himmel nimmt: Roman aus Marokko"
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von Lilia Hassaine
Saïd wird Ende der fünfziger Jahre in einem Bergdorf in Algerien für die damals florierende Autoindustrie in Frankreich angeworben. Nach fünf entbehrungsreichen Jahren kann er die Familie in seine Sozialwohnung in einem Vorort von Paris kommen lassen. Nadscha und ihre drei Töchter reisen voller Freude und Zuversicht in die neue Welt. Saïds älterer Bruder Kader war bereits mit Ève, einer Französin aus bürgerlicher Familie, verheiratet. Nachdem Nadscha nochmals schwanger geworden ist, beschließen sie und Saïd, das Baby Kader und Ève zu überlassen, da diese keine Kinder bekommen können. Doch unerwartet bringt Nadscha Zwillinge zur Welt. So werden Ève und Kader zu Daniels Eltern, während Amir bei Nadscha und Saïd aufwächst. Dass sie Brüder sind, bleibt ein streng gehütetes Familiengeheimnis. Lilia Hassaine lässt in einem facettenreichen Panoptikum ein lebendiges, sensibel gezeichnetes Bild über das Zusammenleben in den heute problembehafteten Banlieues von Paris während der fünfziger bis Ende der achtziger Jahre entstehen und zeichnet berührende Porträts der starken Mütter und ihrer selbstbewussten Töchter, die in der neuen Heimat ihre Träume zu verwirklichen suchen.
von Usama Al Shamani
Die irakischstämmige Aida verleugnet ihre Herkunft, was immer wieder zu Streit mit ihrem Freund führt. In ihrer Not setzt sie sich hin und beginnt aufzuschreiben, was sie nicht sagen kann. Geboren in einem iranischen Flüchtlingslager, kam sie mit ihren Eltern und der älteren Schwester in die Schweiz. Die Mädchen gehen zur Schule, aber ihre Eltern kommen mit dem westlichen Alltag nicht zurecht und verklären mehr und mehr ihre Heimat. Der Vater, ein konservativer Theologe, beschliesst schliesslich, mit der ganzen Familie in den Irak zurückzukehren. Aber was für die Eltern die Heimat ist, die sie einst verlassen haben, ist für die beiden Schwestern ein fremdes Land. Als die Ältere verheiratet werden soll, fliehen sie nun ihrerseits und gelangen als unbegleitete Minderjährige in die Schweiz. Aber auch sie lässt die Vergangenheit nicht los.
von Sejal Badani
Manchmal beginnt der Weg zu den eigenen Wurzeln mit einer weiten Reise.Das Leben ist nicht immer einfach. Das musste die New Yorker Journalistin Jaya auf schmerzhafte Weise erfahren. Um sich nach der Trennung von ihrem Mann endlich wiederzufinden, will sie die eigenen Wurzeln kennenlernen, über die ihre Mutter eisern schweigt.In Indien, dem Land ihrer Vorfahren, angekommen, ist Jaya berauscht von den Farben, Gerüchen und Bildern, die ihr so fremd sind wie ihre Familiengeschichte. Von Ravi, dem engsten Vertrauten ihrer verstorbenen Großmutter, erfährt sie, dass diese eine ebenso geheime wie tragische Liebe lebte. Ist das vielleicht der Schlüssel zu dem, was sie bedrückt, und der Weg zu einem ganz neuen Anfang?
von Bernadine Evaristo, Saffron Alexander
Nacherzählung des mit dem Booker Prize ausgezeichneten Bestsellers von Bernadine Evaristo: Ein beeindruckender Roman, der die sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten und doch verwobenen Schicksale von zwölf in Großbritannien lebenden schwarzen Frauen erzählt und Fragen über Herkunft, Identität, Feminismus und Diskriminierung aufwirft.
von Min Jin Lee
Min Jin Lee erzählt die fünf Generationen umfassende Familiengeschichte aus einer allwissenden Perspektive, die etwas Bergendes hat und an die grossen bürgerlichen Romane des 19. Jahrhunderts erinnert.
von James Baldwin
Der afroamerikanische Autor konnte das alles sein, schwarz, weiss, jung, alt, hetero-, homosexuell.
