Empfehlungen basierend auf "Der Henker"

Based on your reading history, we think you will also enjoy the following books.

von Jörn Leonhard

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, die das 20. Jahrhundert prägen sollten und deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

von Marian Füssel

"Mein Unglück ist, daß ich noch lebe... von einem Heere von 48.000 Mann hab ich jetzt, wo ich dies schreibe, keine 3000." Als Friedrich der Große dies am 11. August 1759 notiert, liegt die furchtbare Schlacht bei Kunersdorf hinter ihm. Das Grauen dieses einzigen Tages steht emblematisch für einen Weltkrieg des 18. Jahrhunderts, dessen Ereignisse zwischen 1756 und 1763 ganz Europa, aber ebenso die überseeischen Imperien Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens oder die Indianerstämme Nordamerikas in Mitleidenschaft zogen. Marian Füssel, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Georg-August-Universität Göttingen, legt eine große, spannende Darstellung dieses Weltkriegs vor.

von Thomas Kielinger

4. Aufl., Beck, Mnchen, 2015. 400 Seiten mit einigen graphischen Darstellungen, Pappband mit Schutzumschlag -Sehr gutes Exemplar-

von Jörn Leonhard

„Dieses Buch ist ein Meisterwerk – elegant geschrieben, klar in der Analyse und vielschichtig in der Perspektive. Eine maßgebliche neue Deutung des Ersten Weltkriegs und eine fesselnde Lektüre.“ Christopher Clark, Autor von „Die Schlafwandler“ Jörn Leonhards grandiose Synthese entfaltet ein beeindruckendes Panorama. Sie zeigt, wie die Welt in den Krieg hineinging und wie sie aus ihm als eine völlig andere wieder herauskam. Sie nimmt nicht nur die Staaten und Nationen in den Blick, sondern auch die Imperien in Europa und weit darüber hinaus. Sie beschreibt die dynamische Veränderung der Handlungsspielräume, die rasanten militärischen Entwicklungen und die immer rascheren Wandlungen der Kriegsgesellschaften. Und sie lässt die Erfahrungen ganz unterschiedlicher Zeitgenossen wieder lebendig werden: von Militärs, Politikern und Schriftstellern, Männern und Frauen, Soldaten und Arbeitern. Doch die Gewalterfahrungen des Weltkrieges endeten nicht mit den Friedensverträgen nach 1918, sondern setzten sich in Europa und der ganzen Welt im Namen neuer Ordnungsvorstellungen und radikaler Ideologien fort – so als wäre damals die Büchse der Pandora geöffnet worden, jenes Schreckensgefäß der antiken Mythologie, aus dem alle Übel der Welt entwichen, als man gegen den Rat der Götter seinen Deckel hob.

von Walter Kempowski

Die Fortsetzung der monumentalen Echolot-Chronik: eine einzigartige Collage der letzten Kriegstage 1945In »Echolot – Abgesang ’45« lässt Walter Kempowski die hochdramatischen letzten Tage Hitlerdeutschlands wie in einem Film lebendig werden. Der Leser wird zum Augenzeugen privater und politischer Ereignisse. Er erlebt das unermessliche Leid, das die Nazis über die Menschen brachten, und gleichzeitig Hitlers letzten Geburtstag am 20. April 1945, der sich im Berliner Führerbunker in gespenstischer Atmosphäre abspielt. Walter Kempowskis Collage ist Totentanz und Apokalypse zugleich. In ihr kommen Opfer und Täter, Prominente und Namenlose zu Wort.

von Stefan Barth

Deutschland, April 1945, die letzte Kriegswoche.Der vom langen Krieg desillusionierte Landser Heinrich erf�hrt, dass seine Frau und eins seiner beiden Kinder bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Er desertiert, um an die Seite seiner j�ngsten Tochter zu eilen. Doch er ger�t in die F�nge einer SS-Einheit. Der fanatische Obersturmbannf�hrer von Starnfeld macht kurzen Prozess mit Vaterlandsverr�tern und h�ngt Heinrich am n�chsten Baum auf. Als er von der jungen B�uerin Elsa vor dem sicheren Tod gerettet wird, glaubt Heinrich, seinen Heimweg fortsetzen zu k�nnen. Stattdessen ger�t er in einen blutigen Konflikt um das versteckte Gold einer ermordeten j�dischen Industriellen-Familie. Um nach Hause zu kommen zu seinem Kind, muss Heinrich ein letztes Mal k�mpfen. H�rter als je zuvor.

von Thomas Kielinger

Als Winston Churchill 25 Jahre alt war, hatte er Kriege auf drei Kontinenten erlebt, fünf Bücher geschrieben und einen Sitz im britischen Unterhaus gewonnen. Als er 60 war, galt er politisch als gescheiterter Mann. Doch dann kam mit dem Zweiten Weltkrieg Churchills größte Stunde. Als Premierminister leistete er den entscheidenden Widerstand gegen Hitler-Deutschland und führte sein Land bis zum siegreichen Kriegsende."Wir sind doch alle Würmer. Aber ich glaube, ich bin ein Glühwurm", hat Winston Churchill (1874–1965) in jungen Jahren einmal verkündet. Kaum einer besaß so reiche Talente, um solchen Ehrgeiz zu befriedigen. Churchill kämpfte als Soldat in Englands Kolonialkriegen, wurde als Kriegskorrespondent und Kriegsabenteurer berühmt, bekleidete im Laufe seines Lebens fast jeden Ministerposten seines Landes und wurde zwei Mal Premierminister. Daneben war er ein anerkannter Maler, ein begeisternder Redner und ein begnadeter Schriftsteller – der einzige Staatsmann, der je den Nobelpreis für Literatur erhielt. Dabei konnte er gleichermaßen inspirieren wie irritieren: als radikaler Sozialreformer und als Imperialist alter Schule, als entschlossener Krieger und als Vordenker einer friedlichen Welt nach den Weltkriegen. Thomas Kielinger erzählt das fesselnde Leben dieser Jahrhundertgestalt mit kritischer Bewunderung und narrativem Glanz.

von Volker Ullrich

Noch mehr als andere Biografen zitiert Ullrich zeitgenössische Einschätzungen und Beobachtungen. Das verleiht seinem Buch eine Lebhaftigkeit, die sich mit Ullrichs gutem Stil vorzüglich ergänzt.

von Hans-Ulrich Wehler

Hans-Ulrich Wehlers Deutsche Gesellschaftsgeschichte behandelt in diesem Band die Epoche des "zweiten Dreißigjährigen Krieges" seit 1914. Die ersten vier Nachkriegsjahre, die ganz von den Kriegsfolgen überschattet waren, werden dabei in die Darstellung einbezogen. Wiederum analysiert der Autor die wichtigsten Dimensionen der Gesellschaft in ihrer geschichtlichen Entwicklung. Eines der großen Geschichtswerke der Nachkriegszeit nähert sich damit seinem Abschluß. Ein fünfter Band, der die Geschichte der beiden deutschen Staaten und die Vereinigung darstellt, wird folgen.Der vierte Band der großen Deutschen Gesellschaftsgeschichte behandelt die Epoche von 1914 bis 1949, umspannt also die beiden Weltkriege, die Zerstörung der Weimarer Republik, die Führerdiktatur Hitlers, den Holocaust und die Nachkriegsjahre bis zur Gründung der beiden deutschen Neustaaten. Erneut werden Wirtschaft und Sozialstruktur, politische Herrschaft und Kultur als die dominierenden Dimensionen der deutschen Gesellschaft in ihrer historischen Entwicklung analysiert.Der erste Abschnitt stellt neben der militärischen Entwicklung die sozialökonomischen und ideenpolitischen Konstellationen während des Ersten Weltkriegs dar. Insbesondere geht es um die Spannungen im politischen System und in der deutschen Klassengesellschaft bis hin zur Revolution von 1918.Der zweite Abschnitt verfolgt die kurze Geschichte der ersten deutschen Republik, der trotz ihrer hohen Anfangsbelastungen die Konsolidierung zu gelingen schien. Doch unter dem zerstörerischen Anprall der Weltwirtschaftskrise seit 1929, dem Druck der beiden radikalen Flügelparteien, NSDAP und KPD, und der auf eine autoritäre Lösung drängenden Machteliten zerfiel nicht nur das politische Institutionengefüge, sondern auch die Konsensbasis der Republik. Im Mittelpunkt des dritten Abschnitts steht das "Dritte Reich". Im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und im Genozid an den europäischen Juden erreichte die Zerstörungsfähigkeit, die durch Hitlers charismatische Herrschaft in der deutschen Gesellschaft freigesetzt wurde, den Tiefpunkt eines "Zivilisationsbruchs". Allgemein zielt die Deutung der Führerdiktatur darauf, die nationalsozialistischen Jahre nicht als erratischen Block im historischen Prozeß zu verfremden, sie vielmehr im Zuge einer dezidierten Historisierung des Nationalsozialismus weithin in die Kontinuität der neueren deutschen Geschichte einzuordnen.

von Heinrich August Winkler

Der zweite Band von Heinrich August Winklers deutscher Geschichte behandelt die zwölf Jahre der nationalsozialistischen Diktatur, die über vier Jahrzehnte, in denen Deutschland in zwei Staaten geteilt war, und schließlich die Wiedervereinigung. Es ist eine Geschichte von Zusammenbrüchen und Neuanfängen, von Diktatur und Demokratie und auch des Nachdenkens über Deutschland - eine dramatische Geschichte, anschaulich und spannend dargestellt von einem Historiker und Publizisten, der auch in seinem neuesten Buch dem Motto folgt: Erzählen heißt erklären, warum es so gekommen ist. Der zweite Band von Heinrich August Winklers deutscher Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beginnt mit der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur im Jahre 1933. Als Hitlers Herrschaft zwölf Jahre später zusammenbrach, ging auch das von Bismarck gegründete Reich unter und mit ihm der noch viel ältere Reichsmythos. Welche Schlüsse zogen die beiden Nachfolgestaaten des Reiches, die Bundesrepublik und die DDR, aus der "deutschen Katastrophe"? Was trennte, was verband die West- und die Ostdeutschen in den vier Jahrzehnten staatlicher Trennung? Ging die wechselseitige Entfremdung so tief, daß man heute, zehn Jahre nach der Wiedervereinigung, von einer Neubildung der deutschen Nation sprechen muß? Heinrich August Winkler versteht es, seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Spannung zu halten. Er läßt sie teilhaben an den Entscheidungen, die die weitere Entwicklung prägten. Er zitiert aus den Quellen und verleiht damit seiner Darstellung Farbe und Anschaulichkeit. Er erzählt, um zu erklären, warum es eigentlich so gekommen ist. Dieses Buch handelt von dem schrecklichsten Kapitel der deutschen Geschichte und seinen Folgen. Eine dieser Folgen war die Teilung des Landes, die ihrerseits bis in die Gegenwart nachwirkt: Das wiedervereinigte Deutschland ist ein Land mit einer gespaltenen politischen Kultur und einer gespaltenen Erinnerung. Winklers deutsche Geschichte zeichnet nach, wie Deutschland wurde, was es heute ist. Der zweite Band enthält auch eine Antwort auf die Frage, von der der erste Band ausgeht: Gab es ihn oder gab es ihn nicht, den umstrittenen "deutschen Sonderweg"?