von Victor Lodato
Bühne frei für Honey Fasinga – eine Heldin, die Sie nicht wieder vergessen werden Honey ist 82. So alt, dass Beerdigungen sich nicht mehr anfühlen wie ein Arrivederci, sondern eher wie ein A presto: ein Bis bald. Nach einem Leben als Kunstexpertin in den besten Auktionshäusern von Los Angeles ist sie nach New Jersey zurückgekehrt – in eine Heimat, die sie als Teenager gegen alle Widerstände verlassen hat. Die interessantesten Tage ihres Lebens liegen hinter ihr, glaubt sie. Aber sie irrt sich. Zurück in der Stadt ihrer Kindheit muss sich Honey ihrer Vergangenheit stellen. Und sie muss sich mit ihrer Familie auseinandersetzen, in deren Garten die Leichen nicht nur sprichwörtlich vergraben liegen. Und plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, was sie wirklich will – Vergebung oder Rache. Victor Lodato erzählt rasant und witzig von Gewaltstrukturen im italo-amerikanischen Milieu und von einer Frau, die mit Witz und Freiheitsliebe ihr ganz eigenes Leben gelebt hat. Ihm gelingt ein einzigartiges Porträt einer hochaltrigen Heldin, das mit seinen liebenswert schrägen Außenseiterfiguren, mit Ironie, Wortwitz und großartigen Dialogen eine Geschichte weiblicher Wut und Rache erzählt, wie man sie so noch nicht gelesen hat. „Sie hatte ihren Vater abgöttisch geliebt. Und sie hatte ihn gehasst. So einfach war das.“ So hat man über weibliches Altern noch nicht gelesen Liebenswert schräge Außenseiterfiguren, die in kein schwarzweißes Weltbild passen Für Leserinnen und Leser von Elizabeth Strout und Rye Curtis, „Cloris“ Für alle Fans der Kult-Serie „Sopranos" – mit weiblicher Patriarchin „Lodato erweckt eine unwiderstehliche Figur zum Leben, die ebenso komplex wie charmant ist.“ Washington Post
von Ljudmila Ulitzkaja
Medea und ihre Kinder - bk1201; Verlag Volk und Welt; Ljudmila Ulitzkaja; Paperback; 1997
von Lily Graham
Valerie war drei Jahre alt und auf der Flucht vor den Nazis, als sie das letzte Mal in Paris war, das einzige Zuhause, das sie bis dahin gekannt hatte.Jetzt, als junge Frau, kehrt Valerie in die Stadt zurück, um herauszufinden, was damals mit ihren Eltern geschehen ist. Auf der Suche nach Antworten landet sie bei ihrem Großvater Vincent, ihr letzter überlebender Verwandter und der einzige Mensch, der die Wahrheit über ihre Eltern kennt.Als sie den mürrischen, wortkargen Vincent bei der Arbeit in seinem kleinen Buchladen besser kennenlernt, erfährt sie eine tragische Geschichte über das von den Nazis besetzte Paris, eine zum Scheitern verurteilte Liebe und eine Mutter, die bereit war, für ihre geliebte Tochter alles zu opfern.Können Valerie und Vincent sich gegenseitig helfen, die Wunden der Vergangenheit zu heilen? Aber Vincent hat ein herzzerreißendes Geheimnis, das er unbedingt vor seiner Enkelin geheim halten will …Eine packende und unvergessliche Geschichte über Liebe, Angst und Mut in Zeiten des Krieges. Perfekt für Fans von Marion Kummerow, Ellin Carsta und Kristin Harmel.Leser:innen lieben Der Buchladen in Paris:»WOW, das war eine großartige Lektüre, definitiv eins meiner Lieblingsbücher des Jahres! … eine schöne, wenn auch manchmal herzzerreißende Geschichte ... mehr als 5 Sterne wert!« Goodreads-Rezension, ⭐⭐⭐⭐⭐»Wie soll ich meine Gefühle zu diesem Buch in Worte fassen ... meiner Meinung nach hat Lily Graham hat eines der besten Bücher des Jahres geschrieben! Wenn ich diesem Roman eine höhere Bewertung als 5 Sterne hätte geben können, hätte ich es getan ... wirklich eine unvergessliche Geschichte!« Goodreads-Rezension, ⭐⭐⭐⭐⭐»Die bewegendste Geschichte, die ich seit langem gelesen habe ... Magisch ... Wunderschön beschrieben! … Am Ende habe ich gelächelt und geweint. Ich war wirklich total mitgerissen.« The Book Trail»Was für eine entzückende, traurige und herzzerreißende Geschichte!« Goodreads-Rezension»Man bekommt wirklich ein Gefühl für Paris und leider auch für den Krieg ... Ich war gefesselt ... Ein herzzerreißendes und emotionales Buch, bei dem man mehr als nur ein paar Mal nach den Taschentüchern greifen wird. Manchmal vor Freude und manchmal vor Traurigkeit. Eine packende und wunderschön geschriebene Geschichte, die sich in den Herzen und Köpfen der Lesenden festsetzt.« By The Letter Book Reviews, ⭐⭐⭐⭐⭐»Dieses Buch zieht einen von Anfang an in seinen Bann ... Insgesamt eine großartige Geschichte.« Goodreads-Rezension